Sport in der Evangelischen Jugend in Bayern – Eichenkreuz Bayern

Um präventiv gegen Gewalt und Intoleranz im Umfeld von Fußballspielen zu wirken wurde mit Ehrenamtlichen der Sportarbeit eine inhaltliche Auseinandersetzung mit den Themen über den Sport initiiert. Eine Reihe von Maßnahmen wurde hierbei durchgesetzt, die eine Auseinandersetzung und die Diskussion über die eigene Zivilcourage zum Ziel haben und ein ausdrückliches Zeichen gegen Gewalt, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit im Sport setzen. Das Fußballfest „Bunt ist cool“ gegen Rassismus und Diskriminierung in der Gesellschaft und im Sport konnte bereits in der zweiten Auflage übe r 1000 Teilnehmer/innen anlocken, wobei diese im Vorfeld die Resolution gegen Rassismus und Diskriminierung in Gesellschaft und im Sport unterschrieben zurü cksenden mussten. Darin verpflichten sich die Eichenkreuz-Sportler/innen, keine rassistischen, fremdenfeindlichen oder rechtsradikalen Parolen zu äußern oder zu verbreiten, und auch in ihrem sozialen und familiären Umfeld aufzustehen und Zivilcourage zu zeigen. Durch ein ausgewogenes Spielsystem, das auch den Mannschaften des hinteren Ergebnisfeldes die Möglichkeit gab, so viele Spiele wie die Finalisten der jeweiligen Wettbewerbe zu absolvieren, wurde die fairste Mannschaft mit einem Fair-Play-Pokal ausgezeichnet. Parallel zum Fußballfest konnten sich die Teilnehmer/innen inhaltlich auf dem „ Markt der Möglichkeiten“ durch verschiedene Infotische zu den Themen Rassismus und Diskriminierung informieren. Ein Fußball-Trainingslager vom 14. bis 16.09.2007 machte ebenso den respektvollen Umgang miteinander zum Thema. In der Folge wurden bei einem „Offenen Sportfachgespräch“ mit einem Sportjournalisten das Thema „ Aggression, Toleranz, Integration – Chancen und Risiken des Sports in der Jugendarbeit“ mögliche Handlungsstrategien für die Integration von Jugendlichen über den Sport erörtert. Der Otto-Schwerdt-Cup vom Dezember 2007 bis April 2008 um die bayerische Hallenmeisterschaft stellte neben dem Fußball durch eine Auftaktveranstaltung den Zeitzeugen und ehemaligen KZ-Häftling Otto Schwerdt in den Mittelpunkt. Im Juni 2008 wurde ein Girls Soccer Camp für Mädchen zwischen zehn und 16 Jahren veranstaltet, das von 48 Mädchen unterschiedlicher sozialer Herkunft, teils mit Sehbehinderung, wahrgenommen werden konnte. Außerdem nahmen die Sportler des Eichenkreuz Bayern am „Tag der Demokratie“ an der Gegendemonstration gegen den „Nationalen Frankentag der NPD“ teil. Ein Preisgeld will die Organisation für eine dringend benötigte Streetsoccer-Anlage verwenden, um weitere Veranstaltungen gegen Rassismus und Diskriminierung durchführen zu können.



Projektträger:Evangelische Jugendarbeit – Amt für evangelische Jugendarbeit der Evang.-Luth. Kirche in Bayern; Eichenkreuz Bayern
Ansprechpartner:Reinhold Schweiger
E-Mail:schweiger@ejb.de
Telefon:0911-4304252

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