Diversitätsorientierte Jugendarbeit

Fortbildung für Fachkräfte der Kinder- und Jugendarbeit in Thüringen



Eine Kooperation mit dem Referat Jugendpolitik des Thüringer Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport

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Wir leben in einer vielfältigen Gesellschaft, die eine Bandbreite an Religionen, Weltanschauungen, Sprachen und Identitäten, Milieus und soziokulturellen Hintergründen mit sich bringt. Dabei stellt Diversität weiterhin eine der größten Herausforderungen für Professionelle in pädagogischen Berufen sowie in der Jugend- und Sozialarbeit dar. Zentraler Schwerpunkte einer diversitätsorientierten Kinder- und Jugendarbeit ist die Etablierung eines diversitätsorientierten, diskriminierungssensiblen und vor allem bestärkenden Lern- und Lebensumfeldes für alle Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen unabhängig von ihrer Religion, Herkunft, ökonomischen Ressourcen, ihren körperlichen Fähigkeiten, ihrer Geschlechtsidentität oder sexuellen Orientierung.

Das Training setzt auf die Entwicklung praxisrelevanter Kompetenzen im Umgang mit gesellschaftlicher Diversität und den daraus resultierenden Konfliktlinien. Sie bietet die Möglichkeit zur intensiven Beschäftigung sowie praktischen Umsetzung von Antidiskriminierungsstrategien.

Trainingsstruktur und Zertifikat




Die Fortbildung besteht aus 5 zweitägigen Modulen und beinhaltet Coaching- und Supervisionsanteile. Nach Abschluss der 5-moduligen Reihe wird ein Zertifikat vergeben. Eine weiterführende Begleitung und inhaltliche Vertiefung ist möglich.


Modulinhalte




Folgende Module sind im DIVERSITY Training enthalten:
  1. Modul: Dimensionen von Diversität und Vielfalt
  2. Modul: Differenzerfahrungen und Verständnis von Diskriminierung
  3. Modul: Ungleichwertigkeitsideologien am Bsp. des aktuellen Antisemitismus
  4. Modul: Migration, Flucht & Asyl
  5. Modul: Leitfaden für diversitätsorientierte Jugendarbeit

Die inhaltliche Schwerpunktsetzung der einzelnen Module ist bedarfsorientiert und gruppenbezogen. Der thematische Fokus bleibt erhalten, aber die Seminarleitung hält sich und den Teilnehmenden die Möglichkeit offen, dringenden Praxisfragen und Anliegen zu folgen und sie ins Curriculum zu integrieren.

Die Module:
  • leiten individuelle Reflexions- und Deutungsprozesse an,
  • bieten Raum für Austausch sowie Praxisanalyse,
  • geben Einblicke in den aktuellen Stand der Forschung und Praxis zu Antidiskriminierung sowie vorurteilsbewusster Bildung und Erziehung
  • befähigen zum kritischen Umgang mit Macht und Ungleichwertigkeitsstrukturen, im Besonderen zum Erkennen aktueller Formen von Rassismus und Antisemitismus
  • begleiten bei der Entwicklung von tragfähigen Handlungskonzepten und Antidiskriminierungsstrategien für die pädagogische und sozialarbeiterische Praxis.


Formate und Angebote




Da das Training als Seminarreihe konzipiert ist und die Module aufeinander aufbauen, ist eine durchgängige Teilnahme erwünscht. Im Anschluss an das 5 modulige Training sind weitere Formate denkbar: Vertiefungsmodule zum Übertrag in die pädagogische Praxis; Praxisbegleitung bei institutionellen Öffnungsprozessen und themenbezogene Supervision.


Kosten und Veranstaltungsort




Es entstehen keine Kosten für die Seminarreihe selbst, da diese durch die unten genannten Programme finanziert ist. Lediglich individuelle Unterbringungs- und Verpflegungskosten fallen an. Die Seminare werden voraussichtlich in Erfurt stattfinden.


Veranstalter




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Das Projekt „Perspektivwechsel Plus“ arbeitet in der politischen Jugend- und Erwachsenenbildung sowie Antidiskriminierungsarbeit. Es wird von der ZWST e.V. getragen und seit 2007 in Thüringen umgesetzt. Gefördert wird das Projekt durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ sowie „DenkBunt – Das Thüringer Landesprogramm für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit“.


Ansatz und Methoden




Das Training basiert auf zwei einschlägigen (bildungspolitischen und emanzipatorischen) Ansätzen. Der projekteigene Dialogische Reflexionsansatz (DiRA; Chernivsky, 2012) dient der methodisch-didaktischen Umsetzung der Trainingsziele. Der Anti-Bias-Ansatz stellt hierfür die inhaltliche Grundlage. Seine macht- und diskriminierungskritische Ausrichtung macht ihn zu einem innovativen und wirkungsvollen Analyse- und Handlungskonzept, das alle Diskriminierungsformen in den Blick nimmt. Die Methoden des Ansatzes sind erfahrungsorientiert und können Bewusstwerdungs- und Veränderungsprozesse initiierten, die den Abbau von Diskriminierung unterstützen.
Die Arbeit im Seminarraum ist erfahrungsbasiert und praxisbezogen. Gruppendynamische Interaktionsformen haben einen hohen Stellenwert und beinhalten zum Teil Elemente der Beratung und Supervision entlang der Fragen und Anliegen der Teilnehmenden. Im Training kommen u.a. folgende Methoden zum Einsatz: Gruppenarbeit, Aufstellungen, Rollenspiele, Thesendiskussionen, kollegiale Fallberatung, Medienanalyse.


Hier geht es zu Interner Linkweiteren Informationen.


Datum:26.11.2019, Anmeldeschluss: 15.08.2019, 00:00
28.01.2020
17.03.2020
12.05.2020
30.06.2020