28.11.2013

Ausgezeichnetes Engagement im Norden

Preisverleihung im Wettbewerb „Aktiv für Demokratie und Toleranz“ 2010 in Rostock am 27. April 2011

Preisträger-LogoDas neue Aktiv-Logo, das alle Preisträger erhalten werden.
Logo der Hansestadt Rostock
Sieben Preisträger aus dem Norden Deutschlands können sich am 27. April über ihre Auszeichnung im Wettbewerb „Aktiv für Demokratie und Toleranz" in Rostock freuen. Gemeinsam mit dem Oberbürgermeister der Hansestadt Rostock Roland Methling und den Beiratsmitgliedern des BfDT Prof. Dr. Wolfgang Benz, dem ehemaligen Leiter des Zentrums für Antisemitismusforschung an der FU Berlin, und Ulla Jelpke, Mitglied des Deutschen Bundestages, wird Dr. Gregor Rosenthal, Geschäftsführer des BfDT, die Preisträger in einer öffentlichen Preisverleihung im Rostocker Rathaus auszeichnen und würdigen.

Die sieben Preisträger aus Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein werden für ihre vorbildlichen Projekte geehrt, die auf unterschiedlichste Weise Demokratie und Toleranz in Deutschland stärken. Unter ihnen ist z.B. das Ehepaar Lohmeyer, das seit einigen Jahren Zivilcourage der besonderen Art in ihrem Heimatort zeigt. Sie leben in dem kleinen Mecklenburgischen Ort Jamel, der vor allem aufgrund mehrerer dort lebender NPD-Funktionäre und deren rechtsextremer Aktivitäten Schlagzeilen macht. Um ein deutliches Zeichen gegen diese rechte Vereinnahmung ihrer Heimat zu setzen und Raum für kulturelle Vielfalt in der Region zu schaffen, organisieren die Lohmeyers seit 2007 jedes Jahr unter großem persönlichen Einsatz ein dreitägiges Open Air Rock- und Blues-Musikfestival für Demokratie und Toleranz auf ihrem Grundstück. Das Festival kann in jedem Jahr auf mehr und mehr TeilnehmerInnen zählen und verdeutlicht damit lebendig, dass die Menschen in und um Jamel sich vom rechtsextremen Gedankengut dort ansässiger Nachbarn distanzieren.

Aus der Hansestadt Rostock selbst kommt u.a. das Projekt „Journalistenschule für Kinder und Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund" des Vereins zur Errichtung eines russisch-deutschen Radiosenders in Deutschland. Die interkulturelle Journalistenschule für Kinder und Jugendliche im Alter von 9 bis 18 Jahren vermittelt Medienkompetenz und lässt die jungen JournalistInnen persönliche Geschichten von MigrantInnen aus Rostock erfahren. In der Zeitung „Neue Zeiten - Rostock auf Russisch" können sich die jungen JournalistInnen in Fotografie, Interviewtechniken und dem Schreiben von Reportagen üben. Ausführliche Informationen zu allen Preisträgern finden Sie Download-Iconhier.

Die in Rostock ausgezeichneten Initiativen und Projekte sind:
  • KUSO e. V., Jamel Projekt „Jamel rockt den Förster"
  • Kreisjugendring Schleswig-Flensburg, Schleswig Projekt „Interkulturelle Ferienfreizeit - Neukirchen I"
  • Kreisjugendring Herzogtum Lauenburg e. V., Mölln Projekt „Das STADT-SPIEL - Kinder gestalten ihre Welt"
  • Institut Lernen und Leben e. V., Rostock Projekt „Kinderdorf Steinhagen"
  • Sophie Medienwerkstatt e.V., Ruhetal Projekt „Zeitzeugenwerkstatt"
  • Ratzeburger Bündnis, Ratzeburg Projekt „Eine Stadt stellt sich gegen Rechtsextremisten"
  • Verein zur Errichtung eines russisch-deutschen Radiosenders in Deutschland, Rostock Projekt „Journalistenschule für Kinder und Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund"


 

Nach der Preisverleihung in Rostock folgt die nächste Preisverleihung für die Preisträger aus Sachsen und Sachsen-Anhalt am 5. Mai in Dresden. Mit den öffentlichkeitswirksamen Preisverleihungen soll vor allem die Bekanntheit der Projekte, Initiativen und Einzelpersonen in ihrem Umfeld und darüber hinaus gesteigert und die Arbeit sowie das Engagement der Preisträger gewürdigt und anerkannt werden.