Jungfrau ohne Paradies

Bild der Schauspieler aus einem Theaterstück (Foto: Gerburg Maria Müller)Bild der Schauspieler aus einem Theaterstück (Foto: Gerburg Maria Müller)
Im Zeitraum von Oktober 2014 bis Oktober 2015 entwickelte das Mannheimer Künstlernetzwerk New LIMES und WIR e.V. in Zusammenarbeit mit drei professionellen Schauspieler/-innen und einer Regisseurin das interaktive Theaterstück „Jungfrau ohne Paradies“. Mit dem Stück werden Schüler/-innen und junge Erwachsene für das Thema „religiös begründeter Extremismus“ sensibilisiert.

Das Stück erzählt die Geschichte des deutschen Jungen Paul, der sich gesellschaftlich benachteiligt und nicht wahrgenommen fühlt und deshalb Halt im islamischen Glauben sucht. Er durchläuft einen schnellen Radikalisierungsprozess und entscheidet sich dafür, nach Syrien zu reisen, um dort den Kampf des Islamischen Staats zu unterstützen. Pauls Freunde sind besorgt und versuchen einen gemeinsamen Ausweg aus der Situation zu finden.

Das Theaterspielen wurde als emotionaler Türöffner genutzt, um in einer anschließenden interaktiven Workshop-Phase das Thema nachzubereiten. Der Schwerpunkt lag dabei auf der Interaktion und dem Austausch mit den Jugendlichen, in welchem diese ihre eigenen Meinungen hinsichtlich Heldenverehrung, Radikalisierung und Krieg reflektierten und diskutierten. Das Projekt schaffte somit einen innovativen Ansatz, um über Radikalisierungsprozesse von Jugendlichen aufzuklären und deren Entstehung nachzuvollziehen.

Preisträger im Wettbewerb „Aktiv für Demokratie und Toleranz“ 2016, Preisgeld: 4000€


Projektträger:Künstlernetzwerk New LIMES und WIR! e.V.
Ansprechpartner:Gerburg Maria Müller
E-Mail:Info@wir-mannheim.de
Internet:http://www.wir-mannheim.de/

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