"Wer nichts tut macht mit"

Die Verbandsgemeinde Kirchheimbolanden startete im Jahr 2007 in Kooperation mit der Polizeiinspektion Kirchheimbolanden und dem Kriminalpräventiven Rat die Aktion „Wer nichts tut, macht mit“. Im Mittelpunkt des Projekts stehen die Förderung der Zivilcourage der Bürger/innen – hier insbesondere die Sensibilisierung der Zielgruppe Schüler/innen für Konfliktsituationen, in denen es zu Gewalt kommt, die Aufklärung der Zielgruppe Senioren über Eigentumsschutz und Trickgeschäfte sowie die Steigerung der Selbstsicherheit. Im Jahr 2008 kamen weitere Themengebiete wie Migration, Alkohol und Drogen, Handy- und Computergewalt hinzu.
2007 wurde durch das Projekt ein kostenloses Selbstsicherheitstraining für Mädchen ab 14 Jahren in der Regionalen Schule Kirchheimbolanden durchgeführt, an dem 30 Schülerinnen teilnahmen. Ein pensionierter Kriminalbeamter setzte sich dabei über 60 Stunden ehrenamtlich für das Projekt ein. Ein Deeskalationstraining wurde an verschiedenen Schulen in Kirchheimbolanden durchgeführt, bei dem 22 Lehrer/innen von professionellen Trainer/innen geschult wurden. Über das Jahr verteilt wurden die Bürger/innen der Stadt insgesamt neun Mal an örtlichen Festen und Veranstaltungen durch Informationsstände über das Projekt informiert. An die Zielgruppe der Senioren gerichtet, fanden unter ehrenamtlicher Anleitung Selbstsicherheitsschulungen mit 89 teilnehmenden Senioren statt, bei denen unter anderem Informationen zu Trickgeschäften gegeben wurden. Ebenso wurden durch „Wer nichts tut, macht mit“ Streitschlichter/innen und Busbegleiter/innen der regionalen Schulen in Form von professionellen Schulungen und Geldspenden für Materialien unterstützt und weitergebildet.
Eine Dauerausstellung mit dem Thema „Gewalt und Fremdenfeindlichkeit“ in der Volksbank, der Polizeiinspektion und im Rathaus der Verbandsgemeinde begleitete das Projekt.
Eine Theatergruppe des Nordpfalzgymnasiums stellte im Rahmen des Projekts die Bürger/innen mittels des Zivilcourage-Tests auf die Probe, wobei während des Oktobermarktes 2007 zwei Straßenszenen an zwei verschiedenen Orten in der Innenstadt mit versteckter Kamera gefilmt wurden.
Im Jahr 2008 wurde bereits ein Selbstsicherheitstraining für Schüler der 7. und 8. Klasse veranstaltet, Gewalt und Aggression zum Thema im Schulunterricht gemacht und Vorträge zum Thema Alkohol und Drogen durch eine Jugendsachbereiterin der Polizei Worms an der Regionalschule in Kirchheimbolanden gehalten. Die Vortragsreihe „Migration“ des Vereins HennaMond innerhalb des Schulunterrichts ergänzte die Arbeit mit der Zielgruppe der Schüler/innen. Informationsstände, Selbstsicherheitsschulungen für Senioren und die Dauerausstellung bilden auch in diesem Jahr die Bausteine von „Wer nichts tut, macht mit“ . Das Projekt wird durch Spenden, einer Vielzahl von Sponsoren, Fördermittel der Leitstelle Kriminalprävention und Haushaltsmitteln der Verbandsgemeinde finanziert.



Projektträger:Verbandsgemeinde Kirchheimbolanden
Ansprechpartner:Bürgermeister Axel Haas
E-Mail:beate.borbe@kirchheimbolanden.de
Telefon:06352-4004-0
Internet:http://www.kirchheimbolanden.de/240_1031.html

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