28.11.2013

Preisverleihung am 28. Juli 2008 in München (Altes Rathaus)

Wettbewerb Aktiv für Demokratie und Toleranz

Insgesamt sieben Projekte aus ganz Bayern gehören zu den Preisträgern des Wettbewerbs „Aktiv für Demokratie und Toleranz" und werden am Montag, dem 28. Juli 2008, im Alten Rathaus in München ausgezeichnet. An der Preisverleihung nehmen der Münchener Oberbürgermeister Christian Ude, Justizstaatssekretär Alfred Hartenbach aus Berlin sowie die Donauwörther Bundestagsabgeordnete Gabriele Fograscher teil.

Das Bündnis für Demokratie und Toleranz (BfDT) wurde im Jahr 2000 von den Bundesministerien des Innern und der Justiz gegründet. Es hat den Wettbewerb 2007 bereits zum siebten Mal ausgeschrieben und würdigt damit vorbildliches ehrenamtliches  Engagement für Demokratie und Toleranz. Beworben hatten sich rund 400 Projekte aus dem gesamten Bundesgebiet, von denen 73 mit Preisen von 1.000 bis 5.000 € ausgezeichnet werden.

BfDT-Geschäftsführer Dr. Gregor Rosenthal wird die Aktivitäten des Bündnisses insbesondere in Bayern vorstellen. Im Anschluss an die Preisverleihung besteht die Möglichkeit, mit den Preisträgern sowie den Veranstaltern ins Gespräch zu kommen. Über Ihr Kommen und Berichterstattung würden wir uns sehr freuen.

Die diesjährigen Preisträger aus Bayers sind:

Das „Bürgerforum Gräfenberg - Gräfenberg ist bunt" ist ein überparteiliches und ehrenamtliches Bündnis der örtlichen Zivilgesellschaft, das aus dem Bestreben heraus entstand, den regelmäßigen rechtsextremen Aufmärschen in der Kleinstadt einen demokratischen und toleranten Gegenpol entgegen zu setzen. Hierbei zeichnet sich das Bürgerforum durch innovative und kreative Formen des zivilgesellschaftlichen Engagements aus. (5.000 €)

Die Initiative „Offenes Haus - Offenes Herz" aus Markt Schwaben hat es sich zum Ziel gesetzt, Beziehungen zwischen Familien mit und ohne Migrationshintergrund in der Region aufzubauen. Das Projekt setzt erfolgreich auf einer persönlichen Ebene - z. B. mittels Familienaufenthalten und gemeinsamer Hausaufgabenbetreuung - an und leistet damit einen spielerischen, aber wichtigen Beitrag zur Integration vor Ort. (3.000 €)

Das Projekt „MigFM" des Stadtjugendrings Aschaffenburg überzeugt durch den ehrenamtlichen Einsatz von jungen Menschen, die für ein migrantenfreundliches Aschaffenburg einstehen. 30 Jugendliche, davon sieben mit persönlichem Migrationshintergrund, fördern den konkreten interkulturellen Austausch in ihrer Stadt, indem sie beispielsweise ein Radioprogramm in verschiedenen Sprachen gestalten. (3.000 €)

Die Junge Aktion der Ackermann-Gemeinde legt den Fokus ihrer Tätigkeit auf eine bessere Verständigung zwischen Jugendlichen aus Deutschland und den mittel- und osteuropäischen Ländern. Geprägt von christlichen Überzeugungen organisiert der Verband unter anderem so genannte „Workcamps" mit deutschen, tschechischen und slowakischen Jugendlichen. (2.000 €)

Die Israelitische Kultusgemeinde München und Oberbayern wird für mehrere Projekte ausgezeichnet. Exemplarisch sei das Europa-Seminar „5 Tage, 5 Städte, 5 Länder" des Jugendzentrums Nashema genannt, das 30 Jugendlichen Gelegenheit bot, jüdisches Leben an unterschiedlichen Orten Europas kennen zu lernen. (2.000 €)

Der Verein „Gemeinsam Mensch Fördern" setzt sich mit dem Projekt „Perspektivwechsel" dafür ein, Kinder und Jugendliche für die Thematik Behinderung zu sensibilisieren. Im Rahmen von Projekttagen werden Alltagssituationen über verschiedene Zugangswege simuliert. Das Projekt ist vorbildlich, weil es Verständnis und Akzeptanz in den Mittelpunkt des integrativen Prozesses stellt. (2.000 €)

„7 Flammen gegen das Vergessen" lautet der Name einer Aktion der Evangelischen Jugend im Dekanat Regensburg, mit der die Jugendlichen Gewaltbereitschaft und Unkenntnis über die nationalsozialistische Vergangenheit entgegen treten. Die Gedenkveranstaltung des letzten Jahres zur so genannten Reichspogromnacht war so erfolgreich, dass sie auf weitere Orte in Ostbayern ausgeweitet wird. (1.000 €)

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