Interkulturelles Training in Schule, Ausbildung, Beruf und Freizeit.

Ein etwas ungewöhnliches, wenngleich nicht uninteressantes Projekt, sind die Projekttage für Auszubildende in der Krankenpflege mit dem Ziel der Sensibilisierung von Krankenpflegeschülern für die Sichtweise und die Bedürfnisse von Migranten in ihrem Arbeitsbereich. Oftmals bestehen bei Migranten andere Norm- und Wertvorstellungen, andere soziale Lebensstrukturen und andere Erklärungs- und Handlungsmodelle bei Krankheiten. Der Aufenthalt im Krankenhaus stellt nicht zuletzt auch aus mangelndem Fachvokabular bezüglich des Krankheitszustandes eine große Belastung dar. Um drohende Missverständnisse und sich daraus entwickelnde Konflikte, resultierend aus fehlenden interkulturellen Kompetenzen, vermeiden zu können, ist ein kulturell angemessenes Verhalten von großem Vorteil.

Im Projekt soll den Auszubildenden vermittelt werden, dass eine „kultursensible Pflege“ dazu beiträgt, dass pflegebedürftige Migranten entsprechend ihrer „individuellen Werte, kulturellen und religiösen Prägungen und Bedürfnisse leben können. In Workshops wird Fremdenfeindlichkeit, Vorurteile und Diskriminierung in den Pflegeeinrichtungen angesprochen, interkulturelle Trainings im Umgang mit Migranten durchgeführt und auch Diskriminierungen im Pflegeteam thematisiert. Zugewanderte ausländische Pfleger oder Ärzte sind wegen mangelnder Sprachkenntnisse nicht nur innerhalb des Teams häufig von Diskriminierung betroffen, auch die einheimischen Patienten begegnen diesen oftmals mit Feindseeligkeit und Aggressivität. Hiergilt es dann speziell die Zuwanderung von Spätaussiedlern zuthematisieren. Das Projekt wurde im Rahmen des Bundesprogrammes XENOS gefördert.




Projektträger:Siftung Evangelische Jugendhilfe St. Johannis
Ansprechpartner:Florian Schulze
E-Mail:migra-De@stejh.de
Telefon:0340-6612713

Informiert bleiben

Facebook
YouTube

Logo BPB
Seit 2011 ist die Geschäftsstelle des BfDT Teil der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb