11.11.2016

22. Brandenburger Migrantentreffen in Potsdam

Im Zeichen des friedlichen Zusammenlebens von Menschen unterschiedlicher Religionen und Kulturen mit und ohne Migrationshintergrund stand das diesjährige Brandenburger Migrantentreffen im Plenarsaal des Landtages Brandenburg in Potsdam.

Am 02. November 2016 fand das Treffen der rund 60 Mitgliederorganisationen bereits zum 22. Mal statt. Organisiert wurde die Veranstaltung, an der über 140 Teilnehmende aus Politik, Migrantenorganisationen, Kultur-und Integrationsvereinen sowie aus religiösen Gemeinschaften anwesend waren, vom Migrations- und Integrationsrat Land Brandenburg (MIR e.V). Auch das BfDT nahm die Einladung wahr und nutzte die Chance, Einblicke in die Arbeit und die Entwicklungen der MIR e.V.-Mitglieder zu erhalten.

22. Brandenburger Migrantentreffen in Potsdam (Foto:Sigismund Henke)22. Brandenburger Migrantentreffen in Potsdam (Foto:Sigismund Henke)
Nach der Begrüßung durch die Präsidentin des Landtages Brandenburg Britta Stark, folgte Dr. Gregor Rosenthal, Leiter der Geschäftsstelle des BfDT mit seinem Begrüßungswort. Er betonte, dass der einzige Weg zu einer weltoffenen, vielfältigen und gerechten Gesellschaft über gegenseitige Anerkennung und Respekt führe. Nur Miteinander, durch einen stetigen Dialog auf Augenhöhe, könnte Vorurteilen, aus denen Hass und Diskriminierung entstehen, vorgebeugt und diese verringert werden. Die Notwendigkeit von Akzeptanz von Diversität und die daraus resultierende Bereicherung standen im Mittelpunkt des Austauschs des bunt gemischten Teilnehmendenkreises. Vertreter/-innen der Landesregierung, des Zentralrats der Muslime, der Landesrabbiner Brandenburgs sowie zahlreiche Migrantenorganisationen aus unterschiedlichen Kulturkreisen nutzten die Gelegenheit, sich zu begegnen, auszutauschen und zu vernetzen.

Für das BfDT bot das Treffen nicht nur die Möglichkeit neue Kontakte zu knüpfen, sondern auch ein Wiedersehen mit einer guten Bekannten: Vor fast genau sechs Jahren, am 08. Oktober 2010, wurde Diana Sandler, Initiatorin und Vorsitzende des MIR e.V., mit ihrem damaligen Verein DIAMANT beim Interner LinkBfDT-Wettbewerb „Aktiv für Demokratie und Toleranz“ ausgezeichnet. Mit einem Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro war ihr Projekt „Kultur-Integration-Sozial. Antidiskriminierungsberatungszentrum“ bundesweiter Hauptpreisträger. Der Gedanke, dass Integration nur durch ein aufeinander zugehen funktionieren kann und „beide Seite“ in den Dialog treten müssen, stand damals wie heute im Mittelpunkt ihrer Arbeit.

22. Brandenburger Migrantentreffen (Foto:Sigismund Henke)22. Brandenburger Migrantentreffen (Foto:Sigismund Henke)
In seiner Rede würdigte Dr. Gregor Rosenthal das bereits viele Jahre bestehende Engagement Diana Sandlers und verdeutlichte so, dass der Weg zu einem konstruktiven Projekt Durchhaltevermögen, Innovation und persönlichen Engagements bedarf. Zudem sei die aktive Teilhabe derer, die aus eigenen Erfahrungen von Diskriminierung und Intoleranz berichten können, im hohen Maße relevant für eine konstruktive Gestaltung einer gerechteren und toleranteren Gesellschaft.

Das mittlerweile 22. Brandenburger Migrantentreffen bietet mit seiner langjährigen Arbeit ein starkes Zeichen für genau dieses unermüdliche Engagement vieler Migrant/-innen, die sich bewusst mit sich und ihrer Gesellschaft befassen und diese aktiv mitgestalten wollen.

Interner LinkHier geht es zur Homepage des Migrations- und Integrationsrates Land Brandenburg (MIR e.V.)