Projekt Living Library: Begegnung schaffen – Vorurteile bearbeiten


Bei „Living Library“ handelt es sich um ein Konzept der Friedensbewegung in Dänemark. „Lebendige Bücher“ sind Menschen, denen im Alltag oft mit Vorurteilen begegnet wird. Idee ist, nicht immer nur über Menschen und Menschengruppen, sondern mit ihnen zu reden, um sich ein persönliches Bild zu machen. Es soll helfen, differenzierter zu denken und Pauschalisierungen und Vorurteile in Frage zu stellen. „Menschliche Bücher“ können ausgeliehen werden und direkt zu eigenen Sichtweisen befragt werden. Es wird eine direkte Kommunikation hergestellt.

Erstmalig wurde das Projekt 2009 im Rahmen des Ramadanzeltes erfolgreich durchgeführt und fand großen Anklang. In 2010 machte die zweite „Living Library“ Schule. Ungefähr 130 Schüler hatten die Möglichkeit mit insgesamt 12 Buchtiteln (Hartz IV Empfänger, Analphabet, Ex-Nazi etc.) ihre Vorurteile zu überprüfen. Die dritte Lebendige Bibliothek wurde in der Stadtbücherei Wuppertals durchgeführt. Das Konzept soll in den nächsten Jahren ausgeweitet werden und Angebote für Schulen und Büchereien umgesetzt werden. Neben dem Thema Islam können und sollen andere Religionen, Nationalitäten und gesellschaftliche „Randgruppen“ Inhalt sein.

Interner LinkAnleitung zu dem Projekt zum Downloaden

 

Wuppertaler Initiative für Demokratie und Toleranz e.V. (Projektträger)


Nach mehreren rechtsextremen Übergriffen in Wuppertal verabschiedete der Rat der Stadt Wuppertal Ende 2000 ein Aktionsprogramm für Demokratie und Toleranz. Im Rahmen dieses Aktionsprogramms wurde durch Hans Kremendahl, dem damaligen Oberbürgermeister der Stadt, die Wuppertaler Initiative für Demokratie und Toleranz e.V. ins Leben gerufen. Bei einer Unterschriftenaktion schlossen sich fast 6.000 Wuppertaler dem Aufruf für Zivilcourage und ein friedliches Miteinander an. Den Vorstand des Vereins bilden immer die aktuellen Bürgermeister der Stadt Wuppertal. Derzeitiger Vorsitzender ist Oberbürgermeister Peter Jung.

Seit 2001 werden jährlich ca. 70 Einzelprojekte gegen Gewalt, Rechtsextremismus und Rassismus durchgeführt. Dabei setzen wir lokale und bundesweite Projekte um. Zudem beraten wir Institutionen bei der Planung und Durchführung von Projekten und bieten Fortbildungen für Fachkräfte und Interessierte an.


Projektträger:Wuppertaler Initiative für Demokratie und Toleranz e.V.
E-Mail:wuppertaler.initiative@stadt.wuppertal.de
Telefon:0202-563-2759
Internet:http://www.wuppertaler-initiative.de/

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