Veranstaltungsreihe "Frauen wie Du und ich - zu Gast bei muslimischen, jüdischen und christlichen Frauen"

Die Interreligiöse Fraueninitiative Bamberg versucht, durch den Austausch über die religiöse Alltagspraxis von Frauen Verständigung zwischen christlichen, muslimischen und jüdischen Frauen zu erreichen. Die Frauen reden darüber, wie Glaube und Spiritualität das alltägliche Leben von Frauen gestaltet und prägt. Im Koordinierungskreis der Fraueninitiative arbeiten 12 Frauen aus verschiedenen Religionsgemeinschaften, religiösen Frauengemeinschaften, dem Frauenbildungszentrum und dem Ausländerbeirat mit.

Inhaltliche Prämisse der Arbeit der Fraueninitiative ist, dass die drei monotheistischen Religionen in ihrem Ursprung zwar Toleranz, Gastfreundschaft und Achtung der Menschenwürde gemeinsam haben, dass andererseits aber durch die Verabsolutierung von Wahrheitsansprüchen, religiösem Fanatismus und Fundamentalismus Religion zur Rechtfertigung von Gewalt missbraucht wird. Die Ereignisse des 11. September 2001 haben dies vor Augen geführt.

Die Gruppe führt eine Veranstaltungsreihe „Frauen wie Du und ich - zu Gast bei muslimischen, jüdischen und christlichen Frauen" durch. In einer solchen Veranstaltung geben die einladenden Frauen einer Religionsgemeinschaft den Frauen aus anderen Religionsgemeinschaften eine kurze Einführung in ihre Religion, gestalten ein Gebet, bewirten die Gäste und sprechen mit ihnen. Dabei gelingt es den beteiligten Frauen, ihre Sprachbarrieren zu überwinden und auch kritische Punkte miteinander zu besprechen. Die Veranstaltungsreihe leistet einen wichtigen Beitrag zur Integration von Frauen.

Eine andere wichtige Aktivität der Interreligiösen Fraueninitiative war, verschiedene religiöse Bamberger Einrichtungen (und zwar jüdische, katholische, evangelische und muslimische) sowie Einrichtungen der Ausländerarbeit in einem Bündnis zusammenzuschließen, um eine Demonstration anlässlich der Debatten um die Mohammad-Karikaturen zu organisieren. Dieses Bündnis sprach sich in einer Demonstration am 16.03.2006 für Presse- und Religionsfreiheit und für einen echten Dialog auf gleicher Augenhöhe sowie gegen Gewalt aus. Zu dieser Demonstration sprach der Bamberger Oberbürgermeister ein Grußwort.




Projektträger:Frauenbildungszentrum e.V
Ansprechpartner:Aysun Yasar-Cebeci
E-Mail:aysunyasar@web.de
Telefon:0951-29715964

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