Menschenrechte - Universale Normen?

Wir laden Sie herzlich ein zu unserer Wochenendtagung zum Ersten Adventssonntag vom 28. bis 30. November 2008 unter dem Thema

MENSCHENRECHTE – UNIVERSALE NORMEN?
60 Jahre nach der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte.

Am 10. Dezember 1948 haben die Vereinten Nationen ihr ausdrückliches Bekenntnis zu den Grundsätzen der Menschenrechte verkündet. “Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren“, so lautet Artikel 1 der Menschenrechtserklärung. Aber ist diese Deklaration, die 1948 Eingang in das Völkerrecht gefunden hat, auch effektiv geworden?

Die Menschenrechte gehören zu den umstrittensten Problemfeldern der Gegenwart. Die einen halten die Menschenrechtserklärung für harmlos, andere für ein gefährliches Feigenblatt, unter dem manches Regime seine faktischen Menschenrechtsverletzungen kaschiert; wieder andere knüpfen große Hoffnungen an sie, da sie in bestimmten Situationen der letzte Rechtsschutz sind, auf den sich Unterdrückte berufen können. Noch andere bauen darauf, dass die Menschenrechte wenigstens einen moralischen Orientierungsrahmen für staatliches Handeln abgeben können. Wo stehen wir heute bezüglich der Menschenrechte? Was hat ihre Deklaration 1948 bewirkt? Kann es eine Universalität dieser Menschenrechte überhaupt geben, da unser Menschenrechtskatalog unverkennbar von unserer westlichen, nordatlantischen Geschichte und Kultur geprägt ist?

Bei unserer Tagung werden ein Völkerrechtler, ein Theologe und zwei in der praktischen Menschenrechtsarbeit Tätige zu Wort kommen, und wir freuen uns, mit ihnen ausgewiesene Referenten gewonnen zu haben:

Prof. Dr. Konrad Hilpert , Professor für Moraltheologie an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-
Universität München.

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Knut Ipsen , Professor für Völkerrecht an der Ruhr-Universität-Bochum, Präsident des Deutschen Roten Kreuzes bis 2003.

Sr. Leoni Beving , Duisburg, Mitglied der „Hiltruper Missionsschwestern”, Mitarbeiterin von Sr. Dr. Lea Ackermann bei SOLWODI e.V., einem Verein, der weltweit Frauen in Not hilft. In Deutschland ist SOLWODI Anlaufstelle für ausländische Frauen, die durch Sextourismus, Menschenhandel oder Heiratsvermittlung nach Deutschland gekommen sind.

Dr. Dr. h.c. Rupert Neudeck , Gründer und langjähriger Leiter des Hilfskomitees CAP ANAMUR sowie Vorsitzender der GRÜNHELME e.V., Troisdorf, einer unbewaffneten Hilfstruppe von Christen und Muslimen, die in verschiedenen Ländern praktische Aufbauarbeit von Wohnhäusern, Schulen, etc. leisten.

Auszug aus dem Tagungsprogramm:

Freitag, 28. November 2008

Begrüßung und Einführung durch Dorothee M a n n , Die Hegge
anschl.: Prof. Dr. Konrad H i l p e r t , München:
DIE MENSCHENRECHTE ZWISCHEN CHRISTLICHER GENESE UND SÄKULARER GELTUNG
Eine theologische Perspektive

Samstag, 29. November 2008

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Knut I p s e n , Bochum:
MENSCHENRECHTSKONVENTIONEN – GARANT FÜR
INDIVIDUELLEN RECHTSSCHUTZ ODER POLITISCHE
VORSPIEGELUNG VON SCHUTZ ?

Sr. Leoni B e v i n g , SOLWODI – Duisburg:
GEMEINSAM GEGEN FRAUENHANDEL
Prostitution und Frauenhandel im Zeitalter der Globalisierung



Datum:28.11.2008, 18:00 bis 30.11.2008, 15:30
Veranstaltungsort:Die Hegge - Christliches Bildungswerk

Hegge 4
34439 Willebadessen-Niesen
(51.629469, 9.159986)
Internet:http://www.die-hegge.de/
Veranstalter:Die Hegge - Christliches Bildungswerk
Kontaktdaten:05644 - 400 und 700
bildungswerk@die-hegge.de
Internet:http://www.die-hegge.de/

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