Schulentwicklungsmaßnahmen zur Prävention rechter Gewalt - Projekt: Rechts-freier Raum

Die Berufsschule engagiert sich bereits seit 1988 gegen Rassismus. Auslöser war ein fremdenfeindlich motivierter Brandanschlag eines Schülers der Schule auf ein Wohnhaus in Schwandorf, bei dem 4 Menschen (drei türkische und ein deutscher Mitbürger) ums Leben kamen. Seit 2000 existiert das Projekt „Rechts-freier Raum“, das dem Thema Rechte Gewalt und ihrer Prävention gewidmet ist. Im Rahmen dieses Projekts entstanden viele Aktionen, beispielsweise bis 2002 Ausstellungen zum Thema „Morde aus rechtsextremer Motivation“, „Euthanasie im 3. Reich“, „Rassismus“ etc. Zusätzlich zu ihren eigenen Ausstellungen stellte das Bayerische Seminar für Politik e.V. die Ausstellung „Total rechts“ zur Verfügung. Eine Sozialpädagogin berichtete den Schülern über ihre Arbeit mit straffällig gewordenen, häufig rechtsradikalen, Jugendlichen und die Lehrer bildeten sich durch ein „Antirassismus-Training“ fort.

Theateraufführungen, Lesungen und Bildungsfahrten ergänzten das Programm. In Zusammenarbeit mit dem Kreisjugendamt Schwandorf und der Leitung der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg wurde auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers das handlungsorientierte Präventionsprojekt „Archäologische Erfahrungen“ gestaltet. Eine 10. Klasse führte dabei unter der Anleitung eines Archäologen Ausgrabungen durch und legte Utensilien ehemaliger Häftlinge frei. Rund um das Projekt wurden die Schüler im Unterricht pädagogisch dazu begleitet. In den Jahren 2003 - 2006 gestaltete man gemensam mit Partnerberufsschulen in Italien (LBS Savoy Meran) und Österreich (LBS Hartberg) das vielschichtig konzipierte Schulentwicklungsprojekt "Rechte Gewalt und Ihre Prävention", das mehrfach prämiiert wurde, u.a. vom Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus anlässlich der Initiative "Werte machen stark" (vgl. www.km.bayern.de/km/aufgaben/werteerziehung/ schulbesuche/schwandorf/index.shtml).

Da das Projekt Modellcharakter besitzt, wird der Gesamtkoordinator, Herr Günter Kohl, über Bayern hinaus als Referent zu verschiedensten Veranstaltungen geladen. Die Berufsschule überzeugt durch ihre kontinuierliche, sichbeständig weiterentwickelnde Arbeit.




Projektträger:Staatliches Berufsschulzentrum Oskar-von-Miller
Ansprechpartner:Günter Kohl
E-Mail:kohl@bsz-sad.de
Telefon:09431-7280

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