Jugendliche interviewen Zeitzeugen für Jugendliche

Die Arbeit mit Zeitzeugen ist ein weitverbreitetes Konzept in Schulen, um den Geschichtsunterricht besser bzw. greifbarer gestalten zu können. Dieses Projekt hebt sich aber insofern von den gängigen Zeitzeugenbefragungen ab, da es nachhaltig angelegt ist. Es ist so angelegt, dass die Jugendlichen den Zeitzeugen über mehrere Wochen intensiv kennenlernen, die Interviews für andere Jugendliche vorbereitet werden und dass die Ergebnisse der umfangreichen Recherchearbeit insgesamt für eine ständige Ausstellung im Museum der Blindenwerkstatt Otto Weidt in Berlin-Mitte aufgearbeitet werden.

Die Jugendlichen werden darin geschult, ein Interview vorzubereiten und durchzuführen. Im Rahmen des Projekts verbringen sie viel Zeit mit den Zeitzeugen um so intensiver auf ihre Fragestellungen, die Geschichte und die Alltagserfahrungen im Nationalsozialismus eingehen zu können. Die Jugendlichen besuchenzudem wichtige Orte bzw. Lebensstationen der Zeitzeugen, um beispielsweise zu erfahren, wo sie ihre Jugend verbracht haben, wo sie untergetaucht sind oder wo sie Zwangsarbeit leisten mussten. Offene Fragen werden bei Nachforschungen mit dem Zentrum für Antisemitismusforschung oder dem Jüdischen Museum geklärt.

Die Jugendlichen werden durch dieses Konzept bei der Entwicklung von Wertvorstellungen unterstützt und es wird ihnen vermittelt, dass Ausgrenzung, Diskriminierung, Rassismus und Antisemitismus in einer demokratischen Gesellschaft keinen Platz haben. Diskussionen zum aktuellen Rechtsextremismus sind im Projekt mit integriert und Teil der Abschlussveranstaltung, um Gespräche zwischen Besuchern und Zeitzeugen anzuregen.




Projektträger:Förderverein Blindes Vertrauen e.V.
Ansprechpartner:Marion Roßner
E-Mail:info@museum-blindenwerkstatt.de
Telefon:030-28599407

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