Arbeitsgemeinschaft "Nie Wieder 1933"

Die AG „Nie wieder 1933" aus Oberursel hat es sich zum Ziel gesetzt, die Erinnerung an die Schrecken der NS-Zeit wach zu halten, um aus der Geschichte für die Gegenwart und Zukunft zu lernen. Daneben stehen aber auch das Engagement gegen Rechtsextremismus sowie die Bemühungen um eine bessere Integration ausländischer Mitbürger im Mittelpunkt.

Beeindruckend ist dabei zum einen, wie viele unterschiedliche Initiativen und Parteien sich der AG angeschlossen haben und zum anderen die Kontinuität der Arbeit: Seit nunmehr 25 Jahren sind die Mitglieder ehrenamtlich tätig. In der Kerngruppe arbeiten zurzeit acht Personen; die AG hat keinen eigenen Etat, ist auf Spenden bzw. Finanzhilfen der Organisationen angewiesen, die sich ihr angeschlossen haben. Unterschiedlichste Aktionsformen wie szenische Lesungen, Informationsveranstaltungen, Zeitzeugengespräche, Konzerte, Ausstellungen usw. bestimmen das Programm und stellen sicher, dass möglichst viele Personen erreicht werden. Ein Fokus der Arbeit der AG liegtauf der Zusammenarbeit mit den örtlichen Schulen.

In den letzten Jahren lag ein weiterer Schwerpunkt des Engagements auf der Erinnerung an ehemalige jüdische Mitbürger der Stadt, die von den Nazis deportiert wurden bzw. ins Exil flüchteten. Die AG legte die Spuren dieser Menschen in Form verschiedener Publikationen und Zeitzeugengespräche wieder offen. Historische Stadtführungen und der Einsatz für ein Denkmal zur Erinnerung an die Opfer der Deportationen unterstreichen den Willen der AG, dauerhaft und sichtbar in ihrer Stadt an das Schicksal dieser Verfolgten zu erinnern. Eine zusätzliche Wertschätzung erfuhr die AG dadurch, dass sie in vielen Vorhaben inzwischen fest mit der Stadt kooperiert und von den entsprechenden Stellen (ideelle) Unterstützung erfährt.

Die Arbeitsgemeinschaft "Nie wieder 1933" beteiligte sich 2007 am Wettbewerb "Aktiv für Demokratie und Toleranz" des Bündnis für Demokratie und Toleranz und wurde mit einem Preis ausgezeichnet.



Projekt:Arbeitsgemeinschaft "Nie Wieder 1933"
Ansprechpartner:Angelika Rieber
Kontaktdaten:06171-3774
angelika.rieber@t-online.de

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