Präventionsrat der Stadt Wolgast

Seit über sechs Jahren besteht der Präventionsrat der Stadt Wolgast in Mecklenburg-Vorpommern. Die Arbeit richtet sich zwar an alle BürgerInnen der Stadt, das Hauptaugenmerk liegt aber auf der kontinuierlichen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen im Alter von 12-20 Jahren, Spätaussiedlern und ausländischen Mitbürgern, weil besonders Heranwachsende anfällig für rechte Ideologien sind. Dies spiegelt sich auch in der Art der durchgeführten Aktionen wider: Seminare gegen Rechtsextremismus in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung, Informationsveranstaltungen zu rechten Gruppierungen wie der NPD, Kameradschaften usw., Autorenlesungen, Feste gegen Aufmärsche und Einrichtungen Rechtsradikaler und ein breit angelegtes Forum gegen Rechts. Dass die Arbeit nicht ungefährlich ist, zeigen die massiven Drohungen gegen den Bürgermeister Jürgen Karnehl, einem der Initiatoren des Präventionsrates. Darüber hinaus wird gezielt an der Integration ausländischer Mitbürger gearbeitet, unter anderem durch die Einbeziehung in die oben genannten Aktionen. Um die Teilhabe ausländischer Bürger zu erleichtern wurde ein Integrationsrat gegründet, indem sich vorhandene Strukturen, wie Jugendbüro und Jugendhaus, vernetzen und ihre Aktionen koordinieren können. Das Angebot wird ergänzt durch ein breit angelegtes Angebot für alle Bürger zum Beispiel in den Bereichen Sozial- und Erziehungsberatung, ein Feld, das inzwischen in vielen Kommunen von rechten Parteien besetzt wird. Die von vielen Ehrenamtlichen kontinuierliche getragene Arbeit des Präventionsrat in einem schwierigen politischen Umfeld versucht, möglichst viele gesellschaftliche Akteure miteinzubeziehen.



Projektträger:Stadt Wolgast / Der Bürgermeister
Ansprechpartner:Kretschmer
E-Mail:gisela.kretschmer@wolgast.de
Telefon:03836-2510

Informiert bleiben

Facebook
YouTube

Logo BPB
Seit 2011 ist die Geschäftsstelle des BfDT Teil der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb