Spielzeug-Positivliste

Die Idee:
Eltern Schwarzer Kinder erleben immer wieder folgendes Szenario: der Geburtstag des Kindes steht an, doch das Spielzeugangebot für nicht-weiße Kinder, das positive Identifikationsmöglichkeiten bietet, kann man mit der Lupe suchen. Schwarze Menschen werden auch bei der Spielzeugproduktion oft rassistisch dargestellt oder "in andere Kulturen" verortet. Hersteller gehen davon aus, es gäbe in Deutschland keine Nachfrage nach vorurteilsbewusstem Spielzeug.
Wir wollen mit der Spielzeug-Positivliste Hersteller motivieren, ihr Angebot der Vielfalt in unserer Gesellschaft anzupassen. Und wir wollen Eltern und Pädagog*innen Kriterien an die Hand geben, um Spielzeug besser auswählen zu können.
Das Projekte wurde von Eltern Schwarzer Kinder entwickelt, die sich im Verband binationaler Familien und Partnerschaften, iaf e.V. in der Regionalstelle Hamburg engagieren. Sie wollten den zahlreichen ausgrenzenden und rassistischen Erfahrungen etwas Positives entgegensetzen und entwickelten diese Liste, die laufend aktualisiert wird. Sie steht als Download auf der Internetseite des Verbandes zur Verfügung:
www.verband-binationaler.de/interkulturell-leben/rassistische-diskriminierung/
Wichtiges zur Auswahl:
Das Spielzeug sowohl Figuren als auch Kontexte, haben ihre Verortung in Deutschland und sind als selbstverständlicher Teil der Gesellschaft dargestellt. Das Spielmaterial soll die westliche Lebensrealität widerspiegeln und Charaktere mit unterschiedlichen Merkmalen als selbstverständlich agierend darstellen.
Es wurde bewusst kein Spielzeug ausgewählt, das andere Kulturkontexte repräsentiert, weil darin u.a. die Gefahr der Reduktion auf ein vermeintlich anderes Herkunftsland liegt.
Das Spielmaterial sollte nicht nur negative Stereotypisierung vermeiden, sondern auch Abbildungen vermeintlich typischer Kulturmerkmale wie folkloristische Kleidung etc. Eine vereinfachende oder exotische Darstellung von Menschen ist weit verbreitet und reproduziert Vorurteile und somit verzerrtes Bild von Individuen und ihrer tatsächlichen Lebensweise.
Wir haben gezielt Spielmaterial ausgesucht, das nicht-weißen Menschen die Möglichkeit bietet, sich in positiver Weise mit dargestellten Charakteren zu identifizieren. Die Abbildung von nicht -weißen Figuren in sozial anerkannten Berufen ist hierfür ein Beispiel.


Projekt:Spielzeug-Positivliste
Ansprechpartner:Cornelia Pries, Verband binationaler Familien u. Partnerschaften, iaf e.V. Regionalstelle Hamburg
Kontaktdaten:040-446938
hamburg@verband-binationaler.de
Internet:www.verband-binatioanler.de

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