24.04.2009

Newsletter Januar 2009

Bündnis für Demokratie und Toleranz - gegen Extremismus und Gewalt (BfDT)

Der Newsletter des Bündnisses für Demokratie und Toleranz - gegen Extremismus und Gewalt (BfDT)erscheint einmal monatlich und informiert über die Aktivitäten des BfDT und der unter dem Dach des Bündnisses versammelten zivilgesellschaftlichen Gruppen.

Die vollständigen Artikel finden Sie als Druckversion in der Anlage.

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Machen Sie mit und werden Sie Mitglied beim BfDT!


Inhaltsverzeichnis


BfDT In eigner Sache

BfDT Aktuelles
- Viktor-Klemperer-Wettbewerb 2009 - Anmeldung noch bis zum 31.03. möglich

BfDT Vorschau
- „Vereine stark machen - im Westen" und „Vereine stark machen - im Osten"

BfDT Rückblick
- „Heute das Morgen Bedenken - Die Zukunft der Auseinandersetzung mit dem Antisemitismus" - Rückblick auf die Tagung vom 5.12.2008

BfDT Mitglieder berichten
- Initiative „Offenes Haus - Offenes Herz" Markt Schwaben

- Forumtheater für Bürgerbeteiligung und interkulturellen Dialog

- Projekt „Ehrensache(n) Gegen Gewalt an Mädchen und Frauen im Namen der Ehre" der Landeshauptstadt Düsseldorf

- Verständigung zwischen Ost und West! Junge Aktion der Ackermann-Gemeinde: Aktiv für Demokratie und Toleranz



BfDT In eigner Sache


Foto: Dr. Gregor RosenthalFoto: Dr. Gregor Rosenthal
Liebe Leser/innen,

liebe Freund/innen und Partner des Bündnisses für Demokratie und Toleranz - gegen Extremismus und Gewalt (BfDT),

wir möchten Sie mit unserem Newsletter im neuen Jahr begrüßen!

2009 verspricht schon jetzt ein ereignisreiches Jahr zu werden. Neben den Wahlen zum EU-Parlament, im Bund und mehreren Ländern ist es vor allem auch ein Jahr der Jubiläen und Gedenktage: Zum 20. Mal jährt sich der Fall der Berliner Mauer und unser Grundgesetz wird 60. Vor allem diesen Anlass möchten wir in unserer Arbeit zur Stärkung der praktischen Demokratieförderung aufgreifen. Neben unserem Jugendkongress und dem Festakt zum Tag des Grundgesetzes, der auf Grund der Wahl des Bundespräsidenten am 23. Mai 2009 in diesem Jahr am 24. Mai 2009 stattfinden wird, stellt vor allem der Viktor-Klemperer-Wettbewerb, für den die Anmeldung gerade angelaufen ist, den Geburtstag des Grundgesetzes besonders in den Mittelpunkt. Um noch mehr Jugendlichen die Möglichkeit zur Teilnahme zu bieten, werden wir unser Modell des Jugendkongresses auch einigen Bundesländern als sog. „regionale Verfassungstage" vorstellen. Beteiligt sind zunächst Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Thüringen und Brandenburg. Wir möchten damit auch die Vernetzung zwischen staatlichen Stellen und Zivilgesellschaft auf Länderebene unterstützen.

Bevor wir unsere Jahresplanung für 2009 abschließen, möchten wir Ihnen die Gelegenheit bieten, Ihre Anliegen und Erwartungen an uns zu formulieren und uns mitzuteilen, damit wir diese intensiv in die Planung unserer Aktivitäten und Veranstaltungen in diesem Jahr einbeziehen können. Wir wollen 2009 bewährte Konzepte und die thematische Weiterentwicklung fortführen, aber auch neue zivilgesellschaftliche Partner suchen und insbesondere auch neue Formate unseres Handelns entwickeln.

Hierbei werden uns 2009 zwei neue Kollegen unterstützen. Wir freuen uns, ab dem 1. Februar Kim Hartmann als neue stellvertretende Leiterin der Geschäftsstelle des Bündnisses für Demokratie und Toleranz in Berlin begrüßen zu können. Auch Björn Funk heißen wir herzlich willkommen, der ab Januar die Nachfolge von Nina Lippmann antreten wird. Wir danken Frau Lippmann für ihr Engagement und ihre Unterstützung und wünschen ihr für die Zukunft alles Gute.

Nicht nur personelle Neuerungen erwartet das Bündnis 2009, auch räumlich wird es eine Veränderung geben: Voraussichtlich ab dem 1. März 2009 wird die Geschäftsstelle in der Friedrichstraße 50, 10117 Berlin, zu finden sein. Durch den Umzug an einen der zentralsten Orte Berlins in der unmittelbaren Nähe des „Checkpoint Charlie" werden wir für unsere Partner noch besser erreichbar sein und unsere Funktion als Service- und Ansprechpartner noch effektiver wahrnehmen können. Wir laden Sie herzlich ein, uns vor Ort in Berlin zu besuchen.

Wir freuen uns auf ein erfolgreiches Jahr 2009 mit allen Partnern und Unterstützern!

Dr.Gregor Rosenthal
-Geschäftsführer BfDT-



BfDT Aktuelles


Logo: Victor-Klemperer-Jugendwettbewerb 2009Logo: Victor-Klemperer-Jugendwettbewerb 2009
Mitmischen! 60 Jahre Grundgesetz
Viktor-Klemperer-Wettbewerb 2009 - Anmeldung noch bis zum 31.03. möglich
Das deutsche Grundgesetz wird dieses Jahr 60! Aus diesem Anlass haben das Bündnis für Demokratie und Toleranz (BfDT), die Dresdner Bank und das ZDF den jährlich von ihnen veranstalteten Viktor-Klemperer-Wettbewerb ganz unter das Motto „Mitmischen! 60 Jahre Grundgesetz" gestellt. Alle interessierten Jugendlichen zwischen zwölf und zwanzig Jahren sind eingeladen, sich mit ihrer Kreativ-Arbeit zu den Themen Grundgesetz und Demokratie in Deutschland an dem Wettbewerb zu beteiligen. Einsendeschluss für die fertigen Beiträge ist der 31.01.2009.
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BfDT Vorschau


Foto: "Vereine stark machen im Osten"Foto: "Vereine stark machen im Osten"
„Vereine stark machen - im Westen" und „Vereine stark machen - im Osten"
Die Tagung auf Regionaltour
Nach der Regionaltour im Norden Deutschlands kommt die Tagung „Vereine stark machen - Was tun gegen Diskriminierung und Rassismus im Verein?" nun auch in die westlichen und östlichen Bundesländer. Das Bündnis für Demokratie und Toleranz, die regionalen Fußballverbände und das Projekt „Am Ball bleiben" laden vom 23.-24.1.2009 in das Kongresshotel am Templiner See in Potsdam und vom 30.-31.1.2009 in das Historische Rathaus in Aachen ein. Alle Aktiven, die in ihrem täglichen Umfeld mit Sport und Spiel zu tun haben, können sich anmelden und an der Praktikertagung teilnehmen. In vier Workshops an zwei Tagen können Sie im Austausch mit den anderen Teilnehmern praxisnah Konzepte erstellen, wie mit Diskriminierung und Rassismus im heimischen Fußballverein umgegangen werden kann.
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BfDT Rückblick


Foto: "Heute das Morgen bedenken"; BfDTFoto: "Heute das Morgen bedenken"; BfDT
„Heute das Morgen Bedenken - Die Zukunft der Auseinandersetzung mit dem Antisemitismus"
Rückblick auf die Tagung vom 5.12.2008
Am 5.12.2008 luden das Bündnis für Demokratie und Toleranz und die Friedrich-Ebert-Stiftung zur Tagung „Heute das Morgen Bedenken - Die Zukunft der Auseinandersetzung mit dem Antisemitismus" ein. Teilnehmer aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen kamen zusammen, um gemeinsam über die zukünftige Auseinandersetzung mit dem Antisemitismus zu diskutieren und Handlungsempfehlungen zu erarbeiten. Im ersten Teil der Veranstaltung gaben Impulsvorträge renommierter Experten eine umfangreiche Bestandsaufnahme der derzeitigen Situation in Deutschland. Im Anschluss daran setzten die Anwesenden ihre Arbeit in Ideenwerkstätten fort, aus denen zahlreiche Vorschläge und Forderungen an Politik und Zivilgesellschaft hervorgingen.
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BfDT Mitglieder berichten


Foto: Sommerfest; "Offenes Haus-offenes Herz" Markt SchwabenFoto: "Offenes Haus-offenes Herz"
Initiative „Offenes Haus - Offenes Herz" Markt Schwaben
Von Bettina Ismair
Anstatt zu klagen und sich bei den Schulbehörden zu beschweren, haben sie Unglaubliches geleistet: Als 2000 in Markt Schwaben die Flüchtlingskinderzahl in den Klassen ihrer Kinder immer weiter anstieg, organisierten sich die Eltern der Schüler kurzerhand, um den Migranten zu helfen. Was mit Betreuungsnachmittagen für die Kleinsten begann setzte sich fort über Deutschunterricht und kostenlosen Beratungen für die Eltern, Sommerfesten und Nachhilfeunterricht. Insgesamt waren/sind 60 Familien in Markt Schwaben an dem Projekt beteiligt. Neben der Hilfe und Unterstützung, die sie Aussiedlern und Migranten bieten, steht für sie vor allem eins im Vordergrund: Der interkulturelle Austausch. Kein Wunder, dass bei den regelmäßigen Veranstaltungen, wie zum Beispiel den gemeinsamen Kochabend, viele internationale Freundschaften entstanden sind.
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Foto: Theaterszene "Und Jetzt!?"; "inszene"Foto: Forum Theater
Forumtheater für Bürgerbeteiligung und interkulturellen Dialog
Auf die Bedürfnisse von Migranten wird selten eingegangen, selbst wenn sie geäußert werden. Diese traurige Erfahrung mussten Michaela Teigelmeister und Friderike Wilckens - von Hein bei ihrer Arbeit mit Menschen mit Zuwanderungsvergangenheit leider häufig machen. Doch ließen sie sich davon nicht entmutigen - im Ehrgeiz angespornt riefen sie das Projekt „Forumtheater für Bürgerbeteiligung und interkulturellen Dialog" ins Leben. In mehreren Phasen entwickelt das Projekt Methoden, die Probleme der Migranten zu erkennen und zu formulieren, ihnen Gehör zu verschaffen und schließlich gemeinsam, auch mit den Einheimischen, in einer interaktiven Theatervorstellung nach Lösungen zu suchen. Um ihre Arbeit zu würdigen, wurden Michaela Teigelmeister (Diakonisches Werk des Evangelischen Kirchenkreises An Sieg und Rhein) und Friderike Wilckens- von Hein (Forumtheater „ inszene") am 28.11.2008 im Rathaus der Stadt Köln durch das Bündnis für Demokratie und Toleranz mit dem Aktiv-Preis ausgezeichnet.
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Projekt „Ehrensache(n) Gegen Gewalt an Mädchen und Frauen im Namen der Ehre" der Landeshauptstadt Düsseldorf
Von Dorothea Radler
Wer glaubt, dass es sich bei Ehrenmorden um Einzelfälle handelt, der täuscht. Nach Angaben der Frauenrechtsorganisation Terre des Femmes mussten in Deutschland in den vergangenen 10 Jahren mehr als 40 Frauen sterben, weil sie aus Sicht der Familie traditionelle Normen und Regeln verletzt hatten. Das Projekt „Ehrensache(n) Gegen Gewalt an Mädchen und Frauen im Namen der Ehre" der Landeshauptstadt Düsseldorf hat es sich zur Aufgabe gemacht, über das Thema aufzuklären und so Gewalt „im Namen der Ehre" vorzubeugen. In der Öffentlichkeit stößt das Projekt auf großes Interesse und viele Kooperationspartner und Unterstützer konnten gewonnen werde. Dabei ist es dem Projekt der offene Dialog besonders wichtig: Es sollen keine falschen Ängste geschürt werden, denn zu Integration gehört auch Akzeptanz von Werten und Normen der Geschlechterparität.
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Foto: "Lieder kennen keine Grenzen"; Junge AktionFoto: Junge Aktion
Verständigung zwischen Ost und West! Junge Aktion der Ackermann-Gemeinde: Aktiv für Demokratie und Toleranz
Die Junge Aktion der Ackermann-Gemeinde ist eine Gemeinschaft von Kindern und Jugendlichen zwischen 10 und 26 Jahren. Sie haben trotz ihres jungen Alters schon klare Ziele und Werte. Sie möchten die Welt verbessern und wollen durch ihre Aktivitäten einen Beitrag zu einem "Europa der Menschen" leisten. Dabei haben sie großen Erfolg: Bereits seit 1998 veranstalten sie jedes Jahr die Kinder- und Jugendbegegnung Plasto Fantasto für Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Alter von 7 bis 15 Jahren aus Deutschland, Tschechien und der Slowakei. Dafür wurde die Initiative vom Bündnis für Demokratie und Toleranz als vorbildliches Projekt am 28.07.2008 in München ausgezeichnet. Denn neben Sport, Spiel und Spaß beschäftigen sich die Kinder und Jugendlichen auch jedes Mal mit inhaltlichen Themen wie Menschenrechten und Demokratie. Sandra Steinert, die Bundesgeschäftsführerin der Jungen Aktion, berichtet.
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