ANUAS e.V. ist die erste deutsche Hilfsorganisation mit einer integrierten Selbsthilfegruppe, die Angehörigen von Betroffenen von Mord-, Tötungs-, Suizid- und Vermißtenfällen offen steht. ANUAS bietet Unterstützung und Zuspruch von Menschen mit gleichen Erfahrungen – bundesweit. Von Gewaltverbrechen betroffen sind nicht nur die Opfer selbst; indirekt ist die Zahl der Opfer viel höher, denn betroffen sind auch Freunde und Angehörige der Gewaltopfer. ANUAS ist für alle da. Wo staatliche Stellen und bestehende Organisationen an Grenzen stoßen hilft ANUAS e.V.: der Verein bietet Hilfe, zur Selbsthilfe, diskrete Beratung (auch anonym) und Unterstützung von Hilfesuchenden. Er betreibt die Vernetzung und enge Kooperation von und mit verschiedenen professionellen und ehrenamtlichen Stellen, die die gleichen Ziele verfolgen sowie staatliche Stellen wie Frauenhäuser, Jugendämter oder die Kriminal Polizei.
In regelmäßigen Abständen, alle 6-8 Wochen, veranstaltet ANUAS den „Runden Tisch – gegen Aggression, Gewalt, Ignoranz und Intoleranz – für ein besseres Miteinander und Füreinander“, zu dem ständig aktuelle Vertreter aus verschiedenen Bereichen sowie Organisationen und Betroffene eingeladen werden. Gemeinsam soll an Problemfällen im täglichen Umgang mit Betroffenen und Institutionen gearbeitet werden. Bearbeitungsfehler sollen aufgedeckt, besprochen und ggf. korrigiert werden. Oftmals stoßen Behörden an gesetzliche Grenzen und die Bedürfnisse der Betroffenen bleiben unbeachtet, die psychischen Auswirkungen können bis zur sozialen Isolation und suizidalem Verhalten reichen – „Gewalt tötet Menschen und Familien“. Unkorrektes und intolerantes Verhalten können Auslöser für Aggression und Gewalt werden. Was können wir gemeinsam bewegen, um ein besseres Miteinander und Füreinander zu erreichen? Auch hier sind das bürgerschaftliche und ehrenamtliche Engagement sowie Verständnis und Toleranz gefragt und sehr notwendig.