Göttinger Veranstaltungsreihe „Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus“

Die Göttinger Veranstaltungsreihe „Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus“ hat sich der generationsübergreifenden, historischen, politischen und kulturellen Erinnerungsarbeit verschrieben.

Bereits seit 1997 wird diese Reihe jedes Jahr zwischen dem 9. November und dem 30. Januar vom Göttinger „Bündnis zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus" durchgeführt. Dieses Bündnis organisiert alljährlich eine Vielzahl an Veranstaltungen, die sich an die breite Öffentlichkeit wenden. In der Reihe 2016/17 wurden 30 Veranstaltungen unterschiedlicher Formate durchgeführt.

Die Veranstaltungsreihe wird organisiert von einem breiten Bündnis von mehr als zwanzig gesellschaftlichen Initiativen und Einrichtungen aus der Region Göttingen. Unterstützt wird die Reihe von der Stadt Göttingen.

Die Opfer des Nationalsozialismus dürfen nicht vergessen werden. In den Konzentrationslagern bündelte sich die nationalsozialistische Politik der Verfolgung, Entrechtung, Entwürdigung und systematischen Ermordung von Millionen Menschen. Am 27. Januar 1945 befreite die Rote Armee das Konzentrationslager Auschwitz. Dieser Tag wurde zum Symbol für eine wachsame Erinnerung an die nationalsozialistischen Verbrechen. Seit dem Jahr 1996 ist der 27. Januar in Deutschland offizieller „Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus“.

Gedenken braucht mehr als einen isolierten, staatlichen Gedenktag. Darum betten wir mit unserer Veranstaltungsreihe den Tag der Befreiung von Auschwitz in seinen historisch-politischen Zusammenhang ein. Die Eckdaten 9. November Pogromnacht 1938 und 30. Januar Ernennung Hitlers zum Kanzler 1933 sollen an Schuld und Verantwortung der Deutschen erinnern.

Gedenken braucht einen Standpunkt. Wir müssen feststellen, dass bei der Erinnerung an die Zeit des Nationalsozialismus heute vor allem wieder die deutschen Opfer etwa von Bombenkrieg oder Vertreibungen in den Vordergrund gerückt werden. Wir, die Veranstalterinnen und Veranstalter dieser Reihe, treten solcher und anderer Relativierung entgegen. Wir möchten Zeichen setzen: Gegen Gleichgültigkeit und Vergessen. Gegen die Verharmlosung deutscher Schuld und Verantwortung. Gegen das Fortbestehen rechter Ideologie und rechtsextremer Aktivitäten in Alltag und Gesellschaft.

Erinnerung braucht Wissen. Dafür wird in zahlreichen öffentlichen Veranstaltungen der Opfer gedacht und eine kritische Auseinandersetzung mit der Zeit des Nationalsozialismus geführt.


Projekt:Göttinger Veranstaltungsreihe „Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus“
Ansprechpartner:Agnieszka Zimowska
Kontaktdaten:0551 / 37075583
agnieszka.zimowska@dgb.de
Internet:www.gedenken-an-die-opfer-des-nationalsozialismus.de

Informiert bleiben

Facebook
YouTube

Logo BPB
Seit 2011 ist die Geschäftsstelle des BfDT Teil der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb