Interkulturelle Gärten Treptow-Köpenick und Brandenburg

Angeregt durch das Göttinger Vorbild und durch erste gelungene Gartenprojekte in anderen Städten wurde ab April 2002 in überwiegend ehrenamtlicher Arbeit die Idee für einen interkulturellen Garten in Stadtbezirk Treptow- Köpenick entwickelt, den Wuhlegarten. Innerhalb eines Jahres entstand auf 4000 m² ein Ort, an dem Menschen aus Deutschland, Kasachstan, Vietnam, Russland, Ägypten, Indien oder Afghanistan gemeinsam tätig sind und dabei den Anderen mit ihrer Kultur und Religion näher kommen. Die Nutzer bauen an, was sie aus ihrer alten Heimat kennen und lieben und lernen in ihrer neuen Heimat neue Pflanzen, Kräuter und Blumen kennen. Neben den individuellen 30 und 40 Quadratmeter großen Beeten ist viel Platz für das Gemeinschaftsleben vorhanden. Es gibt Kinderspielflächen sowie offene und geschlossene Räume, an denen Feste und Feiern stattfinden, wie das zum Auftakt gut besuchte Sommerfest im Wuhlegarten.

Der gesamte Werdegang, von der Idee bis zur praktischen Umsetzung, war in die Struktur des Drei-Säulen-Modells der Lokalen Agenda 21 in Treptow- Köpenick eingebettet. Mit dieser bekennt sich der Bezirk zu einer sozial gerechten, ökonomisch tragfähigen und die Umwelt schützenden Entwicklung. Den im Bezirk vorhandenen rechtsextremen Tendenzen wurden von Politik und Verwaltung und von zivilgesellschaftlichen Akteuren eine Reihe Initiativen entgegen gesetzt. Ausgehend von den interkulturellen Gärten, arbeitet die Arbeitsgemeinschaft derzeit an Kommunikationsstrategien, mit denen die Integration von MigrantInnen sowie interkulturelle und interreligiöse Dialoge unterstützt und gefördert werden.




Projektträger:AG "Interkulturelle Gärten Treptow-Köpenick und Brandenburg"
Ansprechpartner:Herr Sajjad Ahmad
E-Mail:ahmad-isa@arcor.de
Telefon:030-902974956

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