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BfDT Bündnis für Demokratie und Toleranz - „Fußball bringt Menschen zusammen“ - News

„Fußball bringt Menschen zusammen“

Deutsch-Israelischer Fan-Austausch des Fan-Projekts Bremen zu Besuch in Berlin


Besichtigung des Holocaust-Mahnmals

Besichtigung des Holocaust-Mahnmals

 
Das Osttor des Berliner Olympiastadions

Das Osttor des Berliner Olympiastadions

 
Matthias Röhm erläutert die Geschichte des Stadions

Matthias Röhm erläutert die Geschichte des Stadions

 
 
Der Austausch von Fan-Schals

Der Austausch von Fan-Schals

 
Die Kapelle im Berliner Olympiastadion

Die Kapelle im Berliner Olympiastadion

 
Israelische, Bremer und Berliner Fußball-Fans beim Gruppenfoto

Israelische, Bremer und Berliner Fußball-Fans beim Gruppenfoto

 
 

Am Donnerstag, den 21. Oktober, reisten 22 junge Fußball-Fans aus Bremen und Israel mit ihren Betreuern auf Einladung des Bündnisses für Demokratie und Toleranz (BfDT) nach Berlin. Der Fan-Austausch wurde vom Fan-Projekt Bremen organisiert. In Berlin besichtigte die Gruppe das Holocaust-Mahnmal und das Berliner Olympiastadion. Die historische Führung wurde von Matthias Röhm vom Amt für kirchliche Dienste durchgeführt und von Mitgliedern des Vereins „Roter Stern Nordost Berlin" begleitet.

Im Vordergrund des Austauschprogramms des Fan-Projekts Bremen steht der Informationsaustausch zwischen den Teilnehmern. Die Fans von Werder Bremen, Maccabi und Hapoel diskutieren über Fußballkultur, Fanpolitik und die Unterschiede zwischen den Fanszenen. Ziel ist der Abbau von Antisemitismus und Vorurteilen gegenüber Israelis.

Die jungen Erwachsenen zwischen 18 und 25 Jahren hatten bereits ein volles Programm absolviert, als sie am Donnerstagvormittag, dem vorletzten Tag des Austausches, in Berlin eintrafen. In der vorangegangen Woche waren u.a. Gespräche mit der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, der Jüdischen Gemeinde in Bremen, Politikern und Sportbeauftragten geführt, die Gedenkstätte Bergen-Belsen besichtigt und verschiedene Workshops zu Rechtsextremismus, Antisemitismus, Antidiskriminierungsarbeit im Fußball und der Geschichte der Bundesrepublik besucht worden. Auch der Fußball selbst kam nicht zu kurz, denn Werder Bremen wartete in der Woche des Austauschs mit zwei Spielen gegen den FC Freiburg und den FC Enschede in der Champions League auf. Gefördert wurde das Austauschprogramm von der Stiftung Deutsch-Israelisches Zukunftsforum.

In Berlin wurde zunächst das Holocaust-Mahnmal am Potsdamer Platz besichtigt, dessen historische Lage und Konzept die Gruppe beeindruckte. Insbesondere die Tatsache, dass das Gelände rund um die Uhr frei zugänglich ist und die bloßen abstrakten Stelen keine konkrete Interpretation vorgeben, sondern für die individuelle Wahrnehmung offen bleiben, wurde von den jungen Erwachsenen aufmerksam zur Kenntnis genommen. Die Auseinandersetzung mit der deutschen Geschichte und der deutschen Gedenkkultur sieht Thomas Hafke, Organisator des Austauschs und Leiter des Fan-Projekts Bremen, als einen besonders wichtigen Bestandteil des Austauschprogramms an. „Berlin als deutsche Hauptstadt und mit seiner intensiven Geschichte nimmt hierbei natürlich einen wichtigen Stellenwert ein, so dass wir sehr froh über die Einladung des BfDT nach Berlin sind."

Zum Hintergrund der Arbeit des Fan-Projekts Bremen und der Idee zum Deutsch-Israelischen Fan-Austauschs erläuterte Hafke: „Über die Begeisterung für Fußball finden die Fans auf Anhieb eine gemeinsame Basis. Fußball bringt Menschen zusammen und dieses Potential muss man nutzen." Dies wurde auch am Berliner Olympiastadion deutlich, als die Gruppe aus Israelis und Bremern auf die Mitglieder des Vereins „Roter Stern Nordost Berlin" aus Pankow-Weißensee traf. Der Berliner Verein ist selbst interessiert, ein eigenes Austauschprojekt mit Israelis durchzuführen und bekam von den Bremern Tipps zur Organisation. Schnell wurden Kontakte geknüpft und Fan-Schals ausgetauscht. Die historische Führung von Matthias Röhm, an der auch eine Mitarbeiterin der Stiftung Deutsch-Israelisches Zukunftsforum teilnahm, hinterließ bei allen einen nachhaltigen Eindruck. Die Architektur und Konzeption des von den Nationalsozialisten anlässlich der Olympischen Spiele 1936 entworfenen Stadiongeländes veranschaulichte deutlich, dass Sport auch der Verführung der Massen dienen kann. Umso wichtiger war den jungen Fans die kritische Auseinandersetzung mit dem eigenen Verein sowie dem Umgang der Fans und Spieler untereinander, die sie auch im Rahmen des Austauschprogramms pflegten. Zum Abschluss der Führung versammelte sich die Gruppe in der zur WM 2006 neu errichteten Kapelle in den Katakomben des Olympiastadions. Die intensive Atmosphäre in dem ovalen Raum, dessen Wände mit in Blattgold eingefassten Bibelversen in verschiedenen Sprachen verziert sind, veranlasste die Gruppe aus jüdischen, muslimischen, christlichen und atheistischen Teilnehmern zu einem abschließenden Gespräch über interreligiösen und interkulturellen Austausch, ihre Eindrücke des Tages und die verbindende Wirkung des Fußballs.

Abends fuhr die Gruppe zurück nach Bremen, bevor die Israelis am darauf folgenden Tag die Heimreise antraten. 2011 werden die Bremer nach Israel reisen, um das Land und die dortige Fußballkultur vor Ort kennenzulernen.

   

 

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