07.11.2013

Preisverleihung "Aktiv für Demokratie und Toleranz" 2011 in Weimar

Presseeinladung

Foto: Aktiv für Demokratie und Toleranz 2011Foto: Aktiv für Demokratie und Toleranz 2011
Vier Projekte aus Thüringen werden als Preisträger im bundesweiten Wettbewerb „Aktiv für Demokratie und Toleranz“ 2011 geehrt.

Das „Bündnis für Demokratie und Toleranz – gegen Extremismus und Gewalt (BfDT)“ hat im Wettbewerb 2011 insgesamt 83 Initiativen und Projekte für ihr vorbildliches und nachahmenswertes zivilgesellschaftliches Engagement für Demokratie und Toleranz als Preisträger ausgewählt. Die Preise sind mit 2.000 € bis 5.000 € dotiert.

Gemeinsam mit dem Oberbürgermeister der Stadt Weimar, Stefan Wolf, wird Dr. Gregor Rosenthal, Leiter der Geschäftsstelle des BfDT, die Preisträger in einer öffentlichen Preisverleihung in der Europäischen Jugendbildungs - und Jugendbegegnungsstätte Weimar auszeichnen und würdigen. Im Anschluss an die Preisverleihung besteht die Möglichkeit, mit Preisträgern und Veranstaltern bei einem Empfang ins Gespräch zu kommen.

Am 23. Mai 2000 gründeten die Bundesministerien des Innern und der Justiz das „Bündnis für Demokratie und Toleranz - gegen Extremismus und Gewalt". Seit dem vergangenen Jahr ist die Geschäftsstelle des Bündnisses für Demokratie und Toleranz Teil der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb.

Wir laden Sie zur Berichterstattung über den Wettbewerb und seine Preisträger ein und würden uns sehr über Ihr Kommen freuen.

Folgende Projekte werden ausgezeichnet:

Springboard to Learning

Springboard to Learning e.V.

Der Verein Springboard to Learning vermittelt seit 1999 in Erfurt wohnhafte AusländerInnen im Rahmen eines Projektunterrichts an Erfurter Schulen. Die Lehrkräfte sind MigrantInnen, ausländische Studierende und Flüchtlinge. An den Schulen berichten die Springboard-Lehrkräfte über ihr Herkunftsland. Das geschieht auf unterschiedliche, anschauliche Art und Weise: Im Geographie- oder Sozialkundeunterricht können die ReferentInnen über Geschichte und Gegenwart ihrer Heimatländer berichten, im Sport- oder Musikunterricht wird mit den SchülerInnen getanzt und im Ethikunterricht über Religionen berichtet. So lernen SchülerInnen andere Kulturen kennen und Vorurteile zu überwinden. Der Verein verfolgt das Ziel, Offenheit gegenüber den ausländischen MitbürgerInnen zu schaffen und die Bereitschaft zu fördern, sich auf „das Andere“ einzulassen (ausgezeichnet mit 4000,-€).

Reihenhaus statt Rebellion – Jugend auf der Suche nach dem Wahnsinn

Schülerinitiative „Schulen für Aufklärung“

Die Schülerinitiative „Schulen für Aufklärung" organisierte im September 2011 zum sechsten Mal einen schulübergreifenden Projekttag in Weimar unter dem Motto :„Reihenhaus statt Rebellion – Jugend auf der Suche nach dem Wahnsinn“. Der Projekttag wurde von SchülerInnen für SchülerInnen selbst entwickelt. Über 800 TeilnehmerInnen aus sieben Weimarer Schulen erarbeiteten in 41 unterschiedlichen Workshops politische und historische Themen, diskutierten, tauschten Meinungen aus, machten sich Gedanken über aktuelle gesellschaftspolitische Entwicklungen, lernten dabei, gemeinsam Kompromisse zu finden und erkundeten Möglichkeiten, selbst aktiv zu werden und sich ehrenamtlich zu engagieren. Das Themenspektrum des Projekttages reichte von der DDR-Geschichte über den Klimawandel bis zum Thema Menschenrechte (ausgezeichnet mit 3000,-€).

Couragepreis

Miteinander e.V. Netzwerk für Demokratie und Toleranz im Unstrut-Hainich-Kreis

Der Verein „Miteinander“ aus Mühlhausen hat einen Wettbewerb ausgelobt und in einer festlichen Veranstaltung den Couragepreis verliehen. Der Verein macht sich stark für Zivilcourage und verbindet mit der Preisverleihung das Ziel, das Engagement der Vereine und Organisationen aus der Region in der Öffentlichkeit zu würdigen und bekannt zu machen. Der Couragepreis des Miteinander e.V. wurde erstmals im Jahr 2009 verliehen. Gewinner des Couragepreises 2010 war Heinz-Jürgen Tappert, der sich sowohl an seinem Arbeitsplatz als auch mit dem Kulturverein „Stadtmauertum“ für couragiertes Handeln gegen Rassismus und Gewalt einsetzt. Miteinander e.V. ist bemüht dem Einfluss des Rechtsextremismus in der Region entgegenzuwirken, er fördert friedliche Konfliktlösungen sowie die Verständigung zwischen Einheimischen und ausländischen MitbürgerInnen. Der 2007 gegründete Verein hat u.a. das Projekt „Prima Klima – Aktion Courage im Wirtshaus“ ins Leben gerufen (ausgezeichnet mit 2000,-€).

Engagiert für Integration – Integrationsförderung für Kinder und Jugendliche

Evangelischer Kirchenkreis Erfurt/ Büro für ausländische MitbürgerInnen

„Engagiert für Integration – Integrationsförderung für Kinder und Jugendliche“ ist ein seit 2009 bestehendes Patenschaftsprojekt des Evangelischen Kirchenkreises Erfurt. Ziel des Projektes ist es, freiwillig engagierte PatInnen aus der breiten Bevölkerung zu aktivieren, die sich regelmäßig mit zugewanderten Kindern und Jugendlichen treffen, um sie bei ihrer schulischen, sprachlichen, sozialen und gesellschaftlichen Integration zu unterstützen. Die freiwillig Engagierten werden in ihrem Engagement durch die Projektleitung unterstützt: Ein regelmäßiger Gesprächskreis, zu dem auch ExpertInnen eingeladen werden, dient den freiwillig Engagierten, sich auszutauschen, fortzubilden und ihre interkulturelle Kompetenz auf- und auszubauen. Die Zielgruppe des Projekts sind zum einen Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund aus Erfurt und Umgebung sowie deren Familien. Ein besonderes Augenmerk des Projekts gilt zum anderen Menschen, die aufgrund von Krieg und Verfolgung in ihren Heimatländern nach Deutschland geflüchtet sind. Des Weiteren richtet sich das Projekt an Erfurter BürgerInnen, die die Familien bei ihrer Integration unterstützen. Sie nehmen eine wichtige MultiplikatorInnenfunktion ein, indem sie ihre Eindrücke und Erfahrungen in ihr Umfeld tragen und dadurch zum Abbau von Vorurteilen beitragen.

(ausgezeichnet mit 2000,-€).

Pressekontakt:

Rahman Satti

Geschäftsstelle Bündnis für Demokratie und Toleranz in der Bundeszentrale für politische Bildung
Arbeitsbereich Öffentlichkeitsarbeit
Friedrichstraße 50
10117 Berlin
Tel: +49 (0)30 254504-464
Fax: +49 (0)30 254504-478

E-Mail: rahman.satti@bpb.bund.de