Bündnis gegen Rechtsradikalismus im Landkreis Ebersberg - Bunt statt braun!

Im Herbst 2006 trafen sich auf Initiative von Herrn MdB Ewald Schurer Bürgerinnen und Bürger aus den Bereichen Wirtschaft, Kirche, Jugendarbeit und Politik zu einer Diskussionsrunde über das Thema Rechtsradikalismus. In diesem Zeitraum erschien eine Studie mit dem Thema 'Rechtsextreme Einstellungen und ihre Einflussfaktoren in Deutschland', die aufzeigt, dass Faschismus kein Problem einer 'Randgruppe' ist sondern in der Mitte der Gesellschaft existiert. So kristallisierte sich in den danach monatlich stattfindenden Treffen das Bedürfnis heraus, dem Rechtsradikalismus allgemein und vor allem vor Ort, in unserem Landkreis entschlossen entgegenzutreten. Am 15. Oktober 2007 fand dann die Auftaktveranstaltung mit sehr großer Beteiligung der Bevölkerung statt.

Wir möchten versuchen, die Bürgerinnen und Bürger für das Thema zu sensibilisieren, für eine tolerante und freie Gesellschaft einzutreten und somit rechtem Extremismus in unserer Gesellschaft keine Chance zu geben. Durch verschiedene Projekte, wie z.B. Aufkleber, Postkarten, Plakate und thematische Veranstaltungen wollen wir auf uns aufmerksam machen und das Thema BUNT STATT BRAUN in das Bewusstsein der Menschen in unserem Landkreis bringen. Das Bündnis ist für jeden offen und erhofft sich rege Beteiligung aus dem gesellschaftlichen Spektrum. Monatlich finden die Treffen des Bündnisses mit immer mehr Beteiligung statt. Mittlerweile stehen alle Bürgermeister, Kreisräte, Mandatsträger und der Landrat des Landkreises Ebersberg unabhängig von ihrer Parteizugehörigkeit hinter dem Bündnis. Auch viele regionale Unternehmen die ihre Unterstützung für das Bündnis dadurch ausdrücken, dass sie z. B. in ihren Schaufenstern die Aufkleber oder Postkästen des Bündnisses auslegen oder das Bündnis finanziell unterstützen. Präambel des Bündnisses: Das "Bündnis gegen Rechtsradikalismus im Landkreis Ebersberg - BUNT STATT BRAUN" versteht sich als überparteilicher Zusammenschluss um rechtsextremen Gedankengut und Umtrieben im Landkreis Ebersbergentgegen zu treten. Im Bündnis arbeiten Einzelpersonen und Organisationen des gesamten gesellschaftlichen Spektrums, unterschiedlichen Alters und unabhängig ihrer Zugehörigkeit zu politischen Parteien oder Gruppen zusammen.

Als Grundkonsens gilt die Gewissheit, dass das Erstarken der faschistischen Bewegung nur dann aufgehalten werden kann, wenn sich möglichst viele Menschen dagegen engagieren, öffentliche Aufklärung stattfindet und es gelingt, den wachsenden Rassismus, Antisemitismus und Nationalismus gesellschaftlich zurückzudrängen. Die Mitwirkenden des Bündnisses gegen Rechtsradikalismus wollen in einem offenen und toleranten Landkreis leben, in dem es jedem Menschen möglich ist, frei von jeglicher Ausgrenzung, Diskriminierung und Bedrohung zu Hause zu sein. Demokratie braucht Menschen, die sich für diese Ziele einsetzen. Nicht wegschauen, sondern aufstehen, Gesicht zeigen und Farbe bekennen um deutlich zu machen, "unser Landkreis soll bunt bleiben!"

Jede Form von Extremismus, Antisemitismus, Intoleranz und Gewalt haben in unserem Landkreis keinen Platz.




Projekt:Bündnis gegen Rechtsradikalismus im Landkreis Ebersberg - BUNT STATT BRAUN
Ansprechpartner:Julia Wunderer stellvertretende Vorsitzende Kreisjugendring Ebersberg
Kontaktdaten:08092-21038
bunt-ebe@gmx.de
Internet:http://www.bunt-ebe.de/

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