20.07.2010

Newsletter Januar 2010

Bündnis für Demokratie und Toleranz - gegen Extremismus und Gewalt (BfDT)

Der Newsletter des Bündnisses für Demokratie und Toleranz - gegen Extremismus und Gewalt (BfDT)erscheint einmal monatlich und informiert über die Aktivitäten des BfDT und der unter dem Dach des Bündnisses versammelten zivilgesellschaftlichen Gruppen.

Die vollständigen Artikel finden Sie als Druckversion in der Anlage.

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Inhaltsverzeichnis


BfDT in eigener Sache
- Das Bündnis für Demokratie und Toleranz wird 10!

BfDT Aktuelles

-
Projektstelle gegen Rechtsextremismus feiert dritten Geburtstag am 14. Januar 2010

- Literaturtipp „Wir sind, was wir erinnern“

BfDT Vorschau
- DVD-Portraits der Zeitzeugen Hans Bonkas und Isaak Behar

BfDT Rückblick
-
Ausstellung „Namen statt Nummern“ in der BfDT-Geschäftsstelle

BfDT Mitglieder berichten

- „Jugendzirkus RATZ-FATZ“ Zirkus statt Gewalt

- „Wer nichts tut, macht mit“'

- 1. FC Bonn – Ein Projektbericht



BfDT In eigener Sache


Liebe LeserInnen,
Liebe FreundInnen und Partner des Bündnisses für Demokratie und Toleranz – gegen Extremismus und Gewalt (BfDT),


20 Jahre Mauerfall, 60 Jahre Grundgesetz: 2009 war das Jahr der Jubiläen in Deutschland. Für das Bündnis für Demokratie und Toleranz – gegen Extremismus und Gewalt geht es aber auch 2010 nicht weniger bedeutend weiter. Denn zum Verfassungstag am 23. Mai jährt sich der Geburtstag des Bündnisses zum zehnten Mal! Natürlich möchten wir unserem runden Jubiläum gerecht werden. Deshalb hoffen wir bereits jetzt auf Ihr Interesse und Ihre Beteiligung an den vielfältigen Aktivitäten, die wir uns in diesem für uns so wichtigen Jahr vorgenommen haben. Denn nur mit Ihnen gemeinsam können wir für eine noch aktivere Zivilgesellschaft eintreten.

Die Bundesregierung gründete vor zehn Jahren das Bündnis, um die Selbstinitiative und Zivilcourage in der Bevölkerung zu fördern. Zum ersten Mal in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland erhielt die Zivilgesellschaft die Möglichkeit, sich an einen Ansprechpartner von staatlicher Seite zu wenden, der bundesweit und vernetzend wirkt. Das Bündnis für Demokratie und Toleranz will für Menschen da sein, die gesellschaftliche Problemstellungen in ihrem Umfeld wahrnehmen und sich aktiv für ein besseres Miteinander einsetzen. Als Impulsgeber möchte das BfDT gemeinsam mit unterschiedlichen Partnern Themen und Handlungsfelder identifizieren, die „auf den Nägeln brennen“ und hierzu praxisorientierte Lösungsansätze vorstellen bzw. mit entwickeln.

Nach und nach haben wir seit der Gründung Konzepte und Formate entwickelt, um unsere Unterstützung für die vielen Initiativen, Projekte und Einzelpersonen weiter zu verbessern. Unsere traditionellen Themenbereiche und Betätigungsfelder sind erhalten geblieben und weiterentwickelt worden, vieles neue ist dazu gekommen. Unser Jubiläum 2010 wollen wir zur Bestandsaufnahme nutzen, wir stehen aber auch vor neuen Herausforderungen. Dazu wünschen wir uns möglichst viel Feedback von unseren Partnern – bisherigen wie auch zukünftigen. Denn die Weiterentwicklung des Bündnisses hängt entscheidend von Ihren Erwartungen an uns ab. Wir möchten Sie deshalb einladen, den Kontakt zu uns zu suchen. Um das noch einfacher zu gestalten, werden wir in den nächsten Wochen einen Online-Fragebogen erarbeiten, um unsere Arbeit und die Zusammenarbeit mit Ihnen zu evaluieren. Die Ergebnisse dieser Umfrage werden die Ausrichtung und Planung unserer künftigen Aktivitäten wesentlich mitgestalten.

In diesem Zusammenhang möchte ich Sie auch auf unser Online-Angebot hinweisen. In unserer Datenbank können Sie regional und thematisch nach Ideen und Kooperationspartnern suchen. In einem eigenen Bereich stellen wir regelmäßig „Best-Practice-Projekte“ vor, die modellhaft neuen Vorhaben Pate stehen sollen. Als angemeldeter Benutzer können Sie außerdem in unserem Kalender Ihre Veranstaltungen einem deutschlandweiten Publikum vorstellen. Soweit noch nicht geschehen, registrieren auch Sie sich noch heute!

Wir alle sind gefragt und gefordert, den Staat in dem wir leben wollen mitzugestalten und den zivilgesellschaftlichen Zusammenhalt durch unser Engagement bestmöglich zu unterstützen. Unsere Verfassung und die darin grundgelegten Werte und Prinzipien bieten uns den geeigneten Rahmen für ein demokratisches und tolerantes Miteinander. Der „Kitt“, der diesen Rahmen zusammenhält und im Alltag mit Leben erfüllt, ist das zivilgesellschaftliche Engagement von Einzelnen, Initiativen und Gruppen in den unterschiedlichen Feldern der praktischen Demokratie- und Toleranzförderung. Dieses Ziel möchten wir gemeinsam mit Ihnen umsetzen.

Ein fröhliches und engagiertes Neues Jahr wünscht Ihnen

Dr. Gregor Rosenthal
- Geschäftsführer BfDT -


BfDT Aktuelles


Logo: Projektstelle gegen Rechtsextremismus
Interview mit Leiterin Dr. Simone Richter
Projektstelle gegen Rechtsextremismus feiert dritten Geburtstag am 14. Januar 2010

Die Projektstelle gegen Rechtsextremismus ist eine bayernweit aktive Initiative, die sich für mehr Toleranz, Vielfalt und gegen Rechtsextremismus einsetzt. Am 14. Januar 2010 feiert sie ihr drittes Jubiläum. Unter dem Motto „Bayern ist bunt - nicht braun“ werden Dr. Johannes Friedrich, Landesbischof der Evang.-Luth. Kirche in Bayern, Wunsiedels Erster Bürgermeister Karl-Willi Beck und weitere Vertreter aus Politik, Kirche und Zivilgesellschaft im Evangelischen Bildungs- und Tagungszentrum Bad Alexandersbad (EBZ) bei einem festlichen Empfang zusammenkommen. Auch Dr. Gregor Rosenthal, der Geschäftsführer des Bündnisses für Demokratie und Toleranz, wird anwesend sein. Dr. Simone Richter ist die Leiterin der Projektstelle gegen Rechtsextremismus und berichtet von den Erfolgen der letzten Jahre und wie diese weitergeführt werden sollen.
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"Wir sind, was wir erinnern: Zwei Generationen nach Auschwitz. Stimmen gegen das Vergessen" von Konrad Görg, Hartung-Gorre 2009, 2. Aufl., pb, 110 S., ISBN 978-3866282087 , 9,95 €
Literaturtipp
"Hinter uns liegt eine Vergangenheit, die nicht vergehen will"

„Jede nachfolgende Generation in Deutschland muss ihr Verhältnis zur eigenen leidvollen Geschichte und zur Schuld ihrer Väter neu erarbeiten“, schreibt Konrad Görg in der Einleitung von „Wir sind, was wir erinnern“. Er ist der Herausgeber dieses besonderen Bandes, der persönliches Schicksal, Geschichte und Literatur verbindet. In einer einzigartigen Zitatsammlung zeichnet Görg in weitem Bogen die Geschichte der Judenverfolgung, ihrer geistigen Wegbereiter und ihrer Gegner nach. Durch die Auswahl der Zitate treffen Täter und Opfer, Zeitzeugen und analytische Beobachter verschiedener Zeiten aufeinander und treten in einen Dialog. Der Band macht so die Licht- und Schattenseiten deutscher Kultur lebendig und zeigt, wie groß die Bedeutung von Geschichte für die Gegenwart ist.
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BfDT Vorschau


Foto: Gleis 17 am Bahnhof GrunewaldFoto: Gleis 17 am Bahnhof Grunewald
Botschafter für Demokratie und Toleranz
DVD-Portraits der Zeitzeugen Hans Bonkas und Isaak Behar

Ihr Mut zur Auseinandersetzung und ihre Weigerung, die Vergangenheit ruhen zu lassen, ist beispielhaft: Die Zeitzeugen Isaak Behar und Hans Bonkas arbeiten unermüdlich gegen das Vergessen. Beide haben auf unterschiedliche Weise die Schrecken des 20. Jahrhunderts miterlebt. Beide haben sich gegen das Verdrängen oder die Resignation entschieden und stellen sich in Gesprächen und Veranstaltungen der Vergangenheit. Durch sie erhält Geschichte ein Gesicht, mit dem sich auch die nachgeborenen Generationen identifizieren können. Das Bündnis für Demokratie und Toleranz (BfDT) hat sie dafür 2009 und 2008 als Botschafter für Demokratie und Toleranz ausgezeichnet. In zwei Videoproduktionen stellt das BfDT nun die beiden bemerkenswerten Persönlichkeiten Behar und Bonkas und ihr bewegtes Leben vor.
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BfDT Rückblick


Foto: Exponate der Ausstellung "Namen statt Nummern"
Noch bis zum 31. Januar 2010
Ausstellung „Namen statt Nummern“ in der BfDT-Geschäftsstelle
Bereits die zweite Ausstellung eröffnete am 14. Dezember 2009 in den Räumen der Geschäftsstelle des Bündnisses für Demokratie und Toleranz (BfDT). Am zentralen Standort in der Friedrichstraße in Berlin hofft „Namen statt Nummer“ auch im neuen Jahr auf zahlreiche interessierte Besucher. Noch bis zum 31. Januar 2010 kann die Ausstellung besichtigt werden.
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BfDT Mitglieder berichten


Foto: Kleine Fakire (Jugendzirkus RATZ-FATZ)
„Jugendzirkus RATZ-FATZ“ Zirkus statt Gewalt
Die Welt des Zirkus übt seit Generationen eine magische Anziehungskraft auf Jung und Alt aus. Wie wunderbar, nicht nur als Zuschauer in diese Welt der Akrobaten und Zauberer abtauchen zu können! Die Schüler der Sachsendorfer Oberschule in Cottbus können das. Für sie ist „Zirkus“ in der7. Klasse sogar fast ein Unterrichtsfach. Viele bleiben dabei und beteiligen sich am „Jugendzirkus RATZ-FATZ“ der Schule. Das Projekt wirkt gewaltpräventiv und gibt vor allem Kindern aus sozial schwächeren Familien die Gelegenheitzu einer sinnvollen Freizeitgestaltung. In Potsdam ist das Projekt am 21. April 2009 vom Bündnis für Demokratie und Toleranz dafür ausgezeichnet worden. Anke Rudolph ist Schulsozialarbeiterin an der Sachsendorfer Oberschule und Projektleiterin von „Jugendzirkus RATZ-FATZ“. Sie erzählt von den großen Erfolgen der kleinen Artisten.
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Foto: "Wer nichts tut macht mit"
„Wer nichts tut, macht mit“

Eigenverantwortung übernehmen und die eigene Umwelt aktiv gestalten - das ist das Ziel der Verbandsgemeinde Kirchheimbolanden in Rheinland-Pfalz. Deshalb hat sich die Gemeinde dem Landesprogramm "Wer nichts tut, macht mit" angeschlossen und unterstützt seither seine Einwohner dabei, sich selbst zu helfen. Auch die Zusammenarbeit mit der Poilzei konnte wesentlich verbessert werden. Kirchheimbolanden hat in den letzten zwei Jahren vieles erreicht im Rahmen des Projekts, das vom Bündnis für Demokratie und Toleranz im Wettbewerb "Aktiv für Demokratie und Toleranz am 29. Mai 2009 in Heilbronn für seine Leistungen geehrt wurde. Beate Borbe, Abteilungsleiterin in der Verbandsgemeindeverwaltung Kirchheimbolanden, beschreibt das Projekt von seiner Entstehung bis heute.
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Foto: Bei der Vorbereitung (1. FC Bonn)
1. FC Bonn – Ein Projektbericht
Der FC Bonn wollte von Anfang an anders sein - durch seine Philosophie und dann durch seine Mitglieder. Ohne Vorbehalte gegen soziale oder ethnische Herkunft und ohne auf die Vergangenheit des einzelnen zu schauen. Einzige Aufnahmebedingung: Ein wenig guter Wille und die Bereitschaft, füreinander im Verein da zu sein. In den drei Jahren seines Bestehens hat der 1. FC Bonn viele weitere, auch außersportliche Aktivitäten ins Leben gerufen, wie Kinderbetreuungen und berufliche Unterstützungsangebote. Das hat vielen Menschen neuen Mut gegeben und neue Perspektiven eröffnet. Wie der Verein, der vom Bündnis für Demokratie und Toleranz am 2. Juni 2009 in seiner Heimatstadt geehrt wurde, das geschafft hat, berichtet die Vorsitzende des 1. FC Bonn Rosemarie Wahlen.
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