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BfDT Bündnis für Demokratie und Toleranz - Ausstellungsprojekt: "Wer hat Angst vorm schwarzen Mann" - Afrika in der populären Kultur des 20. und 21. Jahrhunderts - Vorbildliche Projekte

Ausstellungsprojekt: "Wer hat Angst vorm schwarzen Mann" - Afrika in der populären Kultur des 20. und 21. Jahrhunderts

Projekt Ausstellungsprojekt: "Wer hat Angst vorm schwarzen Mann" - Afrika in der populären Kultur des 20. und 21. Jahrhunderts
Adresse: Universität zu Köln
50923 Köln
Ansprechpartner: Prof. Dr. Marianne Bechhaus-Gerst
Telefon: 0221-4702708
Telefax: 0221-4705158

Rechtsradikale Angriffe richten sich oft gegen Menschen schwarzer Hautfarbe. Genauso alarmierend und gefährlich ist die alltägliche Beiläufigkeit des Rassismus und der Diskriminierungen. Kaum ein Kontinent wird so hartnäckig stereotyp charakterisiert wie der afrikanische. Darstellungen werden allein auf ethnische Merkmale reduziert- nämlich auf die Hautfarbe.

Der 2001 gegründete Verein KopfWelten konzentriert sich auf die Auseinandersetzung mit Rassismus und Intoleranz gegenüber Menschen afrikanischer Herkunft in Deutschland und führt das Ausstellungsprojekt „Wer hat Angst vorm schwarzen Mann?“ - Afrika in der populären Kultur des 20. und 21. Jahrhunderts, durch.

Die Ausstellung, der Titel ist eigentlich ein Kinderspiel, wird in Schulen, Bürgerzentren, Bibliotheken und Museen gezeigt. Dargestellt wird, wie Afrika und seine Bewohner in den verschiedenen Erscheinungsformen populärer Kultur repräsentiert wurden und werden. Die Exponate stammen aus mehr als einem Jahrhundert, von der Kolonialzeit bis zur Gegenwart. Die Ausstellung ist in verschiedene Themenbereiche unterteilt. Gezeigt wird der Gebrauch der Sprache in Büchern, Zeitschriften, in Sprichwörtern, in Bezeichnungen von Produkten oder im Alltag bei Begriffen wie Neger, Mohr, Stämme, Eingeborene, Hottentotten (anstelle von „einheimische Bevölkerung“ oder „Völker“).

Da unsere Sprache untrennbar verknüpft ist mit Denken und Handeln, ist es erforderlich, sich Gedanken zu machen über Bedeutung und Inhalt unserer Begriffe. Von der Widerspiegelung der gängigen Stereotypen und Prototypen der jeweiligen Zeit im Fernsehen, Werbung („der Sarotti-Mohr“), Kino und Comics spannt die Ausstellung einen Bogen zu Essbarem („Mohrenkopf“), denn anscheinend besteht auch zwischen Afrikanern und Kannibalismus eine untrennbare Verbindung. Der schwarze Körper erfährt eine sexistische Reduzierung auf Erotik und Exotik, Zügellosigkeit und Potenzfähigkeit.

Ein Besucher beschreibt seinen Eindruck der Ausstellung so: „Amüsiert über so viele Überzeichnungen von Afrikanern in der europäischen Darstellung, ertappt man sich dabei, auch die ein oder andere schon ohne Nachdenken „konsumiert“ zu haben. Das Lachen bleibt im Halse stecken“. Ergänzend bietet der Verein, gegründet an der Universität zu Köln, Vortragsreihen, internationale Konferenzen und Publikationen an, um dazu beizutragen, das vorherrschende Afrikabild nachhaltig zu verändern und langfristig Rassismus abzubauen.

 

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