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BfDT Bündnis für Demokratie und Toleranz - Zeitzeugenprojekte des Maximilian-Kolbe-Werks e.V. - Projekte A-Z

Zeitzeugenprojekte des Maximilian-Kolbe-Werks e.V.

Projekt Zeitzeugenprojekte des Maximilian-Kolbe-Werks e.V.
Adresse: Karlstraße 40
79104 Freiburg
Ansprechpartner: Geschäftsführer: Wolfgang Gerstner
Telefon: 0761-200-348
Telefax: 0761-200-596
Projektträger Maximilian-Kolbe-Werk e.V.

Das Maximilian-Kolbe-Werk ist ein Hilfswerk für die Überlebenden der Konzentrationslager und Ghettos. Es hilft den ehemaligen Häftlingen in Polen und anderen Ländern Mittel- und Osteuropas unabhängig von ihrer Religion, Konfession oder Weltanschauung und will somit zur Verständigung und Versöhnung beitragen. Fester Bestandteil der Arbeit des MKW ist seit vielen Jahren die Zeitzeugenarbeit mit Überlebenden des nationalsozialistischen Terrors.

Seit 2006 findet alljährlich ein Zeitzeugenprojekt in Kooperation zwischen dem MKW und dem Sächsischen Staatsministerium für Kultus statt, für welches ein Dutzend sog. Programmschulen ausgewählt wurde. Sie liegen überwiegend in Regionen Sachsens, in denen rechtsextreme Strömungen spürbar sind. Im September 2009 waren die Ehrenamtlichen des MKW mit sechs Zeitzeugen in 14 Schulen in Sachsen und erreichten in 38 Klassen rund 1.000 Schüler der Jahrgangsstufen 8 bis 12. Sämtliche Schulen erhielten im Vorfeld eine Kurzinformation über die Zeitzeugen, die sich für die Begegnung zur Verfügung stellen. Jeder Zeitzeuge wurde von einem ehrenamtlichen Mitarbeiter des MKW begleitet. Für die eigentliche Begegnung mit den Schülerinnen und Schülern standen jeweils zwei bis drei Unterrichtsstunden zur Verfügung. Nach einem ausführlichen Bericht des Zeitzeugen konnten die Jugendlichen Fragen stellen. Die Betroffenheit der Schüler war jedoch oft so groß, dass die Fragen oft nur zögernd gestellt wurden. Angesichts der drastischen Lebensberichte der Überlebenden kommt ihnen alles, was sie ursprünglich fragen wollten, sehr banal vor.

Ein weiteres Zeitzeugenprojekt in Sachsen wurde vom 9. bis 24. Juli 2009 im IBZ St. Marienthal an der Neiße durchgeführt. Eine Gruppe von 19 ehemaligen KZ- und Ghetto-Häftlingen aus der Ukraine und aus Weißrussland hielt sich dort zu einem Erholungs- und Begegnungsaufenthalt auf. In diesem Rahmen fand eine dreitägige Begegnung mit einer Gruppe von acht Jugendlichen und jungen Erwachsenen des Vereins „Alternatives Kultur- und Bildungszentrum e.V." (AKuBiZ) aus Pirna statt. Die Gäste und die Jugendlichen konnten einige Tage miteinander leben und das Erfahrene miteinander reflektieren. Zwischen den Zeitzeugen und den Jugendlichen entstand ein Vertrauensverhältnis, ein geschützter Raum, in dem es möglich war, sich zu öffnen und auszutauschen.
 

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