Abendveranstaltung: Haben wir ein Journalismusproblem? – Das Bild von Sinti und Roma in den Medien

In einer gemeinsamen Abendveranstaltung des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma und der "Neuen deutschen Medienmacher*innen" diskutieren Expert/-innen, darunter Romani Rose (Vorsitzender des Zentralrats), Ferda Ataman (NdM-Vorsitzende, Journalistin), der Sprachwissenschaftler Anatol Stefanowitsch und Andrea Wierich (Amaro Foro) am 23. Januar 2020 die immer wieder auftauchenden antiziganistischen Vorurteile in der deutschen Berichterstattung. Moderiert wird die Diskussion von Mohamed Amjahid, Journalist und Autor des Buches „Unter Weißen“.

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Die Ablehnung von Sinti/-ze und Rom/-nja ist weiterhin gesellschaftliche Realität und wird durch eine antiziganistische mediale Berichterstattung weiter verstärkt: So stellte eine Studie bereits 2016 fest, dass die deutschen Medien regelmäßig Vorurteile gegen Sinti/-ze und Rom/-nja verbreiten und reproduzieren. Nach wie vor sind sie mit reißerischer, latent bis offen rassistischer und herabwürdigender Berichterstattung konfrontiert. Ob Print, Online, Funk oder Fernsehen – die andauernde Wiederholung antiziganistischer Vorurteile in der medialen Darstellung beeinflusst den Ton in der gesellschaftlichen wie auch politischen Debatte immens und jahrhundertealte Klischees etablieren sich zum „normalen“ Bild über Sinti/-ze und Rom/-nja.

Gemeinsam nehmen die Expert/-innen eine Bestandsaufnahme vor, diskutieren aktuelle Beispiele aus der Berichterstattung und stellen Forderungen: Nach mehr Differenzierung, mehr Sensibilität – und einem lange überfälligen Verzicht auf tradierte Stereotype und Rassismen.
Anschließend wird es einen kleinen Empfang mit Getränken und Snacks geben.

Um Anmeldung wird Interner Linkhier gebeten.


Datum:23.01.2020, 19:00 bis 23.01.2020, 20:30
Veranstaltungsort:ALEX TV

Rudolfstr. 1-8
10245 Berlin