Damit Geschichte sich nicht wiederholt

Die Gedenkstätte Ahrensbök wurde 2001 eröffnet und soll an das von einem NS-Stadtverwalter „nach eigenem Ermessen“ eingerichtete „Wilde Konzentrationslager“ erinnern, das vor den großen Konzentrationslagern in der Stadt Ahrensbök von Oktober 1933 bis Mai 1934, eingerichtet wurde. Zudem beschäftigt sich eine Daueraustellung in der Gedenkstätte mit dem Todesmarsch von 500 Häftlingen aus Auschwitz-Fürstengrube und Mittelbau-Dora, die auch durch den Ort Ahrensbök kamen und von denen die meisten bei der Katastrophe der Cap-Arcona ums Leben kamen. Der gesamte Todesmarsch wird in der Gedenkstätte nachgezeichnet. Vorrangig die Jugendlichen aus der Region sollen angesprochen werden, um ihnen zu vermitteln, was direkt „vor ihrer Haustür“ im Dritten Reich geschehen ist. Dieses besondere Anliegen des Trägervereins soll durch Führungen mit Schulklassen und die Organisation und Vermittlung von Zeitzeugengesprächen erreicht werden. Aber auch in die Gestaltung der Gedenkstätte selbst werden Jugendliche miteingebunden. Ahrensböker Haupt- und Realschüler sowie Gymnasiasten beteiligen sich mit Sacharbeiten und Recherchen sowie künstlerischen Umsetzungen von Landkarten, Modellen und Wegstrecken an der Gestaltung der Dauerausstellung.Doch nicht nur Jugendliche aus der Region sind aktiv beteiligt, sondern durch das internationale Jugendsommerlager des Vereins kommen jedes Jahr Jugendliche aus europäischen Ländern nach Ahrensbök, die neben ihren Workshops auch handwerkliche Arbeiten auf dem Gelände und an dem Gebäude verrichten. Darüber hinaus befinden sich zwei feste Daten im Terminkalender der Gedenkstätte, an denen jährlich in Zusammenarbeit mit Schulen, Kommunalverwaltung, Kirchen und Bildungseinrichtungen Gedenkveranstaltungen stattfinden – der 27. Januar und der 9. November.



Projektträger:Trägerverein der Gedenkst ätte Ahrensbök/Gruppe 33 e.V.
Ansprechpartner:Monika M. Metzner-Zinßmeister
E-Mail:gedenkstaetteahrensboek@t-online.de
Telefon:04525-493060

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