Erinnerungswerkstatt Nordstedt

Logo der Erinnerungswerkstatt NordstedtLogo der Erinnerungswerkstatt Nordstedt © H.Kennhöfer
Die Initiative Erinnerungswerkstatt aus Hamburg sammelt seit 2004 Zeitzeugenberichte aus der Zeit der Weimarer Republik, des Nationalsozialismus, dem Zweiten Weltkrieg und der Nachkriegszeit. Ziel ihres Projektes „Erinnerungswerkstatt Norderstedt“ ist es, den historischen Zahlen und Fakten ein menschliches Gesicht zu verleihen. Indem die Zeitzeugen ihr Schicksal beschreiben, ihre Zeit, ihre Erlebnisse, machen sie Vergangenes nacherleb- und nachvollziehbar – es entsteht eine „Zeitkonserve“. Dies ist nach Auffassungen des Vereins die Grundlage für eine politische Zukunft. Durch das Verstehen der Ereignisse aus der Vergangenheit kann zukünftigen Entwicklungen besser begegnet werden. Hierfür werden Zeitzeugenberichte aus der NS-Zeit, dem Zweiten Weltkrieg und der Nachkriegszeit gesammelt und veröffentlicht. Die Berichte sind, vor allem um jüngere Leser/-innen zu erreichen, auch online aufrufbar. Um weitere Zeitzeug/-innen identifizieren zu können, wurden Zeitschriften herausgegeben und in Alten- und Pflegeheimen verteilt. Den Zeitzeug/-innen, die alle im letzten Viertel ihres Lebens stehen, wird zudem ein regelmäßiger Gesprächskreis geboten. Viele haben ihre Freund/-innen und Bekannten bereits verloren. Oft fehlt es ihnen an sozialen Kontakten. Die regelmäßigen Treffen dienen der Auffrischung von Erinnerungen sowie der Diskussion aktueller Ereignisse und Politik.

Aus den vielen gesammelten Zeitzeug/-innenberichten sind seit dem Start des Projektes vor 16 Jahren drei Bücher mit Berichten herausgegeben worden. Das letzte Buch erschien am 10. Dezember 2019 mit dem Titel „Kriegskinder“. Bisher konnten zudem 75 Zeitzeug/-innen gewonnen werden.

Presiträger im Wettbewerb "Aktiv für Demokratie und Toleranz" 2020, Preisgeld 2.000 €


Themen:Demokratie
Projektträger:Erinnerungswerkstatt
Ansprechpartner/-in:Hartmut Kennhöfer
E-Mail:redaktion@www.ewnor.de
Internet:https://ewnor.de