Die Gewalt vor der Haustür

Das Ziel des Vereins Geschichtsorte e.V., der seit 1999 besteht, ist es, die historische und politische Bildung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen zu fördern. Dazu hat der Verein das dreitägige Projekt »Die Gewalt vor der Haustür« entwickelt, welches in Zusammenarbeit mit der Gedenkstätte Sachsenhausen durchgeführt wird. Am ersten Tag untersuchen die Schüler in Arbeitsgruppen den Werdegang einiger Täter und Opfer aus dem Lager Sachsenhausen und diskutieren anschließend über die heutigen Erscheinungen rechtsextremer Gewalt. Am zweiten Tag besuchen sie die Gedenkstätte Sachsenhausen und bereiten in Arbeitsgruppen selbst Teile der Führung vor. Am dritten Tag untersuchen die Schüler Verhaltensweisen der Bevölkerung zu rechtsextremer Gewalt im Nationalsozialismus und vergleichensie mit derheutigen Zeit. Dies wird durch Rollenspiele, plastisches Gestalten etc. verdeutlicht. Der dritte Tag ist allerdings nicht eindeutig festgelegt. Die Jugendlichen können hier auch Wünsche äußern.

Besonders hervorzuheben ist, dass die Schüler die Gedenkstätte Sachsenhausen nicht einfach besuchen, sondern dass sie selbst die Führung dafür vorbereiten. Durch eine vorherige, intensive Auseinandersetzung (gerade auch mit den Personen, die dort Opfer und Täter waren) bekommt man zu den Geschehnissen im ehemaligen Konzentrationslager einen ganz anderen Bezug.




Projektträger:Geschichtsorte e.V.
Ansprechpartner:Jens Kafka
E-Mail:geschichtsorte@yahoo.de
Telefon:030-4477882

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