Gemeinsam gewollte Gesamtkonzeption – Rechtsradikale Realitäten in Deutschland

Acht Jahre nach der Selbstenttarnung des so genannten "Nationalsozialistischen Untergrunds" (NSU) hat sich in der Bundesrepublik vieles verändert – allerdings nicht dahingehend, dass die mörderische Gefahr, die von der extremen Rechten des Landes ausgeht, in allen gesellschaftlichen und politischen Kreisen ernst genommen würde.

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Der Rechtsextremismus ist eine Konstante in der Geschichte der Bundesrepublik. Deshalb widmet sich die Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg der Kinemathek Karlsruhe unter dem Titel "Gemeinsam gewollte Gesamtkonzeption" in einem großen Kino-, Ausstellungs- und Diskursprogramm der Geschichte und Gegenwart der rechtsradikalen Gewalt in Deutschland.

Der Titel zitiert die Urteilsbegründung gegen Beate Zschäpe im NSU Prozess. Die Richter stellten fest, die Angeklagte habe sich "willentlich dieser gemeinsam gewollten Gesamtkonzeption" unterworfen, und so die Morde und terroristischen Aktivitäten des NSU ermöglicht. Umgekehrt eröffnet er auch die Option für eine positive Wendung: Durch einen kollektiven, zielgerichteten und bewussten Prozess ist eine demokratische, offene und tolerante Gesellschaft als gemeinsam gewollte Gesamtkonzeption aller Demokrat/-innen zu verteidigen.

Weitere Veranstaltungen finden im Rahmen einer Veranstaltungsreihe bis zum 9. Februar 2020 statt.

Zudem sind Interner Linkhier weitere Informationen zu finden.


Datum:22.11.2019, 19:00
Veranstaltungsort:Kinemathek Karlsruhe

Kaiserpassage 6
76133 Karlsruhe