28.03.2012

Newsletter März 2012

Bündnis für Demokratie und Toleranz - gegen Extremismus und Gewalt (BfDT)

Der Newsletter des Bündnisses für Demokratie und Toleranz - gegen Extremismus und Gewalt (BfDT)erscheint einmal monatlich und informiert über die Aktivitäten des BfDT und der unter dem Dach des Bündnisses versammelten zivilgesellschaftlichen Gruppen.

Die vollständigen Artikel finden Sie als Druckversion in der Anlage.

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Inhaltsverzeichnis


In eigener Sache
- Abschied vom BfDT: Annika Kahrs

- Josephine Steffen verabschiedet sich vom BfDT

BfDT Aktuelles
- Internetportale sport-mit-courage.de und mach-den-unterschied.de sind jetzt online

- „Engagiert euch! Gewalt ist keine Lösung“ - Dokumentation der Workshops ist online

- Przypominanie/Erinnerungen – ein polnisch-deutsches Projekt zum Holocaustgedenken

- Buchrezension: „Fremd im eigenen Land“

BfDT Vorschau
- „Aktiv für Demokratie und Toleranz“: Preisverleihung in München

- Jugendkongress vom 20. bis zum 24. Mai 2012

- Einladung zur Podiumsdiskussion “Erinnern und Gedenken im Zeitalter des Web 2.0"

BfDT Rückblick
-
Preisverleihungen in Berlin und Ratzeburg: Projekte, die berühren und wachrütteln

- Rück- und Ausblicksveranstaltung des BfDT am 09. und 10. März in Köln

- Podiumsdiskussion über den polnischen Fußball-Alltag am 25. März

BfDT Mitglieder berichten
- Projektbericht "Radio Mambo Jambo - total international!"

- Schul- und Ausbildungspaten im Landkreis Vulkaneifel

BfDT In eigener Sache


Foto: Annika Kahrs verabschiedet sich vom BfDT (Kahrs)Foto: Annika Kahrs verabschiedet sich vom BfDT (Kahrs)
Abschied vom BfDT: Annika Kahrs

Wie schnell die Zeit vergeht, ist mir diesen Monat wieder besonders bewusst geworden. Denn die zwei Jahre meiner Tätigkeit in der Geschäftsstelle des Bündnisses für Demokratie und Toleranz (BfDT) sind nun schon wieder vorbei. Als ich im Frühjahr 2010 begonnen habe, für das BfDT zu arbeiten, habe ich mich insbesondere darauf gefreut, innerhalb meines Berufs Projekte und Initiativen unterstützen zu dürfen, die sich in Deutschland für eine demokratische, tolerante Gesellschaft - gegen Ausgrenzung, Fremdenfeindlichkeit und Gewalt einsetzen, und die Menschen dahinter kennenzulernen. Diese Vorfreude hat sich voll und ganz bestätigt. Die Bandbreite und Vielfalt des zivilgesellschaftlichen Engagements, das sich bis in die hintersten Winkel des Landes erstreckt, hat mich tief beeindruckt. Es hat mich sehr glücklich gemacht, im Rahmen der Projekte des BfDT hoffentlich ein wenig dazu beigetragen zu haben, dieses Engagement zu fördern und sichtbar zu machen. Meine persönlichen Höhepunkte waren dabei u.a. der Jugendkongress 2011, die Gedenk- und Bildungsreise nach Auschwitz zum Internationalen Roma-Gedenktag am 2. August 2011, die vielen, regionalen Preisverleihungen des Wettbewerbs „Aktiv für Demokratie und Toleranz“, die Tagung „Vereine stark machen für Vielfalt im Fußball“ im Berliner Bärensaal und zahlreiche weitere gelungene, kleine und große Veranstaltungen in ganz Deutschland. Den lieben Kolleginnen und Kollegen sowie allen Partnerinnen und Partnern aus der Zivilgesellschaft möchte ich herzlich für die gute Zusammenarbeit in den letzten zwei Jahren danken! Ich wünsche weiterhin alles Gute, viel Glück und Erfolg bei Ihrem wichtigen Engagement.

Sowohl inhaltlich als auch räumlich bin ich jedoch auch in Zukunft nicht fern. Ab dem 15.03.2012 bin ich als Referentin bei der Stiftung der Deutschen Wirtschaft e.V. im Bereich Schülerakademie beschäftigt – nur einen guten Kilometer Luftlinie von der Geschäftsstelle des Bündnisses entfernt. Ich bleibe dem BfDT also verbunden!

In diesem Sinne: auf Wiedersehen und herzliche Grüße,

Annika Kahrs





Bis auf ein Wiedersehen

Josephine Steffen verabschiedet sich vom BfDT


Wer wie ich mehrere Jahre lang ehrenamtlich gearbeitet hat, der kann in einem Satz sagen, warum er das tut. Zuerst steht der Mensch oder die Menschen im Vordergrund, mit denen man etwas auf die Beine stellt oder denen man zur Seite stehen möchte. Aber dann wird einem auch sehr deutlich, dass dieses Engagement viel mit einem selbst zu tun und einem unendlich mehr zurückgibt, als das, was man selbst gibt.

In den zwei Jahren beim Bündnis, die aufgrund einer Befristung enden müssen, begegnete ich Menschen, die mir schlichtweg sehr viel Respekt abverlangten. Sie schaffen es, im Gegensatz zu mir oft, ihre intensive Ehrenamtsarbeit neben Beruf und Familie fortzuführen und viele von ihnen strahlten eine Herzlichkeit aus, die ansteckend war. In unserem Land gibt es vieles, was diskutabel ist und was auch mal schief läuft, aber in Deutschland gibt es eine Zivilgesellschaft, auf die man stolz sein kann! Ich habe mir fest vorgenommen, neben meiner neuen Tätigkeit als Pressesprecherin des Berliner SPD-Landesverbandes wieder mit einem Ehrenamt zu beginnen, denn dieser ganz konkrete und persönliche Austausch mit Menschen, denen man nicht im Berufsleben begegnet, fehlt. Was die ältere Dame, die ich lange begleitete mich lehrte, war, die Füße fest auf dem Boden zu behalten und meine eigenen Sorgen nicht immer so ernst zu nehmen.

Ich werde dem Bündnis weiterhin treu bleiben und möchte an dieser Stelle meinen früheren wie jetzigen Kolleginnen und Kollegen für die engagierte Zusammenarbeit danken. Die Arbeit des BfDT halte ich nach wie vor für sehr wichtig, gerade weil es in die Regionen hinein wirkt und auf unkomplizierte Weise kleine wie große Projekte zivilgesellschaftlicher Zusammenarbeit unterstützt und aktiv begleitet. Ich hoffe sehr, den einen oder anderen, den ich kennenlernen durfte, in anderen Kontexten wiederzutreffen. Ihnen, den zivilgesellschaftlich engagierten Ehren- wie Hauptamtlichen wünsche ich, ebenso wie meine Kollegin Annika Kahrs, weiterhin viel Erfolg, Kraft und vor allem auch Freude an ihrer Arbeit!

Bis auf ein Wiedersehen!

Ihre Josephine Steffen

BfDT Aktuelles


Foto: Vorführung des Internetportals "Mach den Unterschied" (Oleg Stepanov / bpb)Foto: Vorführung des Internetportals "Mach den Unterschied" (Oleg Stepanov / bpb)
Internetportale sport-mit-courage.de und mach-den-unterschied.de sind jetzt online
Was kann, was muss man tun, wenn man beispielsweise ein Hakenkreuzzeichen in der Sportumkleide entdeckt, oder ein bekannter Neonazi dem eigenen Fußballclub beitreten möchte? Viele Sportvereine in Deuschland haben mit Rechtsextremen zu kämpfen oder leiden unter ihrem Einfluss. Dabei ist es gerade für Sportvereine, die mit mehreren Millionen Mitgliedern Deutschlands größte Ehrenamtorganisationen stellen, wichtig, sich zu Toleranz und demokratischen Werten zu bekennen und für diese aktiv zu werden. Seit dem 15. März sind deshalb zwei neue Internetportale online, die Handlungsanleitungen und Impulse gegen Rechtsextremismus vermitteln und zum Nachdenken über das eigene Verhalten anregen.
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Sonderveranstaltung „Engagiert euch! Gewalt ist keine Lösung“ - Dokumentation ist online
Am 3. und 4. Februar kamen über 40 Engagierte aus Deutschland und Österreich in Hamburg zusammen, um auf der Sonderveranstaltung des Bündnisses für Demokratie und Toleranz – gegen Extremismus und Gewalt (BfDT) „Engagiert Euch! Gewalt ist keine Lösung!“ Strategien, Konzepte, Chancen und Herausforderungen im Bereich Gewaltprävention kennenzulernen, sich auszutauschen und sich zu vernetzen.
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Przypominanie/Erinnerungen – ein polnisch-deutsches Projekt zum gemeinsamen Holocaustgedenken
Das Internet vergisst nichts. Mit Zeitzeugenberichten aus dem Zweiten Weltkrieg und Erinnerungen von Häftlingen ehemaliger Konzentrationslager verhält es sich jedoch oft anders – viele dieser schrecklichen Erlebnisse werden nie an die Nachwelt weitergegeben, viele aktive Zeitzeugen sind inzwischen zu alt, um an Führungen durch ehemalige Konzentrationslager teilzunehmen und viele Menschen, die in der damaligen Zeit gelebt und gelitten haben, sind schon verstorben. Um die Verbrechen der Nazizeit trotzdem als Erinnerung und Mahnung aufrecht zu erhalten, haben Jugendliche beider Länder für den deutsch-polnischen Blog „Przypominanie & zapominanie - Erinnern & Vergessen“ begonnen, Zeitzeugen zu interviewen, zu filmen und mit kleinen Videos und Textbeiträgen ihre Erlebnisse für die Nachwelt zu bewahren.
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Cover: Fremd im eigenen Land (Verlag für Regionalgeschichte)
Rezension „Fremd im eigenen Land. Sinti und Roma in Niedersachsen nach dem Holocaust“
Noch in den 60er Jahren zogen Sinti und Roma nur als geigespielende Playmobil-Figuren oder Bildmotive in niedersächsische Wohnzimmer ein. Wohnen mussten sie teilweise in Wagensiedlungen der Vorstädte, isoliert und diskriminiert vom Rest der Gesellschaft. Dass Sinti und Roma auch nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges Vorurteilen und unfairer Behandlung ausgesetzt wurden, zeigte die 2009/2010 vom Historischen Museum Hannover veranstaltete Sonderausstellung „Fremd im eigenen Land. Sinti und Roma in Niedersachsen nach dem Holocaust“.
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BfDT Vorschau


Foto: Aktiv für Demokratie und Toleranz 2011Foto: Aktiv für Demokratie und Toleranz 2011
„Aktiv für Demokratie und Toleranz“: Preisverleihung in München
Nach ersten Preisverleihungen in Berlin und Ratzeburg werden nun am 27. April 2012 weitere Preisträger des Wettbewerbs „Aktiv für Demokratie und Toleranz 2011“ geehrt. Die Preisverleihungen werden in Kooperation mit den jeweiligen Städten organisiert. Die Preisträger erwartet bei diesen Ehrungen nicht nur eine Urkunde, sondern die Verleihungen dienen auch dazu, den Projektinitiatoren öffentliche Anerkennung und Aufmerksamkeit zuteil werden zu lassen.
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Foto: Jungedkongress 2011Foto: Jungedkongress 2011
Jugendkongress vom 20. bis zum 24. Mai 2012
Vom 20. bis zum 24. Mai 2012 ist es wieder einmal soweit: Das Bündnis für Demokratie und Toleranz – gegen Extremismus und Gewalt (BfDT) veranstaltet den jährlich stattfindenden Jugendkongress, um Teilnehmende zwischen 16 und 20 Jahren, die zivilgesellschaftlich aktiv sind, Gelegenheit zum inhaltlichen und persönlichen Austausch zu geben bzw. zu weiterem zivilgesellschaftlichem Engagement zu motivieren. Die Jugendlichen erwartet ein vielfältiges Programm aus Workshops und Diskussionsrunden. Details des diesjährigen Festivals werden wir bald auf unserer Homepage und in unserem Newsletter bekanntgeben.
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Einladung zur Podiumsdiskussion “Erinnern und Gedenken im Zeitalter des Web 2.0"
Wie werden künftige Generationen über die Schrecken eines Weltkrieges denken, von dem sie niemals einen Überlebenden kennengelernt haben? Viele Gedenkstätten ehemaliger Konzentrationslager müssen sich mit diesem Problem auseinandersetzen, da es in den kommenden Jahren immer weniger Zeitzeugen geben wird, die Führungen durch die Gedenkstätten geben und ihre Geschichte jüngeren Generationen erzählen können. Das Maximilian-Kolbe-Werk und das Bündnis für Demokratie und Toleranz – gegen Extremismus und Gewalt (BfDT) haben deswegen internationale Begegnungen organisiert, die unter dem Titel “Erinnern und Gedenken im Zeitalter des Web 2.0" Jungjournalisten und Journalistinnen mit Überlebenden des Holocausts zusammenbringen, um ihre Geschichten für die Nachwelt festzuhalten.
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BfDT Rückblick


Preisverleihungen in Berlin und Ratzeburg: Projekte, die berühren und wachrütteln
Über den Berliner als solchen kursieren die vielfältigsten Einschätzungen. Ganz weit vorne liegt seine „Kodderschnauze mit Herz“. Weniger schroff, aber direkt und vor allem mit viel Herz ging es bei der Preisverleihung im Wappensaal des Roten Rathauses am 05. März 2012 zu. Der Regierende Bürgermeister der Stadt Berlin, Klaus Wowereit, begrüßte die rund 120 Gäste mit einem engagierten Plädoyer für die Bewahrung der Offenheit und Toleranz, die Berlin nicht erst seit dem Zuzug der Hugenotten und Friedrich dem Großen zu eigen ist. Bereits im Jahr 2009 fand sich Klaus Wowereit bereit, der Preisverleihung auch als Laudator beizuwohnen und so ging Dr. Gregor Rosenthal, Leiter des Bündnisses für Demokratie und Toleranz (BfDT), auch auf diesen Umstand ein, als er insbesondere die Preisträgerinnen und Preisträger sowie ihre Gäste im Namen des BfDT begrüßte und die Arbeit des Bündnisses vorstellte.
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Rück- und Ausblicksveranstaltung des BfDT am 09. und 10. März in Köln
Vor zwei Jahren feierte das Bündnis sein 10jähriges Jubiläum. Aus ganz Deutschland kamen ehemalige Preisträger, Botschafter für Demokratie und Toleranz, Partner des BfDT und Repräsentanten aus Politik, Wirtschaft und Sozialverbänden nach Berlin, um am Tag der Verfassung auch diesen Anlass zu feiern. Schon im Vorfeld wurde die Idee geboren, das Jubiläum nicht ohne einen kritischen Rück- und Ausblick auf die Arbeit des Bündnisses verstreichen zu lassen. Insbesondere von jenen, die uns seit vielen Jahren nicht nur unterstützen, sondern im Rahmen von Veranstaltungen und gemeinsamen Kooperationen begleiten, erhofften wir uns einen konstruktiv-kritischen Blick auf die gemeinsame Zusammenarbeit. Aber auch jene bundesweiten Initiativen, Vereine und Zusammenschlüsse, die sich erst seit kurzem sich u.a. unter dem Dach des Bündnisses für Demokratie und Toleranz engagieren, waren für den Ausblick auf zukünftige Aktivitäten des BfDT wertvolle Rat- und Impulsgeber.
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Foto: Podiumsdiskussion mit Dr. Rosenthal (Daniel Gregor)Foto: Podiumsdiskussion mit Dr. Rosenthal (Daniel Gregor)
Podiumsdiskussion über den polnischen Fußball-Alltag am 25. März
Auch wenn der 1. FC Union am Montagabend nicht ganz so glänzen konnte, wie in den drei Spielen zuvor, überzeugte die an Union angeschlossene Initiative „Schöner Eisern ohne Nazis“ - kurz s.e.o.n. - mit gesellschaftspolitischem Engagement. Im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus organisierte die überparteiliche und sich klar gegen Rechtsextremismus positionierende Fan-Initiative eine 3-teilige Veranstaltungsreihe.
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BfDT Mitglieder berichten


Foto: Das Radioteam im Studio (Samson)Foto: Das Radioteam im Studio (Samson)
Projektbericht "Radio Mambo Jambo - total international!"
Seit vier Jahren geben sie jungen Menschen aus aller Welt die Möglichkeit, ihr eigenes Radioprogramm zu gestalten. Mit Musik, Audiobeiträgen und kleinen Filmen setzt sich das internationale Redaktionteam dafür ein, Toleranz und friedliches Zusammenleben der verschiedenen Kulturen in Münster zu verbreiten. Marita Samson leitet dieses Projekt.
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Foto: Patin und Schülerin unterzeichnen eine Patenvereinbarung (Knechtges)Foto: Patin und Schülerin unterzeichnen eine Patenvereinbarung (Knechtges)
Schul- und Ausbildungspaten im Landkreis Vulkaneifel
60 Paten und Patinnen konnte der Caritasverband Westeifel e.V. inzwischen für sein Projekt begeistern. Sie helfen Schülern aus sozial schwachen Familien bei Hausaufgaben, Bewerbungen oder beim Deutschlernen. Einen schöneren Job, als dieses Projekt zu koordinieren, könne sie sich nicht vorstellen, berichtet Eva Knechtges.
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