AWO Landesverband Sachsen-Anhalt e.V.

Die Arbeiterwohlfahrt Sachsen-Anhalt bekennt sich vor dem Hintergrund der eigenen Geschichte ausdrücklich zur sozialen Demokratie und Toleranz in einer Gesellschaft der Vielfalt.

Die Arbeiterwohlfahrt war der erste Wohlfahrtsverband in Deutschland, für den weder die Religionszugehörigkeit noch die Lebensweise, sondern allein die individuelle Bedürftigkeit eines Menschen zählte.

Jedem zu helfen, der Hilfe bedarf, war und ist der Grundsatz der Arbeiterwohlfahrt.

1919 gegründet, wurde die Arbeiterwohlfahrt 1933 von den Nationalsozialisten verboten, weil sie sich strikt gegen die Nazidiktatur stellte.

Erst 57 Jahre später war 1990 die Wiedergründung in Sachsen-Anhalt möglich.
Soziale Arbeit, wie sie die Arbeiterwohlfahrt versteht, bedarf einer freiheitlichen, das Individuum und seine Entwicklungsmöglichkeiten achtende Gesellschaftsform, die nach demokratischen Regeln das gesellschaftliche Zusammenleben der Menschen in ihren vielfältigen Lebensentwürfen regelt.

Das Bekenntnis zur Solidarität, Toleranz und zur sozialen Demokratie bedeutet die Absage an jede Form von Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Antisemitismus.

Die Arbeiterwohlfahrt Sachsen-Anhalt leistet gemeinsam mit öffentlichen Institutionen, politischen Parteien, anderen zivilgesellschaftlichen Organisationen, aber vor allem mit den Bürgerinnen und Bürgern einen aktiven Beitrag zur Prävention zur Bekämpfung des Rechtsextremismus.

Durch unsere gemeinsame Anstrengung sorgen wir dafür, dass in allen Lebens- und Arbeitsbereichen der Verbreitung und Verfestigung rechtsextremistischer Einflussnahme erfolgreich begegnet wird, etwa im Altenpflegeheim, in der Kita, im Ortsverein, im Jugendclub, in der Schuldnerberatungsstelle, eben überall dort, wo wir uns sozial engagieren.

Weiterhin ist die Arbeiterwohlfahrt Sachsen-Anhalt aktiv im Bereich der Demokratiebildung, um der Ausbreitung demokratiefeindlicher Ideologien wirksam entgegen zu treten.

Dazu zählen,
1. Aufklärung durch Seminare und Schulungen zu betreiben, wo sie in der täglichen Arbeit notwendig ist,
2. Sensibilisierung durch Fachveranstaltungen, um Vorurteile und Klischeedenken abzubauen,
3. mit Hilfe von „Theater-“ und „Politik-Werkstätten“ Kindern und Jugendlichen Perspektiven jenseits demokratiefeindlicher Einstellungen aufzuzeigen,
4. gegenseitige Verantwortung, Anerkennung, Solidarität und gewaltfreies Miteinander durch Erlebnisseminare (u.a. Betzavta) zu stärken,
5. die Etablierung einer Mahn- und Gedenkkultur, um den Gefahren des Rechtsextremismus und der Fremdenfeindlichkeit in der Wohlfahrtspflege und darüber hinaus entgegen zu wirken.


Projekt:AWO Landesverband Sachsen-Anhalt e.V.
Ansprechpartner:Hr. Jan Bartelheimer
Kontaktdaten:0391 - 62 79 174
j.bartelheimer@AWO-LSA.de
Internet:http://www.AWO-LSA.de/

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