Zeitzeug*innengespräche im Bistum Mainz

Begegnung des Jahrgangs 12 des Starkenburg-Gymnasiums Heppenheim mit polnischen Zeitzeugen in Höchst/Odw. © Alois BauerBegegnung des Jahrgangs 12 des Starkenburg-Gymnasiums Heppenheim mit polnischen Zeitzeugen in Höchst/Odw. © Alois Bauer
Die Geschäftsstelle Weltkirche/Gerechtigkeit und Frieden organisiert seit 2001 jährlich ein bis drei "Zeitzeug*innengespräche im Bistum Mainz" (RP). Die Zeitzeug*innen sind überwiegend polnische Staatsangehörige, die während der Besatzung Polens durch NS-Deutschland verhaftet und in Konzentrationslager sowie zur Zwangsarbeit verschleppt wurden oder aber in Verstecken unter äußerst schwierigen Bedingungen überlebten. Im Rahmen der Begegnungswochen berichten sie Schüler/-innen der Klassenstufen neun bis dreizehn von ihren Erlebnissen und kommen mit ihnen ins Gespräch. Zusätzlich werden öffentliche Veranstaltungen mit den Zeitzeug/-innen angeboten, die sich an Lehrer/-innen, Eltern sowie die allgemeine Öffentlichkeit richten und von einem Team aus Haupt- und Ehrenamtlichen betreut werden. Damit unterstützt das Projekt den Einsatz der letzten Zeitzeug/-innen des zweiten Weltkriegs, und fördert das ehrenamtliche Engagement junger Menschen für Demokratiebewusstsein und Toleranz.

Da aufgrund der Corona-Pandemie seit März 2020 keine Reisen möglich waren, werden seit September 2020 schon über 30 digitale Zeitzeugengespräche per Videokonferenz durchgeführt. Vor der Pandemie wurden seit 2001 insgesamt mehr als 270 Schulbesuche durchgeführt, in denen über 30.000 Schüler/-innen erreicht werden konnten.

Preisträger im Wettbewerb "Aktiv für Demokratie und Toleranz" 2021, Preisgeld € 2000


Projektträger:Bistum Mainz, Geschäftsstelle Weltkirche/Gerechtigkeit und Frieden
Adresse: Mainz