Europas Dauerkrise – kein Ende in Sicht? Wer soll die Kosten der Staatsschuldenkrise tragen?

Nach gut drei Jahren europäischer Staatsschuldenkrise sinkt in den Schuldnerstaaten die Bereitschaft für harte Anpassungsprogramme, die Anti-Euro Stimmung ist greifbar. Aber auch Geberländer sperren sich gegen weitere Rettungspakete. Um die Aufteilung der Lasten kämpfen Süd gegen Nord, Sparer gegen Steuerzahler, Arm gegen Reich. Wir zeichnen die Chronik der Krise nach, untersuchen die Ursachen und diskutieren, welche Länder und Bevölkerungsgruppen in welchem Umfang von ihr betroffen sind. Folgt daraus wer die Verantwortung tragen muss? Welche Lehren können wir aus bisherigen Rettungsprogrammen ziehen? Welche Wege gibt es aus der Krise: Sollen die Euro-Staaten gemeinsam für ihre Schulden haften? Wie viel Europa wollen wir? Und zu welchem Preis?

>> Programm

1. Tag

Anreise bis 18.00 Uhr

Vier Jahre Europäische Staatsschuldenkrise - wo stehen wir?
Von Bailouts zu Rettungsschirmen und Staatspleiten

2. Tag

Ursachen: Warum sind so viele europäische Staaten überschuldet?
Leben viele Staaten über ihre Verhältnisse? Welche Rolle spielt der Finanzsektor?

Verantwortung: Wer soll die Kosten tragen?
Sollen Gläubiger durch Staatsinsolvenzen die Kosten tragen?
Oder überschuldete Staaten durch Bailouts gerettet werden?
Wie viel kann und soll Schuldnerländern zugemutet werden?

3. Tag

Wege aus der Krise
Sollen die Euro-Staaten gemeinsam für ihre Schulden haften?

Von der Euro- in die Demokratiekrise?
Abschlussdiskussion

Das Seminar endet um 15.00 Uhr.

>> Die Referenten

Marco Meyer ist Doktorand an den Universitäten Cambridge und Groningen, an denen er zur Rolle von Vertrauen im Finanzsektor an der Schnittstelle zwischen Philosophie und Volkswirtschaft promoviert wird. Seine Forschungsschwerpunkte sind angewandte Ethik und politische Philosophie. Mit Till hat Marco ein Seminar zur europäischen Schuldenkrise an der Universität Bayreuth unterrichtet. Kennengelernt hat er ihn im Rahmen gemeinsamen Engagements für eine Entwicklungs-NGO für Südosteuropa.

Till Cordes ist Doktorand an der Berlin Graduate School for Transnational Studies, an der er über die Bewertung von Staatsanleihen durch Ratingagenturen promoviert. Als Carlo-Schmid-Stipendiat hat Till zuletzt ein halbes Jahr beim Internationalen Währungsfonds zur Fiskalunion und Fiskalregeln gearbeitet. Till hat mehrere Kurse zu Politischer Ökonomie und Staatsschuldenkrisen unterrichtet, unter anderem an der Hertie School of Governance und gemeinsam mit Marco an der Universität Bayreuth. Seit 2004 leitet Till auch Seminare beim v.f.h. und ist seit vielen Jahren parteipolitisch und in Entwicklungs-NGOs für Südosteuropa und Uganda aktiv.

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Datum:22.11.2013, 18:00 bis 24.11.2013, 15:00
Veranstaltungsort:Jugendherberge Bonn-Venusberg

Haager Weg 42
53127 Bonn
Internet:http://www.vfh-online.de/eventlist/wochenendakademie-politik/europas-dauerkrise-?Itemid=5
Veranstalter:Jugendherberge Bonn-Venusberg
Kontaktdaten:0228 963 85 51
mail@vfh-online.de
Internet:http://www.vfh-online.de/eventlist/wochenendakademie-politik/europas-dauerkrise-?Itemid=5

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