30.05.2012

Rahman Satti, Themenbereichsleiter für Öffentlichkeitsarbeit, Toleranz und Integration

Rahman Satti
Als afro-deutscher Multimedia-Produzent bewegen mich Themen wie Demokratie und Toleranz schon seit vielen Jahren, sowohl beruflich als auch persönlich. An diese Erfahrungen möchte ich mit meiner Arbeit beim Bündnis für Demokratie und Toleranz gern anknüpfen. Ich habe von 1996 bis 2000 in London Film studiert und später den Masterstudiengang Public Policy an der HUMBOLDT-VIADRINA School of Governance absolviert. Ehrenamtlich bin ich im Integrationsbeirat des Berliner Bezirkes Pankow beim Begleitausschuss für den lokalen Aktionsplan Pankow (LAP) engagiert.

Für die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) habe ich schon früher gearbeitet: Von 2002 bis 2004 war ich als Projektmanager “Afrikanische Diaspora in Deutschland” bei der BpB für ein Pilotprojekt über die afro-deutsche Geschichte zuständig. Das Konzept der Agentur cyberNomads mit dem Titel “Geschichte der Afrikanischen Diaspora von der Kolonialzeit bis zur Gegenwart” wurde nach einer Bestandsaufnahme im Jahr 2002 durch eine Kooperationsvereinbarung mit der BpB über zwei Jahre durch Events, wissenschaftliche Artikel von ExpertInnen der afrikanischen Diaspora bis zur Verleihung des „May Ayim Preises“ im Haus der Kulturen gefördert. Als Absolvent des Berlinale Talent Campus leitete ich 2006 gemeinsam mit einer Diversity-Trainerin einen Workshop mit sechs Jugendlichen aus ganz Deutschland. Als Praxisaufgabe sollten die Jugendlichen passende Videobeiträge mit Interviews zum Thema „Diversity“ über Filmemacher des Berlinale Talent Campus produzieren und diese auf der Webseite „Fluter“ online publizieren.

Von 2007 bis 2009 arbeitete ich als Autor und Produzent an einen Dokumentarfilm „GO-BAMA between Hope & Dreams“ über den historischen US Wahlkampf von Barack Obama 2008. Bewegt von meinen Erlebnissen in den USA und der Politikgestaltung dort absolvierte ich von 2009 bis 2011 das berufsbegleitende Masterstudium unter der Leitung von Dr. Gesine Schwan in Berlin. In meinem Praxisprojekt ging es um eine Bestandsaufnahme der Handlungsansätze für „Diversity“ und die Integrationspolitik des rot-roten Senats in Berlin.

Mich reizt in meiner Funktion als Themenbereichsleiter für Öffentlichkeitsarbeit, Toleranz und Integration der Ansatz von nachhaltiger Teilhabe und Partizipation in der Zivilgesellschaft. Die Vorgänge und das Versagen der Behörden in Zwickau haben mich betroffen gemacht. Ich bin selbst in Sachsen geboren und sechs Jahre dort aufgewachsen, und habe Rassismus- und Diktaturerfahrungen. Ich hatte engen Kontakt mit Freya Klier und Stephan Krawczyk, bevor beide 1988 aus der DDR ausgebürgert wurden. Im gleichen Jahr gründete ich mit anderen Afro-Deutschen in der Berliner „Kirche von Unten“ die Initiative für „Schwarze Deutsche in der DDR“. Als 1989 die Berliner Mauer fiel und ich nur Monate vorher Ostberlin Richtung Amsterdam verlassen hatte, beschlich mich auf Grund der Gewalt gegen MigrantInnen ein Unbehagen nach Deutschland zurück zu kehren.

Nach langen Aufenthalten in England und Spanien wohne ich seit 12 Jahren wieder in Berlin. Inzwischen ich bin mit einer Amerikanerin verheiratet und Vater eines acht Monate alten Sohnes. In unser BfDT Team bringe ich visuelle Kompetenz und leidenschaftliches Engagement für partizipatives „Storytelling“ im Web 2.0.

Kontakt:

Rahman Satti

Bundeszentrale für politische Bildung
Geschäftsstelle des Bündnisses für Demokratie und Toleranz
Friedrichstraße 50
10117 Berlin
Tel.: +49 (030) 254504-464
Fax: +49 (030) 254504-478
rahman.satti@bpb.bund.de