Lernen und Arbeiten im ehemaligen KZ Sachsenhausen

Seit elf Jahren führt das Schulzentrum des Sekundarbereichs II an der Alwin-Lonke-Straße (Bremen) in Kooperation mit dem Oberstufenzentrum Oberhavel II – Technik (Hennigsdorf) das Projekt „Lernen und Arbeiten im ehemaligen KZ Sachsenhausen“ durch. Junge Auszubildende aus den Bereichen Maler, Tischler, Vermessungstechniker und den Bauberufen verbringen gemeinsam mit ihren Ausbildern eine Woche in Sachsenhausen. Während dieser Zeit restaurieren und sichern sie Gebäude und Anlagen des ehem. KZ Sachsenhausen. Sie leisten damit einen erheblichen Beitrag zum Erhalt der Gedenkstätte, der durch die Träger der Gedenkstätte nicht geleistet werden kann.

Begleitet wird die tägliche Arbeit von einem intensiven inhaltlichen Rahmenprogramm, Zeitzeugengesprächen, Besuch der Ausstellung und der Gedenkstätte. Durch das Schreiben von Berichten und Tagebüchern setzen sich die Schüler auch persönlich mit Verfolgung und Vernichtung von Menschen während der NS-Zeit auseinander. Während der Durchführung des Projektes in 2005 ist ein Film entstanden, der sehr eindrücklich die Gefühle und Gedanken der Teilnehmer schildert. Darüber hinaus kommen Initiatoren und Förderer zu Wort. Das Projekt vereinigt mehrere besonders hervorzuhebende Aspekte: Kooperation Ost-West und verschiedener gesellschaftlicher Akteure (Verbände, Gewerkschaften, Berufsschulen, Betriebe, etc.); Auseinandersetzung Jugendlicher mit dem Thema Holocaust; Für die Gedenkstätte nützliche handwerkliche Arbeiten (Restaurierung und Sicherung von Gebäuden); gute Einbettung in die fachliche Ausbildung; vorbildliche Dokumentation (schriftlicher Bericht und Dokumentarfilm). Alle Schüler leisten entsprechend ihrem Einkommen einen Eigenbeitrag zu der Fahrt. Allerdings haben in den letzten Jahren die Probleme bei der Finanzierung des Projektes zugenommen.




Projektträger:Schulzentrum des Sekundarbereichs II mit ÜAS
Ansprechpartner:Hans-Joachim Gries
E-Mail:601@bildung.bremen.de
Telefon:0421-36116560

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