Braunschweiger Modell zur Gewaltprävention

Das Braunschweiger Modell zur Gewaltprävention ist ein Netzwerk mehrerer Projekte, die von Kirche, Jugendhilfe, Erwachsenenbildung, Schulen, der Polizei und anderen Initiativen getragen werden. Kernpunkt des Programms, das an Schulen durchgeführt wird, ist der verpflichtende Charakter sowie die damit verbundene Übernahme der Teilfinanzierung seitens der Schulen. Das Programm selbst besteht aus diversen Bausteinen, die von verschiedenen Trägern durchgeführt werden. Einer davon heißt „Schritte gegen Tritte! Vom Umgang mit Gewalt – In Südafrika und bei uns.“ Darin sollen unterschiedliche Gewaltursachen, -strukturen und –reaktionen am Beispiel südafrikanischer und deutscher Jugendlicher aufgezeigt und bewusst gemacht werden. Dabei haben SchülerInnen auch Gelegenheit eigene Gewalterfahrungen zur Sprache zu bringen und kritisch zu hinterfragen. In Rollenspielen werden konkrete Handlungshilfen im Umgang mit Gewaltsituationen erprobt.

Andere Bausteine des Projektes sind: Stark ohne Gewalt, Sport statt Gewalt, Jugendkriminalität, Selbstvertrauen stärken, Konfliktlotsentraining sowie "Faustlos" an Grundschulen und Kindergärten/Kitas. Das Modellprojekt war bislang erfolgreich. Sport statt Gewalt hat z.B. prominente Förderer gewinnen können, etwa Baseballstars aus den USA und einige Trainer des Deutschen Fußballbundes. An den Aktionen "Sport statt Gewalt" beteiligten sich rund 18.000 Menschen. Aufgrund der Präventionspraxis ist Braunschweig die erste deutsche Stadt im weltweiten Netzwerk „Peace to the city“des Weltkirchenrates. Das Projekt beteiligte sich 2002 an der Ausschreibung „Aktiv für Demokratie und Toleranz“des Bündnis für Demokratie und Toleranz und wurde mit einem Preis ausgezeichnet.




Projektträger:Arbeitsstelle Rechtsextremismus und Gewalt (ARUG)
Ansprechpartner:Reinhard Koch
E-Mail:info@arug.de
Telefon:0531-1233642
Internet:http://www.arug.de/

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