Beim Kölner Come-Together-Cup (CTC) treten aktuell auf 12 Rasenplätzen in zwei parallelen Fußballturnieren die unterschiedlichsten Gesellschaftsgruppen in über 150 Turnierspielen gegeneinander an. Hier spielen 30 Männermannschaften auf 6 Großfeldern und 30 Frauenteams auf 6 Kleinfeldern gegeneinander um die beiden großen Titeltrophäen.
Hier kicken aktiv als Fußballteams mit: Verschiedenste Minderheiten, öffentliche Institutionen, Kultureinrichtungen, typische regionale Teams und diverse Medienunternehmen. Die Vielfalt der Teilnehmer zeigt auch ein kurzer Blick auf einige Titelträger beim Männerturnier: Turniersieger 2010 waren beispielsweise die Foreigner Boys (6 Nationalitäten – ein Team!), 2011 gewann die Polizeiauswahl Köln, der Turniersieger 2006 war das schwule Cream-Team-Cologne. Beim CTC sollen also bestenfalls Menschen direkt aufeinander treffen, die sonst oft nur übereinander, statt miteinander reden! Einiges an gegenseitigen, oft ziemlich eindimensionalen Klischees konnte durch dieses verbindende Fußballfest bereits zum Positiven hin verändert werden.
Diese integrative Atmosphäre entsteht aber nicht allein durch das Geschehen auf dem grünen Rasen, sondern auch durch das bunte Rahmenprogramm zum Turnier, u.a. mit großem Open Air - Biergarten, Promi-Spaßkick, dem abendlichem Bühnenprogramm und der anschließender SunsetParty. Dadurch werden zusätzlich auch viele Menschen erreicht, die mit Fußball sonst nicht so viel am Hut haben.
In Köln im Jahre 1995 als einmalige Benefiz-Veranstaltung geplant, wurde aus einer anfangs ziemlich kritisch beäugten, exotischen Veranstaltungsidee, das inzwischen ertragreichste und bestbesuchte, ehrenamtlich organisierte Fußballfest für Freizeitkicker in Deutschland. Allein zum 17. Come-Together-Cup 2011 kamen über 20.000 Besucher.
Der CTC ist eine umfassend integrative Veranstaltung, die in jede fußballbegeisterte Großstadt oder Region passt! Der Kampf gegen Homophobie und Diskriminierung im Fußball ist und bleibt dabei das vorrangige gesellschaftliche Ziel. Überall gibt es gesellschaftliche Gruppen die Probleme im täglichen Umgang miteinander haben, sie alle sind potentielle Teilnehmer dieses Fußballturniers, soweit sie keine Extrempositionen vertreten!
Hier ist ein gut umsetzbares Turnierkonzept, das viel Freude bereiten kann und das sich bereits jahrelang in Köln, Essen und Berlin bewährt hat. Natürlich muss es immer auf die jeweilige Stadt und Region angepasst werden und beim ersten Mal wird man auch keine tausende Besucher haben, aber die Rahmenbedingungen für einen nachhaltigen Erfolg sind in Deutschland in fast in jeder Großstadt vorhanden.
Bisher fehlte es -neben der Zeit sich um das „Roll out“ intensiver zu kümmern- vor allem an Kooperationspartnern (bevorzugt werden gemeinnützige, integrative Vereine!) mit einer größeren und vor allem auch nachhaltigen Basis an ehrenamtlichen Freiwilligen (min. 10-15 Helfer, gerne mit etwas Fußballbegeisterung und Spaß am Organisieren).
Der schwule CTC-Gründer & -Organisator Andreas Stiene (ehemaliger Bezirks- und Landesligaspieler und Ex-Kriminalkommissar):
„Die ehrenvolle Auszeichnung des CTC-Konzeptes ist auch gleichzeitig eine wunderbare Anerkennung des unermüdlichen, ehrenamtlichen Engagementes von vielen hundert freiwillig tätigen Menschen, bei den insgesamt bisher fünfundzwanzig Come-Together-Cup – Veranstaltungen: Davon allein siebzehn mal in Köln seit 1995, drei mal in Essen von 2006 bis 2008 und fünf mal in Berlin, dort im Jahre 2005, sowie von 2007 bis 2010.“
Das CTC-Orga-Team Köln möchte sich im Namen unserer über 140 ehrenamtlichen Helfer_innen, sowie des Veranstalters SOZIALWERK für Lesben & Schwule e.V. und der benefizbegünstigten Communityinstitutionen Beratungszentrum RUBICON & Jugendzentrum anyway ganz herzlich für diese sehr ehrenvolle Auszeichnung beim Bündnis für Demokratie und Toleranz bedanken.
Der Come-Together-Cup auf: