EXIT-Deutschland

Seit Herbst 2000 arbeitet die Initiative EXIT, unterstützt von der STERN - Aktion "Mut gegen rechte Gewalt", bundesweit. EXIT will der extremen Rechten ihr wichtigstes Element entziehen: ihre AktivistInnen. EXIT bietet Aussteigewillligen eine Perspektive jenseits des braunen Dunstkreises. Dahinter steht der Gedanke, dass jede/r die/der aus der rechten Szene gelöst werden kann, ein gesellschaftlicher Gewinn ist. Die rechtsextreme Szene gibt niemanden widerstandslos frei! Deshalb ist es notwendig, die bisherige Lebenswelt zu verlassen und eine neue aufzubauen. Dabei versucht EXIT zu helfen, vermittelt Kontakte und leistet praktische Hilfe, handelt aber auch präventiv, indem es Aufklärungsarbeit leistet. Das Konzept setzt eines voraus: die Herstellung des Erstkontaktes durch die aussteigewillige Person, denn diese Eigeninitiative ist die Grundvoraussetzung für eine erfolgversprechende Arbeit. Im zweiten Schritt analysiert EXIT gründlich die individuelle Situation und erstellt ein Bedürfnisprofil. Wichtig ist unter anderem, wo und wie jemand in die rechtsextreme Szene involviert ist, wie seine persönliche und berufliche Situation aussieht. Von Aussteigewilligen werden Eigeninitiative und Eigenverantwortung erwartet, dies gilt auch im Falle strafrechtlich relevanter Taten.
Die 2007 gegründete "EXIT- Familienhilfe" widmet sich den Problemen der Eltern und Angehörigen von Rechtsextremisten. Sie versteht sich als Teil eines gesamtgesellschaftlichen Ansatzes im Kampf gegen Rechtsextremismus, der sich nicht nur auf die Aussteiger konzentriert, sondern auch auf deren nächstes soziales Umfeld. Denn nicht nur die Aussteiger sind großem Druck ausgesetzt, auch die Angehörigen leiden unter Ohnmacht und Angst - oftmals sogar vor dem eigenen Kind. Ziel der Elterninitiative ist es, über Kommunikation, Selbstreflektion und Wissenserwerb zum Aufbau eines eigenen Hilfesystems zu kommen. Im Idealfall werden die Mitglieder der Elterninitiative in ihrem Umfeld - in ihrem ganz normalen Alltag - all das weitergeben, was sie sich in der Initiative erarbeitet haben. Für die Zukunft könnte dies eine Sensibilisierung, vielleicht sogar Demokratisierung im gesellschaftlichen Umfeld / der Nachbarschaft / der Gemeinde bewirken.



Projekt:EXIT-Deutschland
Ansprechpartner:Bernd Wagner
Kontaktdaten:0177 240 45 92
info@exit-deutschland.de
Internet:http://www.exit-deutschland.de/

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