Projekt gegen Ausländerfeindlichkeit und Gewalt für mehr Toleranz

Die Jugendbegegnungsstätte „Nomansland“in Aken/Elbe empfing erstmals im Sommer 2001 GaststudentInnen unterschiedlichster Herkunft, die für drei Wochen in einem Workcamp der ÖKO-Station Neugattersleben arbeiteten. Es fand ein Volleyball-Freundschaftsspiel mit gemischten Gruppen statt, die Akener Jugendlichen grillten für die Gäste und veranstalteten eine Disco. Im Sommer 2002 wurde diese Begegnung mit anderen ausländischen Jugendlichen wiederholt. Diesmal sollte die Veranstaltung einen offizielleren Anstrich bekommen, um zu zeigen, dass nicht nur in den großen Städten etwas gegen Fremdenfeindlichkeit getan wird.

Die Akener Jugendlichen sollten durch die öffentliche Beachtung zudem eine Würdigung ihres Engagements erfahren. So wurden Gäste aus Politik und Presse eingeladen. Nach dem „offiziellen“ Teil gingen die Jugendlichen gemeinsam rudern, grillten und veranstalteten ein Konzert mit einer Akener Band sowie der Musikgruppe „Voices“, die Botschafter der UNO Flüchtlingshilfe ist. „Voices“ besteht aus Musikern vier verschiedener Kontinente, unter ihnen Musiker mit schwarzer Hautfarbe. Das machte besondere Sicherheitsmaßnahmen notwendig, denn die Region ist eine Schwerpunkt der Rechtsextremen Szene, und die Veranstaltung musste unter Polizeischutz gestellt werden. Die Begegnung wurde ausschließlich durch private Geld- und Sachspenden finanziert, da die Jugendbegegnungsstätte nur über ein geringes Budget verfügt.




Projektträger:Jugendbegegnungsstätte Nomansland
E-Mail:haase.sabine@arcor.de
Telefon:03490-982092

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