Gegen das Vergessen - Wege zur Versöhnung - Wunsiedel im 3. Reich.

Jährlich nehmen etwa 3.000 Rechtsextremisten den Todestag des Nationalsozialisten und verurteilten Kriegsverbrecher Rudolf Hess zum Anlass, ein internationales Treffen in Wunsiedel, der Grabstätte von Hess, abzuhalten. Seit 2002 reagieren die Bürger/Innen Wunsiedels auf diese Aufmärsche mit kreativen, demokratischen Gegenveranstaltungen. Jedoch beschränkt sich die Auseinandersetzung mit den aktuellen Treffen von Neonazis sowie die geschichtliche Auseinandersetzung nicht nur auf die unmittelbare Zeit vor und nach den Treffen zum Todestag des Hitler-Stellvertreters, sondern verstetigt sich zu einer kontinuierlichen Geschichtsarbeit.

Die Ausstellung „Gegen das Vergessen“ des Evangelischen Jugendwerkes und dem Stadtarchiv Wunsiedel dokumentiert dies eindrucksvoll. Mit teilweise unveröffentlichten Bildern wird die Stadtgeschichte Wunsiedels im Dritten Reich thematisiert. Neben der Beziehung Rudolf Hess und Wunsiedel wird in dieser Ausstellung aber auch stark auf die Opfer des Nationalsozialismus eingegangen. Begleitende Zeitzeugengespräche und Diskussionsveranstaltungen bieten den Besuchern der Ausstellung die Möglichkeit, aus der Geschichte für die eigene Gegenwart zu lernen. Anhand der in der Fichtelgebirgshalle gezeigten Ausstellung verfestigen sich in Wunsiedel auch die lokalen Netzwerke zwischen den verschiedenen Akteuren und Einrichtungen. Schulen und kirchliche Gruppen bilden neben Einzelpersonen die Besucher der Ausstellung. Der Bürgermeister der Stadt Wunsiedel, Karl-Willi Beck, erklärte anlässlich der Ausstellungseröffnung: Wunsiedel wolle „ Flagge zeigen und sich zu seiner Geschichte bekennen.“




Projektträger:Evangelisches Jugendwerk
Ansprechpartner:Andrea Heußner
E-Mail:a.heussner@gmx.de
Telefon:0931-3050442

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