niA-network in Action

Das „niA-network in Action“ ist ein Projekt Jugendlicher zwischen 15 und 23 Jahren aus ehemaligen sozialistischen Staaten Osteuropas, derzeit aus (Ost-)Deutschland und Litauen, die sich in Eigeninitiative international und auf lokaler Ebene engagieren. Ziel ist es, gegen Diskriminierung und Fremdenfeindlichkeit in den beteiligten Ländern lokal vorzugehen, sowie andere Jugendliche zur Beteiligung vor Ort, zum Einmischen in Demokratie und Gesellschaft sowie zum Einbringen eigener Interessen auf lokaler und regionaler Ebene zu motivieren. Die Teilnehmenden begreifen sich als Bürger/innen Europas, planen europäisch koordiniert und handeln in ihrem lokalen Umfeld. In Rahmen eines im Mai 2008 stattgefundenen Jugendaustauschs zwischen Jugendlichen aus der Region Wittenberg und Litauen wurden durch gruppendynamische und interkulturelle Interaktionsübungen Vorurteile gegenü ber der jeweils anderen Kultur thematisiert, erkannt und abgebaut. Während des Austauschs wurden in einer Zukunftswerkstatt Projekte entwickelt, die gemeinsam geplant und anschließend möglichst zeitgleich lokal durchgeführt werden sollten. Um eine effiziente Weiterarbeit zu ermöglichen, etablierte sich eine intensive Zusammenarbeit über ein Internetforum, sowie andere Formen der Internetkommunikation, wodurch in der Folge die lokalen Erfahrungen ausgetauscht und koordiniert werden konnten. Die Diskussionen innerhalb des Netzwerkes sind auf der Homepage der Öffentlichkeit frei zugänglich, was zum Mitmachen einladen soll und als interkultureller Erfahrungsaustausch und Ideenpool dient. Lokale Aktivitäten fanden bisher in Form unterschiedlicher Formen statt. Ein so genannter „Flashmob“ zur Aktivierung junger Menschen durch das zeitgleiche Verharren auf großen öffentlichen Plätzen, nach dem Motto “Bleib stehen, werde aktiv“, fand gleichzeitig in Wittenberg, Kursenai, Vilnius, Klaipeda und Aschersleben statt. Außerdem wurde fast zeitgleich in Wittenberg und Kursenai eine Informationsveranstaltung gegen Diskriminierung und Rassismus mit Referenten des „Mobilen Beratungsteams gegen Rechtsextremismus Anhalt“, einem Vertreter der Bundespolizei, und dem Bürgermeister Wittenbergs organisiert. Des Weiteren fand im September 2008 ein internationaler Grillabend mit den litauischen Teilnehmern des Netzwerktreffens in Wittenberg statt. Mit Blick auf die Zukunft soll das Netzwerk fortgeführt und ausgeweitet werden. Koordiniert und inhaltlich betreut wurde die Entwicklung des Netzwerkes von der YOUTH BANK Wittenberg, der Evangelischen Akademie Sachsen-Anhalt e.V., dem Center for Creative Expression und dem Siauliai district Youth Center – alles Organisationen mit vielfältiger Erfahrung in der Jugendbeteiligung in demokratischen Prozessen. Eine finanzielle Förderung erhält das Netzwerk als Jugenddemokratieprojekt durch das Programm „Youth in Action“ der deutschen Nationalagentur.



Projektträger:Network in Action/ Evangelische Akademie Sachsen-Anhalt
Ansprechpartner:Robin May
E-Mail:robin@network-in-action.net
Internet:http://www.network-in-action.net/web/

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