Spurensuche

Das Gemeinschaftsprojekt der Volkshochschule Hildesheim und der Hildesheimer Geschichtswerkstatt läuft bereits seit 1997 und hält durch Darstellung der NS-Zeit im lokalen Raum die Erinnerung an diese Phase der Geschichte lebendig und wirkt gleichzeitig präventiv gegen aktuelle rechtsextreme Tendenzen vor Ort.
Die ehrenamtlich in der Geschichtswerkstatt Tätigen
kooperieren in diesem Projekt eng mit einem Historiker von der Volkshochschule und interessierten Teilnehmern entsprechender VHS-Kurse sowie mit Vertretern von Opfergruppen der nationalsozialistischen Diktatur.

Das Projekt „Spurensuche“ basiert auf wissenschaftlich erarbeiteten Fakten bezüglich einzelner Menschen aus der Hildesheimer Region. Über diesen Ansatz gelingt es, Identifikationsmöglichkeiten zu schaffen und so insbesondere auch junge Menschen durch die Rückschau in das lokale Kapitel der NS-Diktatur für Themen mit aktueller politischer Brisanz zu sensibilisieren.

Konkrete Angebote des Projekts „Spurensuche“ sind:

a) Kostenlose Stadtführungen, die zu festen Terminen oder nach Anmeldung stattfinden und zu Spuren des nationalsozialistischen Hildesheims führen, aber auch das Hildesheim vor den schweren Luftangriffen März 1945 thematisieren.

b) Vorträge und Exkursionen zu spezifischen Themenbereichen, die gerade von dem Mitwirkenden des Projekts Spurensuche bearbeitet werden.

c) Die Erarbeitung von einer (Wander-)Ausstellung über italienische Militärinhaftierte in Hildesheim von 1943-1945, die inzwischen auch ins Italienische übersetzt ist und auch dort gezeigt wurde.

d) Neben Aufsätzen und Artikeln sind aus dem Projekt Spurensuche ein Buchprojekt zu italienischen Zwangsarbeitern sowie eine Broschüre zu russischen Zwangsarbeitern in Hildesheim veröffentlicht.

e) In der wissenschaftlichen Recherche werden Archive durchforstet und Gespräche mit Zeitzeugen aus der NS-Zeit geführt. Diese Daten werden systematisch dokumentiert.

f) NS-Opfer, die Hildesheim besuchen, werden nach Hildesheim eingeladen, vom Projekt „Spurensuche“ betreut und auf Wunsch zu den Stätten ihrer Zwangsarbeit geführt.

g) In Kooperation mit einem lokalen Radiosender werden historische Sendereihen konzipiert und durchgeführt.




Projektträger:Volkshochschule Hildesheim gGmbH
Ansprechpartner:Markus Roloff
E-Mail:roloff@vhs-hildesheim.de
Telefon:05121-936165

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