„Jugendverbände als zivilgesellschaftliche Akteure – gegen Rechtsextremismus “

Aufgrund vereinzelter rechtsextremistischer Vorfälle in drei mittelhessischen Gemeinden hat der Hessische Jugendring dort das Untersuchungs- und Qualifizierungsprojekt „Jugendverbände als zivilgesellschaftliche Akteure – in Auseinandersetzung mit lokalem Rechtsextremismus“ im Zeitraum von 2006 bis 2008 umgesetzt. Bei der Umsetzung hat der Hessische Jugendring mit Jugendgruppen und Bürgerbündnissen für Demokratie und Toleranz sowie mit einer studentischen Gruppe und mit Trägern von Qualifikationsangeboten für ehrenamtlich tätige Jugendliche kooperiert. Initiiert wurde das Projekt gemeinsam mit der Universität Marburg. Finanzielle Unterstützung kam von der „Aktion Mensch“. Ziel war es, Jugendgruppen aus den Kreisen Butzbach-Hochweisel, Kirtorf und Gladenbach für den Umgang mit Rechtsextremismus zu sensibilisieren. Dazu fanden regelmäß ige Multiplikator/innen treffen an runden Tischen vor Ort statt. Bei einer Informationsreihe sind entsprechende Fragen, z.B. wie man Gewalt begegnet oder wie man rechtsextreme Codes entschlüsselt, thematisiert worden. Im Fokus stand eine verstärkte Prävention mittels Fachtagen mit neuen Studien zum Antisemitismus und zur Good Practice in Verbänden. Erste Maßnahmen für eine ergänzende Ausbildungseinheit zur Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus für Jugendleiter/innen wurden bei Projektbeginn ausgearbeitet. In der Auseinandersetzung mit dem Rechtsextremismus setzt der Hessische Jugendring auf professionelles Eingreifen bei akuten Krisen, auf nachhaltige Qualifizierung im Umgang mit Rechtsextremen sowie auf die Bewusstseinsbildung und Sensibilisierung von Jugendlichen, um sie in ihrem Demokratieverständnis und ihrer Zivilcourage zu ermutigen.



Projektträger:Hessischer Jugendring e.V.
Ansprechpartner:Dr. Manfred Wittmeier
E-Mail:info@hessischer-jugendring.de
Telefon:0611-990830
Internet:http://www.hessischer-jugendring.de/

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