Förderprogramm: Zwangsarbeit und vergessene Opfer – Erinnern an nationalsozialistisches Unrecht

Bewerbungsfrist für die Projektförderung der Stiftung EVZ ist der 13. Oktober 2017

(Foto: www.stiftung-evz.de)(Foto: www.stiftung-evz.de)

Der Stand der Aufarbeitung der NS-Zwangsarbeit ist in Europa nach wie vor sehr unterschiedlich. Es gibt zudem in Deutschland und den vom NS-Regime besetzten Ländern bzw. deren Nachfolgestaaten weitere Opfergruppen von NS-Unrecht, die noch keinen angemessenen Platz in der jeweiligen Erinnerungskultur haben. Diese werden in Deutschland häufig mit dem Begriff „vergessene“ NS-Opfer bezeichnet.

Was wird gefördert?




Mit Hilfe des Förderprogramms sollen Projekte und Konferenzen unterstützt werden, die einen multiperspektivischen Ansatz verfolgen und dadurch zur Entwicklung eines gemeinsamen Geschichtsverständnisses in Europa beitragen:

  1. Internationale Projekte, die sich mit der NS-Zwangsarbeit oder der Geschichte vergessener Opfergruppen auseinandersetzen und dazu beitragen, die Themen dauerhaft in den Erinnerungskulturen in Europa zu verankern.
  2. Internationale Konferenzen, die kontextübergreifend das Thema NS-Zwangsarbeit oder „vergessener NS-Opfergruppen“ behandeln.

Bei Projekten zu vergessenen Opfergruppen werden besonders die Erinnerung an die Opfer der NS-„Euthanasie“, an die Verfolgung der sowjetischen Kriegsgefangenen sowie an die zwangsgermanisierten Kinder berücksichtigt. Lokale Projekte können eine Förderung erhalten, wenn sie einen Pilotcharakter für andere Regionen haben.

Projektbewerbungen können u.a. von Bildungseinrichtungen, Museen, Gedenkstätten, Archiven, zivilgesellschaftlichen Initiativen, gemeinnützigen Organisationen und Geschichtswerkstätten eingereicht werden.

Bewerbungsfrist für die Projektförderung ist der 13. Oktober 2017.
Konferenzzuschüsse können laufend beantragt werden.

Weitere Informationen und das Antragsformular finden Sie auf der Interner LinkHomepage der Stiftung EVZ sowie in der Interner LinkAusschreibung.