25.03.2019

Übersicht der Workshops und Außenforen 2019

Hier finden Sie eine Übersicht der Workshops (WS) und Außenforen (AF) des Jugendkongresses am 21. und 22. Mai 2019.

Kalkscheune (Foto: © Kalkscheune Berlin)

Phase I
Phase II
Phase III
Phase IV



Die Anmeldung für die Workshops und Außenforen erfolgt über das Interner LinkAnmeldetool. Es können sich nur bereits bestätigte Gruppen anmelden. Diese bekommen eine gesonderte E-Mail, sobald ihre Anmeldung freigeschaltet ist. Mit der E-Mail erhält jede/r Teilnehmende einen persönlichen Zugang für die Anmeldung an den Workshops und Außenforen.

Bitte beachtet, dass die Anmeldung für die Workshops und Außenforen nur bis zum 14. Mai möglich ist. Falls Ihr euch nach dem 14. Mai anmelden möchtet, wendet euch bitte per Mail an BfDT-Jugendkongress@valentum.de.

Unter dem Menüpunkt Interner LinkTagesplan findet Ihr eine Übersicht über den gesamten Ablauf des Kongresses.

Für alle Teilnehmenden: Bitte beachtet, dass alle Außenforen, auch wenn Ihr mit dem ÖPNV hinfahrt, vom Hotel Kolumbus oder von der Kalkscheune aus in der ganzen Gruppe, begleitet durchs BfDT starten. Bitte haltet Ausschau nach der jeweiligen Leitung des Außenforums. Ihr werdet sie am hochgehaltenen Schild erkennen!




Phase I
21. Mai 2019

Workshops 10.15 - 13.15 Uhr
Interner Linkin der Kalkscheune
WS 1: (Cyber-)Mobbing – Hochfahren zum Runtermachen
Massive Beschimpfung, offene Feindseligkeit und subtile Diskriminierung – jede*r von Euch hat vermutlich schon einmal eine Situation miterlebt, in der Jugendliche eine*n anderen gezielt gemobbt haben. Und das ist statistisch gesehen nicht verwunderlich, denn Mobbing stellt eine der am häufigsten unter Jugendlichen auftretenden Formen von Gewalt dar. Doch vor dem Hintergrund der Nutzung von Facebook und Youtube ist Mobbing schon lange kein bloßes Schulhof-Phänomen mehr. Auch im Netz werden Jugendliche Opfer von psychischer Gewalt. Neben einer Einführung in das Thema möchten wir durch Übungen, in denen man die Perspektiven von Tätern und Opfern einnimmt, für ein gezieltes Hinterfragen von Mobbingsituationen sensibilisieren. Zudem wollen wir auch Eure Kompetenzen für einen bewussteren Umgang mit sozialen Onlineplattformen stärken und gemeinsam Handlungskompetenzen entwickeln.

Moderation:
Sebastian Schwabe, Peer Trainer, EPTO, Halle (Saale) und Marion Nagel, freie Medienpädagogin und Trainerin, Leipzig

WS 2: Diskriminierung und Empowerment
Viele Jugendliche haben das Gefühl, dass über den Islam in deutschsprachigen Medien vor allem im Zusammenhang mit sogenannten Integrationsproblemen berichtet wird. Den Frust vieler junger Menschen darüber greifen radikale Strömungen wie der Salafismus auf. Diskriminierungserfahrungen werden dabei nicht selten zu Feindbildern zugespitzt. Es gibt jedoch Möglichkeiten für Jugendliche, sich zu engagieren und als Teil der Gesellschaft aktiv zu werden. Nach einem kurzen Input und dem Ansehen eines Kurzfilms möchten wir gemeinsam überlegen, welche kreativen Angebote die Normalität des Alltags vieler junger Muslim*innen fördern und aufzeigen könnten.

Moderation:
Aziz Dziri und Cima-Nadja Samadi, Ufuq, Berlin

WS 3: Erlebniswelt Ausbildung, Demokratie und Zukunft
Zwischen Schule, Ausbildung und Arbeitswelt seid Ihr mit zahlreichen Herausforderungen konfrontiert. Über die Berufswahl hinaus seid Ihr dabei auf der Suche nach Eurem Platz in der Gesellschaft. Doch viele wissen gar nicht, wie gemeinschaftliches Leben eigentlich funktioniert: Was bedeuten Demokratie und Mitbestimmung? Wie kannst Du Dich als einzelne Person einbringen, um das Zusammenleben mitzugestalten? Und was bedeutet das für Deinen Werdegang? Ist unsere Gesellschaft eigentlich immer fair, wenn es um berufliche und private Chancen in der Lebensgestaltung geht? Und wenn nicht, was könnt Ihr dagegen tun? Der Workshop zeigt auf, wie Ihr Eure Interessen wirkungsvoll verfolgen könnt, um Eure Zukunft in die eigene Hand zu nehmen.

Moderation:
Ann Wippermann und Maria Hartmann, Bildungsteam der DGB Jugend, Berlin-Brandenburg

WS 4: Facetime 2.0
„Content is King“, sagen PR-Leute. Keine langatmigen Texte und öden Präsentationen. Ein kurzer knackiger Film tut's auch. Immer mehr große Firmen und PR-Agenturen setzen auf Film. Und da setzt der Workshop an: Kurze Filme werden gezeigt, erfolgreiche Video- und Netz-Kampagnen... und schließlich müsst Ihr selber ran! Ein kleines Video soll entstehen. In diesem Jahr zur Feier des 70. Geburtstages des Grundgesetzes drehen sich Eure Filme im weiteren Sinne darum. Die Umsetzung legt Ihr fest.

Moderation:
Ingo Müller, Family Affair Medienproduktion, Berlin

WS 5: Hassrede und FakeNews: Mund auf gegen Hass und FakeNews!
Wer kennt diese Situationen nicht? Diskriminierung, Rassismus, Sexismus und andere menschenverachtende Einstellungen begegnen uns fast täglich in der Schule, auf der Straße, an der Uni, am Arbeitsplatz oder in der Kneipe. Da verschlägt es einer*m erstmal die Sprache. Wir werden uns in diese Situation versetzen, die Schrecksekunde überwinden, Stellung nehmen und klar machen: Das nehmen wir nicht mehr länger hin! Dafür wollen wir diskutieren und Strategien besprechen, wie wir Hassrede, Stammtischparolen und FakeNews erkennen, kritisch hinterfragen und damit umgehen können. Hierbei kannst Du gerne von persönlichen Erfahrungen berichten oder lernen, Dich zu wappnen, damit Du sofort eine Antwort parat hast – Mund auf gegen Hass und FakeNews!

Moderation:
Anna Kessler, Peernetzwerk JETZT – jung, engagiert, vernetzt e.V., Berlin

WS 6: Konfliktmanagement
Du hast manchmal das Gefühl in einem Konflikt völlig kopflos zu sein oder Dich nicht richtig zu verhalten? Mit diesem Workshop beenden wir dieses Gefühl. Wir zeigen Dir mit Hilfe von simulierten Praxisfällen, wie Selbst- und Fremdwahrnehmung dein Konfliktverhalten beeinflussen können. Anhand verschiedener Kommunikationsmodelle bilden wir eine theoretische Grundlage, die im Ernstfall zu konstruktivem Verhalten beiträgt. Damit geben wir Dir die Möglichkeit, einen besseren Umgang mit Konflikten zu finden, sowie Methoden zu lernen, Konfliktsituationen leichter anzusprechen.

Moderation:
Charlotte Barton und Juliane Uhlig, Gemeinnützige Bildungsinitiative mehr als lernen e.V., Berlin

WS 7: Planspiel „Demokratie und Extremismus“
In einem Dorf, das an einen großen Soldatenfriedhof angrenzt, soll ein Neonazi-Aufmarsch unter dem Titel „Heldengedenken“ stattfinden. Dagegen organisiert sich Protest, u.a. auch von gewaltbereiten Linksextremist*innen. Da zeitgleich auch noch ein salafistischer „Gedenkmarsch“ stattfinden soll, ist das Dorf beunruhigt und fragt sich, wie mit demokratischen Mitteln das Problem angegangen werden kann. Eine Bürgersitzung soll sich dem Thema widmen. Seid Ihr dabei?

Moderation:
Lisa Borchardt, Kriminologin und Gewaltforscherin, Hannover

WS 8: Rechte Symbole und Lifestyle
Kann man vom Outfit eines Menschen auf seine politische Gesinnung schließen? Was sind Runen? Ist das Hakenkreuz grundsätzlich verboten? Was bedeuten diverse Zahlencodes wie „28“? Tragen Nazis immer noch Bomberjacken, Baseballschläger und eine Glatze? Ist die Marke "Thor Steinar" rechtsextrem? In den letzten Jahren hat sich der Lebens- und Kleidungsstil von Menschen mit rechtem Gedankengut geändert, sie sind heutzutage subtiler und deswegen oft umso gefährlicher. Welchen Wandlungen unterlagen rechtsextreme Erscheinungsweisen in den letzten Jahren? Welche Subkulturen haben sie bereits für sich vereinnahmt? Und wo kommen eigentlich diese Nipsters und Ökonazis her? In diesem Workshop geht es darum, den Blick für Symbole und Zeichen sowie für Kleidung und Marken, die von Rechtsextremisten häufig benutzt werden, zu schärfen.

Moderation:
Constanze Kaupert, Archiv der Jugendkulturen e.V., Berlin

WS 9: Verehrt, verachtet, aber nicht vergessen - Theaterspielen zum Schicksal des jüdischen Nationalspielers Julius Hirsch und Diskriminierung im Fußball heute
Mit Übungen, Improvisationen und Kurzperformances nähern wir uns dem Leben des deutschen Fußballnationalspielers Julius Hirsch an, der vom NS- Regime ermordet wurde. Dann wenden wir den Blick auf Diskriminierung in der heutigen Fußballwelt. Auf Basis von Zeitungsberichten untersuchen wir einen aktuellen Fall von Diskriminierung und suchen theatralen Ausdruck für Beweggründe von Opfern und Tätern. Für diesen Workshop musst Du keinesfalls auch nur fußballafin oder theatererfahren sein. Wenn Du Dich für Missstände für Menschen in zwei historischen Kontexten interessierst, bist Du hier herzlich willkommen. (Es ist natürlich durchaus nicht verboten, aus unbändiger Theaterlust oder flammender Fußballbegeisterung zu kommen.)

Moderation:
Bettina Frank, Dipl- Theaterpädagogin, HeldenFabrikBerlin, Berlin

WS 10: Wer liebt hier eigentlich wen…? Sexuelle und geschlechtliche Vielfalt, Beziehungen und Identität
Welche verschiedenen sexuellen und geschlechtlichen Identitäten gibt es? Kann man einem Menschen ansehen, wie er fühlt, wie er liebt oder ob sein gelesenes Geschlecht passt? Welche Klischeevorstellungen hast Du dazu im Kopf und stimmen diese? Was kannst Du dafür machen, dass sich in deinem Umfeld Vorurteile abbauen? Wie lässt sich diskriminierungsfreies Leben gewährleisten? ... In diesem Workshop kannst Du alle Fragen loswerden zum Thema sexuelle und geschlechtliche Vielfalt!

Moderation:
Thomas Schwarz und Irmgard Bauer, Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg e.V., Berlin

WS 11: Wie sprechen wir miteinander? Rhetorik auf dem Prüfstand
Im Laufe unseres Lebens gewöhnen wir uns ganz individuelle Sprach- und Bewegungsmuster an, die uns in den wenigsten Fällen bewusst sind und die uns dennoch ständig begleiten. Manche davon können tatsächlich hinderlich sein und erschweren uns ein sicheres Auftreten vor Gruppen. Gemeinsam wollen wir solche Muster offenlegen und Möglichkeiten finden, diese in der Zukunft abzulegen. Wir beschäftigen uns außerdem mit wichtigen Grundlagen der Rhetorik und geben uns gegenseitig Tipps, um gemeinsam besser zu werden.

Moderation:
Lara Weis und Tilman Krakau, Gemeinnützige Bildungsinitiative „mehr als lernen“, Berlin



Außenforen Phase I
AF a: Ausgrenzung damals – Ausgrenzung heute: Zur Geschichte der Sinti und Roma in Berlin 10.00 - 13.00 Uhr

Ort der Erinnerung und Information
Otto-Rosenberg-Platz,
12681 Berlin


Treffpunkt 09.15 Uhr: Interner LinkHotel Kolumbus
Petra Rosenberg, Vorsitzende des Landesverbandes Deutscher Sinti und Roma Berlin-Brandenburg, liest aus den Erinnerungen ihres Vaters Otto Rosenberg, der im Alter von 16 Jahren nach Auschwitz deportiert wurde und als einziger von elf Geschwistern überlebte. Danach habt Ihr die Möglichkeit für den Austausch von Argumenten und Erfahrungen im Umgang mit aktuellen und Jahrhunderte alten Vorurteilen und Anfeindungen gegenüber Sinti und Roma. Die anschließende Führung durch die Ausstellung am „Ort der Erinnerung und Information“ auf dem Areal des ehemaligen NS-Zwangslagers Berlin-Marzahn (1936-1945) gibt Aufschluss über die Einrichtung eines der ersten kommunalen Lager für Sinti und Roma und ihre nationalsozialistische Verfolgung in Berlin. Zeitzeugenberichte, Fotos und Dokumente bezeugen die systematische Ausgrenzung aus allen Bereichen der Gesellschaft, in der sie seit Jahrhunderten lebten.

Moderation:
Petra Rosenberg, Vorsitzende des Landesverbandes Deutscher Sinti und Roma Berlin-Brandenburg

AF b: Gedenkstätte Hohenschönhausen – Alles Geschichte? Linksextremismus in Deutschland 10.30 - 12.00 Uhr

Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen
Genslerstraße 66
13055 Berlin

Treffpunkt 10.00 Uhr: Interner LinkHotel Kolumbus
Nach der Überwindung der kommunistischen Diktaturen in Europa schienen linksextremistische Politikkonzepte für immer erledigt. Es ist erstaunlich, dass sie in Deutschland wieder Tausende Anhänger finden. Ist der radikale Linksextremismus wirklich Geschichte? Nach einer Führung durch die ehemalige Untersuchungshaftanstalt des Ministeriums für Staatssicherheit werdet Ihr Euch mit Ideologie, Strukturen und Aktionsformen des Linksextremismus auseinandersetzen – und dabei lernen, dass die Demokratie auch heute gefährdet ist. Ihr werdet die Möglichkeit haben, anhand des Beispiels der SED-Diktatur die historischen Wurzeln, ideologischen Strömungen und aktuellen Erscheinungsformen des Linksextremismus zu diskutieren und der Frage nachzugehen, welche Probleme sich aus antidemokratischem Handeln ergeben.

Moderation:
Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen




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Phase II
21. Mai 2019

Workshops 14.45 - 17.45 Uhr
Interner Linkin der Kalkscheune
WS 12: Erlebniswelt Ausbildung, Demokratie und Zukunft
Zwischen Schule, Ausbildung und Arbeitswelt seid Ihr mit zahlreichen Herausforderungen konfrontiert. Über die Berufswahl hinaus seid Ihr dabei auf der Suche nach Eurem Platz in der Gesellschaft. Doch viele wissen gar nicht, wie gemeinschaftliches Leben eigentlich funktioniert: Was bedeuten Demokratie und Mitbestimmung? Wie kannst Du Dich als einzelne Person einbringen, um das Zusammenleben mitzugestalten? Und was bedeutet das für Deinen Werdegang? Ist unsere Gesellschaft eigentlich immer fair, wenn es um berufliche und private Chancen in der Lebensgestaltung geht? Und wenn nicht, was könnt Ihr dagegen tun? Der Workshop zeigt auf, wie Ihr Eure Interessen wirkungsvoll verfolgen könnt, um Eure Zukunft in die eigene Hand zu nehmen.

Moderation:
Ann Wippermann und Maria Hartmann, Bildungsteam der DGB Jugend, Berlin-Brandenburg

WS 13: Facetime 2.0
„Content is King“, sagen PR-Leute. Keine langatmigen Texte und öden Präsentationen. Ein kurzer knackiger Film tut's auch. Immer mehr große Firmen und PR-Agenturen setzen auf Film. Und da setzt der Workshop an: Kurze Filme werden gezeigt, erfolgreiche Video- und Netz-Kampagnen... und schließlich müsst Ihr selber ran! Ein kleines Video soll entstehen. In diesem Jahr zur Feier des 70. Geburtstages des Grundgesetzes drehen sich Eure Filme im weiteren Sinne darum. Die Umsetzung legt Ihr fest.

Moderation:
Ingo Müller, Family Affair Medienproduktion, Berlin


WS 15: Kinderarmut in Deutschland
Kinder und junge Erwachsene sind die am stärksten von Armut betroffene Gruppe in Deutschland. Ausgehend von Euren eigenen biografischen Erfahrungen wollen wir uns der vielfältigen Gesichter von (Kinder-)Armut in der Bundesrepublik bewusst werden sowie über Ursachen, Folgen und unsere eigene Verantwortung zum Handeln diskutieren. Hinweis: Zahlen und die Aus- und Bewertung wissenschaftlicher Studien zum Thema werden dabei nur am Rand eine Rolle spielen.

Moderation:
Sebastian Schwabe, Peer Trainer, EPTO, Halle (Saale) und Marion Nagel, freie Medienpädagogin und Trainerin, Leipzig

WS 16: Planspiel „Demokratie und Extremismus“
In einem Dorf, das an einen großen Soldatenfriedhof angrenzt, soll ein Neonazi-Aufmarsch unter dem Titel „Heldengedenken“ stattfinden. Dagegen organisiert sich Protest, u.a. auch von gewaltbereiten Linksextremist*innen. Da zeitgleich auch noch ein salafistischer „Gedenkmarsch“ stattfinden soll, ist das Dorf beunruhigt und fragt sich, wie mit demokratischen Mitteln das Problem angegangen werden kann. Eine Bürgersitzung soll sich dem Thema widmen. Seid Ihr dabei?

Moderation:
Lisa Borchardt, Kriminologin und Gewaltforscherin, Hannover

WS 17: Projektmanagement – Von der Idee zum Projekt
Engagierst Du Dich und möchtest ein Projekt auf die Beine stellen? Wolltest Du schon immer erfahren, was bei der Organisation zu beachten ist und möchtest Dich mit anderen Menschen austauschen? In unserem Workshop bekommst Du das notwendige Handwerkszeug, um Deine Projektidee erfolgreich umzusetzen. Wir geben Dir Tipps und Tricks für die Konzepterstellung, die Begeisterung von möglichen Geldgeber*innen und die strukturierte Projektplanung. Außerdem findet eine gegenseitige Projektberatung statt. In unserem Workshop geht es also um die Beantwortung der Frage, wie man von der Idee zum eigentlichen Projekt kommt. Vorerfahrungen zum Thema Projektmanagement sind nicht erforderlich, werden jedoch berücksichtigt. Bitte bring' bereits eine grobe Projektidee mit in den Workshop.

Moderation:
Lara Weis und Max Hüfner, Gemeinnützige Bildungsinitiative „mehr als lernen“, Berlin

WS 18: Rechte Musik
Die veraltete Vorstellung, dass Neo-Nazis nur Marschmusik und Rechtsrock hören, existiert in vielen Köpfen immer noch. Jedoch ist das nur zum Teil wahr, denn die rechte Szene hat sich neue Musikrichtungen angeeignet und unterwandert immer mehr musikalische Subkulturen, um ihre rechtsextremen Inhalte zu verbreiten. In diesem Workshop werden wir die Geschichte der rechten Musik aufarbeiten und anhand von verschiedenen Liedtexten, Hörbeispielen und Videos analysieren, wie rechtsextreme Ideologien, aber auch nationalistische und gewaltverherrlichende Ideen verbreitet werden. Dabei werden wir Begriffe wie Indizierung und Rechtspopulismus erläutern und aktuelle Beispiele der rechten Musikszene aufgreifen.

Moderation:
Navina Mai, Archiv der Jugendkulturen e.V., Berlin

WS 19: Soziale Netzwerke für Projekte nutzen
Dieser Workshop zeigt schnell, dass man mit Facebook und Co. weit mehr machen kann, als seinen Seitenstatus zu aktualisieren. Was steckt hinter einem erfolgreichen Facebook-Auftritt? Welche Kanäle im Bereich sozialer Netzwerke machen Sinn und wie setzt man sie am besten ein? Neben Positivbeispielen nehmt Ihr zehn praxisnahe Tipps mit nach Hause, wie Ihr Euren Auftritt bei Facebook, Twitter und Co. noch besser machen könnt.

Moderation:
Tim Schmelt, Freelancer Online Marketing, Berlin

WS 20: Teamarbeit – wir wollen gemeinsam was bewegen
Ihr kennt das aus eigener Erfahrung: Ihr möchtet etwas mit anderen zusammen auf die Beine stellen, weil es mehr Spaß macht und oft leichter ist. In der Schule, Ausbildung, Verein ist Teamarbeit sogar schlichtweg notwendig. In diesem Workshop möchten wir Euch die Möglichkeit geben, die Grundlagen von Teamarbeit spielerisch zu erfahren. Ihr könnt Euch durch gemeinsames Lösen verschiedener Aufgaben mit den Chancen und Grenzen von Teamarbeit auseinandersetzen. Offenheit, gegenseitiger Respekt und Verantwortung, die eigene Meinung zu sagen, sind sicherlich Schlüssel zu besserem, erfolgreicherem Umgang in Teams und anderen Gruppen. Wir schauen nach den Spielen/Übungen gemeinsam darauf, was Ihr davon in der Schule, Verein oder in der Ausbildung gebrauchen könnt.

Moderation:
Arne Niehaus und Thomas Boßmann, erlebnispädagogische Teamtrainer und Bildungsreferenten, Kiel

WS 21: Wer in der Demokratie einschläft, wacht in der Diktatur auf – Handlungsspielräume in der SED-Diktatur
Mit einem Dokumentarfilm über das „Aufwachsen in der DDR“ denken wir uns in die Zeit vor 1989 hinein und sprechen darüber. Anschließend spielen wir „Theater“ in einem DDR-Klassenzimmer und führen eine Heimatkundestunde aus dem Jahr 1985 auf. Die Lehrerin und die Teilnehmenden dieses Rollenspiels verkleiden sich und verabreden entsprechende Regeln, die damals von den meisten Schülerinnen und Schülern tatsächlich so eingehalten wurden. Trotzdem bleiben gewisse Handlungsspielräume. Muss der Nichtpionier unbedingt ausgegrenzt werden? Kann ich Kritik äußern? Wie weit reicht aber der Mut, allein gegen den Strom zu schwimmen? Wie stark ist die Sogwirkung, immer zu den Guten gehören zu wollen und deshalb lieber zu schweigen, wenn einer gemobbt wird? Ihr erlebt Mechanismen, die einer jeden Diktatur zugrunde liegen und erfahrt, wie schnell man als Rädchen im Getriebe funktioniert, wie schwer es ist, Zivilcourage zu zeigen und für Außenseiter einzustehen.

Moderation:
Elke Urban, ehem. Leiterin Schulmuseum, Leipzig

WS 22: OpenSpace für Eure Ideen
Zum ersten Mal in diesem Jahr gibt es die Möglichkeit, eigene Vorschläge zur Bearbeitung mit anderen Interessierten einzubringen. In diesem Open Space könnt Ihr Eure Ideen auf einem Flipchart eingetragen und die Gesprächsrunde selbst moderieren. OpenSpace (engl.) bedeutet „offener Raum“ oder „Freiraum“ und beruht auf den Prinzipien der Selbstorganisation und Selbstbestimmung der teilnehmenden Personen und dem Grundsatz einer Abkehr von Kontrolle. Hier ist Eure Chance zur Mitwirkung!

Moderation:
Ideengeber*innen



Außenforen Phase II
AF e: Der Stasi auf der Spur - Museumsbesuch und Zeitzeugengespräch 14.30 - 17.30 Uhr

Stasimuseum Berlin - Gedenkstätte Normannenstraße
Ruschestr. 103
10365 Berlin

Treffpunkt 13.35 Uhr: Interner LinkKalkscheune
Am Abend des 15. Januar 1990 nahmen Demonstrierende die Zentrale des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) in Berlin-Lichtenberg in Besitz. Das Berliner Bürgerkomitee begann hier seine Arbeit zur Auflösung des MfS. Die Büros des letzten Ministers für Staatssicherheit, Erich Milke, und seiner engsten Mitarbeitenden wurden durch den Militärstaatsanwalt versiegelt. Eine Woche später beschloss der Zentrale Runde Tisch, dass im Haus 1 der Stasi-Zentrale eine "Gedenk- und Forschungsstelle zum DDR-Stalinismus" eingerichtet werden soll. In diesem Außenforum werdet Ihr durch das Stasimuseum geführt. Die Dokumente und beispielhaften Fälle in der Ausstellung werden Euch einen Überblick über die Ideologie und die Praxis der SED-Diktatur sowie über ihre Geheimpolizei geben. Im Anschluss könnt Ihr offene Fragen in einem Zeitzeugengespräch mit Betroffenen des Stasisystems erörtern.

Moderation:
Stasimuseum Berlin

AF f: Einmal Bundestag, bitte! 14.45 bis 17.45 Uhr

Paul-Löbe Haus
Platz der Republik 1
11011 Berlin

Treffpunkt 13.55 Uhr: Interner LinkKalkscheune
Der Bundestag – das meistbesuchte Parlament der Welt – lockt  jedes  Jahr  unzählige  Besucher/ -innen  in  die  Hauptstadt. Ihr werdet vom Beiratsmitglied des BfDT, dem Bundestagsabgeordneten Marian Wendt  (CDU) empfangen. Herr Wendt ist Vorsitzender im Petitionsausschuss und Mitglied im Ausschuss „Inneres und Heimat". Ihr könnt  ihm  Fragen  rund  um  diese  Schwerpunktthemen und  natürlich auch  zum  aktuellen  politischen  Geschehen stellen  und  mit  ihm  diskutieren.Zuvor erwartet Euch eine Führung zur Geschichte, Architektur sowie zum Aufbau und zur Arbeit des Parlaments, bevor Ihr  die  Möglichkeit habt, Euren Blick von der Kuppel des Reichstagsgebäudes über Berlin schweifen zu lassen! Bitte denkt daran, Euren Personalausweis mitzubringen!

Führung, anschließend Gespräch mit MdB Marian Wendt,



AF g: Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen 15.00 - 17.30 Uhr

Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen
Straße der Nationen 22,
16515 Oranienburg

Treffpunkt 13.30 Uhr: Interner LinkKalkscheune
Die Gedenkstätte Sachsenhausen bei Berlin ist ein Ort mit zweifacher Vergangenheit: Im „Dritten Reich“ nahm das KZ Sachsenhausen als Modell- und Schulungslager in unmittelbarer Nähe der Reichshauptstadt eine Sonderstellung im System der nationalsozialistischen Konzentrationslager ein. Nach Kriegsende wurden die meisten Gebäude des Lagerzentrums – mit Ausnahme des Krematoriums und der Vernichtungsanlagen – von den sowjetischen Besatzern in derselben Funktion weitergenutzt. Ihr werdet zunächst eine Führung durch das Lager machen, seine Geschichte und die Besonderheiten der zweifachen Vergangenheit kennenlernen und anschließend Gelegenheit haben, gemeinsam darüber zu sprechen. Neben der Führung erschließt Ihr Euch selbstständig Themen in verschiedenen Ausstellungen, wie Medizin und Verbrechen, Strafen und Mord, die Vielfalt der verschiedenen Haftbegründungen und Bedingungen im sowjetischen Speziallager.

Moderation:
Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen




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Phase III
22. Mai 2018





Workshops 10.15 - 13.15 Uhr
Interner Linkin der Kalkscheune
WS 23: Europa reloaded – eine Zukunftswerkstatt
Wohin geht es mit Europa? Welche Rolle spielt die EU? Und am wichtigsten: Wie soll Dein Europa aussehen? Hierbei geht es um Deine Vorstellungen, Wünsche und Ideen! Wenn Du bei Themen wie Umweltschutz, Nationalismus, Integrationspolitik und Grenzen die Hände überm Kopf zusammenschlägst, bist Du hier genau richtig. Denn an diesem Punkt wollen wir ansetzen und überlegen, wie Europa besser funktionieren kann – und was wir konkret unternehmen können. In einer beschleunigten Zukunftswerkstatt wirst Du die Gelegenheit haben, Schritt für Schritt vom Problem über Deine Vision zu einer praktikablen Lösung zu kommen und Dich mit anderen zu Deinen Überlegungen auszutauschen. Wir wollen an echten Perspektiven für uns als junge Generation arbeiten – eben Europa reloaded.

Moderation:
Alina Steinborn, Peernetzwerk JETZT – jung, engagiert, vernetzt e.V., Berlin

WS 24: Gewalt in der Öffentlichkeit – Muss ich helfen? Wie kann ich helfen?
Fast täglich erreichen uns Schlagzeilen von (Jugend-)Gewalt im Alltag, ob auf der Straße, in öffentlichen Verkehrsmitteln oder in der Schule. Immer wieder sind wir schockiert von den Bildern, von den Auswirkungen dieser Wut und Aggression. Jeder ist froh, so etwas noch nicht erlebt zu haben, und wenn doch, hoffentlich gut aus der Situation herausgekommen zu sein. Aber was tue ich eigentlich, wenn ich so eine Situation als Zeug*in oder Beobachter*in erlebe? Reicht es, mich in Sicherheit zu bringen und das Geschehen einfach zuzulassen? Bin ich eigentlich aufgefordert, mich einzumischen, etwas zu tun? Und wenn ja, was soll, kann oder muss ich tun, um einem möglichen Opfer beizustehen oder Gefahr für die Allgemeinheit abzuwehren? Wie ist eigentlich die rechtliche Lage? Was darf ich und was darf ich nicht? Der Workshop soll durch die gemeinsame Beantwortung dieser Fragen dazu beitragen, Unsicherheit zu nehmen und zu erläutern, wie ich Zivilcourage im Alltag zeigen kann, ohne selbst ein zu großes Risiko einzugehen.

Moderation:
Lenka Arndt, Polizeihauptkommissarin und Präventionsbeauftragte, und Florian Schild , Polizeioberkommissar, Berliner Polizei

WS 25: Gospel – „Grundgesetz spirit move"
In der Gospelmusik kommen Menschen zusammen, die im gemeinsamen Singen ihrem Lebensgefühl Ausdruck geben und dabei den "Spirit" der Musik erfahren und ihre tiefen spirituellen Wurzeln verstehen. Beim BfDT-Jugendkongress ist eine ähnliche Basis der Grund für das Zusammenkommen vieler junger Menschen - der "Spirit" unseres Grundgesetzes, dessen 70. Geburtstag wir dieses Jahr feiern. Das Grundgesetz, unsere Verfassung, garantiert uns, dass wir in einer Demokratie leben können. Es ist sicher gut, wenn man sich gemeinsam immer wieder auf diese Idee besinnt und sie gesellschaftlich aktiv hinterfragt und neu belebt. Viele der heutigen und traditionellen Gospel-Songs haben genau diese aktive Auseinandersetzung zum Thema: das "alte Gesetz" mit Leben erfüllen! Gemeinsam werdet Ihr aktiv in die Gospel- und Soulmusik eintauchen und erfahren, wie der Spirit dieser Songs christliche Glaubensüberzeugung mit politischen Anliegen für Freiheit und Demokratie vereint, eine Botschaft, die scheinbar in unserer Welt an Aktualität nie verliert.

Moderation:
Hanjo Krämer, Gospelchorleiter, Unchained Gospel Choir, Ev. Kirchengemeinde Berlin-Mariendorf

WS 26: Grundgesetz – Alles nur Theater? Teil 1
Unser Grundgesetz feiert in diesem Jahr seinen 70. Geburtstag und Ihr feiert mit! Was aber hat das Grundgesetz mit Dir zu tun und wo begegnet es Dir in deinem Alltag? Mit diesen Fragen schauen wir uns gemeinsam einige Artikel des Grundgesetzes genauer an und überlegen, wie wir diese mit Mitteln des Theaterspiels inszenieren können. Deine Ideen und Deine Kreativität kannst Du bei der Erarbeitung von Szenen einbringen, die nicht nur uns, sondern auch unserem Publikum zeigen, wie uns das Grundgesetz Freiheit ermöglicht, Gleichberechtigung fordert, Schutz gewährt und dadurch eine entscheidende Bedeutung für ein friedliches Miteinander hat. Achtung: Dieser Workshop hat ZWEI Teile - wer hier teilnimmt, muss auch Teil 2 am 22. Mai nachmittags belegen!

Moderation:
Tobias Winter, Theaterschule im Alten Kalkwerk, Berlin, und 3 Jugendliche der Initiativgruppe der Kulturenwerkstatt, Limburg

WS 27: Kann Islam cool sein? Anitimuslimischer Rassismus und islamische Jugendkulturen in Deutschland
Warum tragen muslimische Mädchen ein Kopftuch? Welche Rolle spielt Religion im Leben der muslimischen Jugendlichen? Welche Identitätskonzepte bietet der Islam in einer modernen Gesellschaft an? Passen Rap und Islam zusammen? Sind muslimische Jungs Machos und muslimische Mädchen fremdbestimmt? Welche Modeerscheinungen gibt es unter muslimischen Jugendlichen? Was ist ein Alevit und wie erkenne ich einen „Grauen Wolf“? Wie alle anderen Jugendlichen entwickeln muslimische Jugendliche in Deutschland eine Vielfalt an Lebensstilen, indem sie sich aus einem großen Pool an multiethnischen und multireligiösen Kulturgütern bedienen. In dem Workshop beschäftigen wir uns anhand praktischer Beispiele mit den verschiedenen Erscheinungsformen und Identitätskonzepten islamisch geprägter Jugendkulturen.

Moderation:
Abdurrahim Dottermusch, Archiv der Jugendkulturen e.V., Berlin

WS 28: Sport mit Courage – Demokratietraining
Ihr seid in einem Sportverein aktiv oder wollt es werden? Dann seid Ihr hier genau richtig: In diesem Workshop werdet Ihr für Themen wie Diskriminierung, Rassismus, Sexismus, Homophobie und Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit (GMF) im Sport sensibilisiert. Ebenso wird es Informationen zur Qualifizierungsreihe „Demokratietraining für Konfliktmanagement im Sport“ und zu andere Engagementmöglichkeiten im (organisierten) Sport geben.

Moderation:
Dr. Juliette Brungs, Demokratietrainerin Deutsche Sportjugend/ BBS »Annedore« und Tine Stern, BBS »Annedore«

WS 29: Teamarbeit – wir wollen gemeinsam was bewegen
Ihr kennt das aus eigener Erfahrung: Ihr möchtet etwas mit anderen zusammen auf die Beine stellen, weil es mehr Spaß macht und oft leichter ist. In der Schule, Ausbildung, Verein ist Teamarbeit sogar schlichtweg notwendig. In diesem Workshop möchten wir Euch die Möglichkeit geben, die Grundlagen von Teamarbeit spielerisch zu erfahren. Ihr könnt Euch durch gemeinsames Lösen verschiedener Aufgaben mit den Chancen und Grenzen von Teamarbeit auseinandersetzen. Offenheit, gegenseitiger Respekt und Verantwortung, die eigene Meinung zu sagen, sind sicherlich Schlüssel zu besserem, erfolgreicherem Umgang in Teams und anderen Gruppen. Wir schauen nach den Spielen/Übungen gemeinsam darauf, was Ihr davon in der Schule, Verein oder in der Ausbildung gebrauchen könnt.

Moderation:
Arne Niehaus und Thomas Boßmann, erlebnispädagogische Teamtrainer und Bildungsreferenten, Kiel

WS 30: Verfolgung und Widerstand von Sinti und Roma
Rund 500.000 Sinti und Roma fielen der rassisch begründeten Vernichtungspolitik des Naziregimes zum Opfer. Am 16. Mai 1944 versuchten die Nationalsozialisten, die im sogenannten „Zigeunerlager“, einem Lagerabschnitt des KZ Auschwitz-Birkenau, inhaftierten Sinti und Roma zu ihrer Ermordung in den Gaskammern abzutransportieren. Als die Sinti und Roma-Gefangenen dies erfuhren, verbarrikadierten sie sich und leisteten erbitterten Widerstand. Diese Episode der Geschichte ist von der Wissenschaft, der Politik und den Medien nur selten und noch seltener tiefgreifend thematisiert worden - dabei widerspricht sie dem Bild von Sinti und Roma als passive Opfern des nationalsozialistischen Genozids. Dieser Kampf bezeugt den Widerstand der Sinti und Roma und ihren Beitrag zum Ende des Nationalsozialismus in Deutschland und Europa. In diesem Workshop werden wir uns genau damit beschäftigen.Wir werden uns intensiv mit dem Thema der Verfolgung von Sinti und Roma während des NS Zeit auseinandersetzen. Außerdem schauen wir uns gemeinsam die verschiedenen Formen des Widerstands von Sinti und Roma von damals und heute an. Unter anderem wird es z.B. um die Frage gehen "Ist die politische Arbeit von den Selbstorganisationen auch eine Form von Widerstand?"

Moderation:
Denisz Petrovity und Merdjan Jakupov, Amaro Drom e.V., Berlin

WS 31: Wer in der Demokratie einschläft, wacht in der Diktatur auf – Handlungsspielräume in der SED-Diktatur
Mit einem Dokumentarfilm über „Aufwachsen in der DDR“ denken wir uns in die Zeit vor 1989 hinein und sprechen darüber. Anschließend spielen wir „Theater“ in einem DDR-Klassenzimmer und führen eine Heimatkundestunde aus dem Jahr 1985 auf. Die Lehrerin und die Teilnehmenden dieses Rollenspiels verkleiden sich und verabreden entsprechende Regeln, die damals von den meisten Schüler/-innen tatsächlich so eingehalten wurden. Trotzdem bleiben gewisse Handlungsspielräume. Muss der Nichtpionier unbedingt ausgegrenzt werden? Kann ich Kritik äußern? Wie weit reicht aber der Mut, allein gegen den Strom zu schwimmen? Wie stark ist die Sogwirkung, immer zu den Guten gehören zu wollen und deshalb lieber zu schweigen, wenn einer gemobbt wird? Ihr erlebt Mechanismen, die einer jeden Diktatur zugrunde liegen und erfahrt, wie schnell man als Rädchen im Getriebe funktioniert, wie schwer es ist Zivilcourage zu zeigen und für Außenseiter einzustehen.

Moderation:
Elke Urban, ehem. Museumsleiterin Schulmuseum, Leipzig

WS 32: Wer liebt hier eigentlich wen…? Sexuelle und geschlechtliche Vielfalt, Beziehungen und Identität
Welche verschiedenen sexuellen und geschlechtlichen Identitäten gibt es? Kann man einem Menschen ansehen, wie er fühlt, wie er liebt oder ob sein gelesenes Geschlecht passt? Welche Klischeevorstellungen hast Du dazu im Kopf und stimmen diese? Was kannst Du dafür machen, dass sich in deinem Umfeld Vorurteile abbauen? Wie lässt sich diskriminierungsfreies Leben gewährleisten? ... In diesem Workshop kannst Du alle Fragen loswerden zum Thema sexuelle und geschlechtliche Vielfalt!

Moderation:
Thomas Schwarz und Irmgard Bauer, Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg e.V., Berlin

WS 33: Zukunft ist, war, wird gewesen sein – Theaterspielen mit Überlebensberichten
Theaterspielen und Holocaust? Darf das sein? Die Finger davon lassen wäre das Sicherste. Aber schade doch irgendwie, denn gerade Theater bietet die Möglichkeit einer Auseinandersetzung auf einer anderen als der rein analytischen Ebene. In diesem Workshop beschäftigen wir uns in verschiedenen Übungen und Improvisationen erst mit unserem persönlichen Alltagserleben und setzen die Ergebnisse in Relation zu den Zeitzeugenberichten jüdischer Kinder und Jugendlicher, um diese besser zu erfassen. Die Improvisationen zielen niemals darauf ab, die Situation von jüdischen Menschen zur Zeit des Holocaust nachzuspielen und somit erlebbar zu machen. Sie bieten einen Ansatzpunkt, mit der Thematik einen anderen Umgang als den gewohnten analytischen zu entwickeln und Verbindungen zu dem eigenen Alltagserleben zu erkennen.

Moderation:
Bettina Frank, Dipl- Theaterpädagogin, HeldenFabrikBerlin, Berlin

Außenforen Phase III
AF m: Muslimisches Leben heute 09.45 - 12.30 Uhr

Islamisches Kulturzentrum der Bosniaken in Berlin e.V.
Adalbertstraße 94,
10999 Berlin

Treffpunkt 08.40 Uhr: Interner LinkHotel Kolumbus
In diesem Außenforum habt Ihr die Chance, die Moschee des Bosnisch Islamischen Kulturzentrums zu besuchen. Ihr gewinnt Einblicke in die muslimische Religion und habt die Möglichkeit, Eure Fragen zu stellen. Ihr werdet sehen: Vieles ist ganz anders, als Ihr es Euch vorgestellt habt! Im Anschluss an die Besichtigung habt Ihr Gelegenheit, mit Muslimen aus Bosnien ins Gespräch kommen. Dabei geht es z.B. um den Krieg in Bosnien von 1992 bis 1995. Vor allem werdet Ihr dabei viel erfahren und erfragen können über das (Ein-)Leben in Deutschland. Bitte achtet auf angemessene Kleidung (keine Shorts/Tanktops; bitte Knie und Schultern bedecken).

Moderation:
Meho Travljanin, Islamisches Kulturzentrum der Bosniaken in Berlin e.V.



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Phase IV
22. Mai 2018

Workshops 14.45 - 17.45 Uhr
Interner Linkin der Kalkscheune
WS 34: Antisemitismus – heute wie damals?
Vor 74 Jahren wurde das deutsche Vernichtungslager Auschwitz von der Roten Armee befreit. Der Sieg der Alliierten über Nazi-Deutschland brachte so auch das Ende des Massenmordes an den europäischen Jüdinnen und Juden, ein Massenmord, der seinen Ursprung in der völkisch-antisemitischen Ideologie der Nationalsozialisten hatte und deren notwendiger Bestandteil er war. Nach 1945 und mit dem Bekanntwerden des ganzen Ausmaßes der Verbrechen wollte niemand mehr Antisemit genannt werden. Da damit aber der Antisemitismus keineswegs plötzlich verschwunden war, musste er sich auf andere, verstecktere Arten äußern. Antisemitismus ist heute wie damals keineswegs nur der Hass gegen Personen jüdischen Glaubens oder eine Form von Rassismus oder Diskriminierung unter vielen. Im Workshop wollen wir gemeinsam den Zusammenhang zwischen historischen und aktuellen Formen von Antisemitismus untersuchen und der Frage nachgehen, was Antisemitismus eigentlich ist.

Moderation:
Annika Neubert und Johann Henningsen, Anne Frank Zentrum, Berlin

WS 35: Argumentationstraining gegen menschenverachtendes Denken und Diskriminierung
Im Workshop erhältst Du einen Einstieg in Übungen, Methoden und Theorien des Argumentationstrainings gegen menschenverachtendes Denken und Diskriminierung. Du setzt Dich mit den unterschiedlichen Formen menschenverachtenden Denkens auseinander und schaust Dir Hintergründe dazu an. Ausgehend davon und von den Erfahrungen der anderen Teilnehmenden erhältst Du einen Überblick zu den Argumentationsmöglichkeiten im Alltag. In Übungen wird das Erlernte angewandt, ausprobiert und reflektiert. Ziel ist die Stärkung der Argumentations- und Handlungskompetenz.

Moderation:
Gemeinnützige Bildungsinitiative "mehr als lernen e.V., Berlin

WS 36: Gewalt in der Öffentlichkeit – Muss ich helfen? Wie kann ich helfen?
Fast täglich erreichen uns Schlagzeilen von (Jugend-)Gewalt im Alltag, ob auf der Straße, in öffentlichen Verkehrsmitteln oder in der Schule. Immer wieder sind wir schockiert von den Bildern, von den Auswirkungen dieser Wut und Aggression. Jeder ist froh, so etwas noch nicht erlebt zu haben, und wenn doch, hoffentlich gut aus der Situation herausgekommen zu sein. Aber was tue ich eigentlich, wenn ich so eine Situation als Zeugin*e oder Beobachter*in erlebe? Reicht es, mich in Sicherheit zu bringen und das Geschehen einfach zuzulassen? Bin ich eigentlich aufgefordert, mich einzumischen, etwas zu tun? Und wenn ja, was soll, kann oder muss ich tun, um einem möglichen Opfer beizustehen oder Gefahr für die Allgemeinheit abzuwehren? Wie ist eigentlich die rechtliche Lage? Was darf ich und was darf ich nicht? Der Workshop soll durch die gemeinsame Beantwortung dieser Fragen dazu beitragen, Unsicherheit zu nehmen und zu erläutern, wie ich Zivilcourage im Alltag zeigen kann, ohne selbst ein zu großes Risiko einzugehen.

Moderation:
Lenka Arndt, Polizeihauptkommissarin und Präventionsbeauftragte, und Florian Schild , Polizeioberkommissar, Berliner Polizei

WS 37: Gospel – „Grundgesetz spirit move"
In der Gospelmusik kommen Menschen zusammen, die im gemeinsamen Singen ihrem Lebensgefühl Ausdruck geben und dabei den "Spirit" der Musik erfahren und ihre tiefen spirituellen Wurzeln verstehen. Beim BfDT-Jugendkongress ist eine ähnliche Basis der Grund für das Zusammenkommen vieler junger Menschen - der "Spirit" unseres Grundgesetzes, dessen 70. Geburtstag wir dieses Jahr feiern. Das Grundgesetz, unsere Verfassung, garantiert uns, dass wir in einer Demokratie leben können. Es ist sicher gut, wenn man sich gemeinsam immer wieder auf diese Idee besinnt und sie gesellschaftlich aktiv hinterfragt und neu belebt. Viele der heutigen und traditionellen Gospel-Songs haben genau diese aktive Auseinandersetzung zum Thema: das "alte Gesetz" mit Leben erfüllen! Gemeinsam werdet Ihr aktiv in die Gospel- und Soulmusik eintauchen und erfahren, wie der Spirit dieser Songs christliche Glaubensüberzeugung mit politischen Anliegen für Freiheit und Demokratie vereint, eine Botschaft, die scheinbar in unserer Welt an Aktualität nie verliert.

Moderation:
Hanjo Krämer, Gospelchorleiter, Unchained Gospel Choir, Ev. Kirchengemeinde Berlin-Mariendorf

WS 38: Grundgesetz – Alles nur Theater? Teil 2
Unser Grundgesetz feiert in diesem Jahr seinen 70. Geburtstag und Ihr feiert mit! Was aber hat das Grundgesetz mit Dir zu tun und wo begegnet es Dir in deinem Alltag? Mit diesen Fragen schauen wir uns gemeinsam einige Artikel des Grundgesetzes genauer an und überlegen, wie wir diese mit Mitteln des Theaterspiels inszenieren können. Deine Ideen und Deine Kreativität kannst Du bei der Erarbeitung von Szenen einbringen, die nicht nur uns, sondern auch unserem Publikum zeigen, wie uns das Grundgesetz Freiheit ermöglicht, Gleichberechtigung fordert, Schutz gewährt und dadurch eine entscheidende Bedeutung für ein friedliches Miteinander hat. Achtung: Dieser Workshop hat ZWEI Teile - wer hier teilnimmt, muss auch Teil 1 am 22. Mai vormittags belegen!

Moderation:
Tobias Winter, Theaterschule im Alten Kalkwerk, Berlin, und 3 Jugendliche der Initiativgruppe der Kulturenwerkstatt, Limburg

WS 39: Hip Hop meets Politik
Im Workshop „Hip-Hop meets Politik“ wirst Du etwas über die Herkunft und die Geschichte dieser Jugendkultur erfahren. Außerdem wirst Du erfahren, was Hip-Hop mit Politik zu tun hat und warum es mehr um Respekt, Glauben und Toleranz geht, als Du bisher vermutet hast. Im Workshop lernst Du Deine eigenen Rap-Texte zu schreiben und auf einer Bühne vor Publikum zu präsentieren. Der Rapper und Gewinner des Wilhelm-Dröscher-Preises „Bickmack“ ist mit seinem Projekt „Hip-Hop macht Schule“ an Schulen und Jugendeinrichtungen in ganz Deutschland unterwegs, um Jugendlichen beizubringen, dass Hip-Hop etwas mit Respekt und gegenseitiger Toleranz zu tun hat. Für diesen Workshop sind gute Deutschkenntnisse erforderlich!

Moderation:
Mario Pavelka, Guerilla Taktiks Entertainment "Hip Hop macht Schule", Berlin

WS 40: Leben im Datenmeer
Ob mit dem Handy, dem PC oder der Smartwatch: Ein Großteil der Menschen ist dauerhaft online. Wir kommunizieren, wir speichern und lesen, wir schauen und hören, veröffentlichen und teilen. Das Internet begleitet uns jeden Tag und mit jedem Klick, jedem Chat, jedem Foto, jedem Post und jeder Suche hinterlassen wir eine Menge an Datenspuren, und das oft sogar freiwillig. In diesem Workshop wollen wir uns näher mit dem Thema Big Data beschäftigen: Ausgehend von der Frage, was Daten eigentlich sind und wo und wann wir sie (auch unfreiwillig) hinterlassen, diskutieren wir gemeinsam, welche Risiken und Chancen von der Analyse von Personendaten im Spannungsfeld zwischen Schutz der Privatsphäre und Social Good ausgehen.

Moderation:
Nuria Glasauer und Vincent Lohkamp, denk global! UG, Bonn

WS 41: R/A – Respekt und Anerkennung: Ein Workshop zu den Begriffen Respekt und Anerkennung und der Frage, was das mit uns zu tun hat
Alle reden von Respekt. Wir sollen Respekt vor anderen haben. Und wir verlangen, dass andere vor uns Respekt haben. Soweit, so klar. Aber was ist Respekt eigentlich? Und wer bekommt Respekt und wer nicht? Und was können wir tun, damit andere Respekt vor uns haben – in der Klasse, auf der Straße oder in der Familie? In diesem Workshop geht’s genau darum: Um Respekt und um Anerkennung. Und um die vielen Möglichkeiten, wie wir uns echten Respekt verschaffen können.

Moderation:
Jinan Dib und Martin Zepter, Verstärker - Netzwerk aktivierende Bildungsarbeit, Berlin

WS 42: rICHtig wICHtig!
Hier bist du rICHtig! Im diesem Workshop geht es um Selbst- und Fremdzuschreibungen, die wir bestimmt alle aus Politik, Medien und aus unserem eigenen Umfeld kennen. Aber wie kann man nervigen und falschen Fremdzuschreibungen am besten entgegen treten? Hier stehen deine Erfahrungen, deine Ideen und deine Stimme im Mittelpunkt. Mit kreativen Medien wollen wir gemeinsam geniale Statements setzen, um zu zeigen, was einem eigentlich rICHtig wICHtig ist.

Moderation:
Cima-Nadja Samadi und Corinna Graubaum, Verstärker - Netzwerk aktivierende Bildungsarbeit, Berlin

WS 43: Stadion und Diskriminierung
Fußball hat einen hohen Stellenwert in unserer Gesellschaft. Deswegen darf es auch nicht verwundern, wenn gesellschaftliche Diskriminierungsformen ihren Weg ins Stadion finden. Rassistische Schmähungen scheinen beim Fußball verbreiteter zu sein als im Rest der Gesellschaft. Das Stadion ist dabei gelegentlich ein Kristallisationspunkt, wo Ressentiments verschärft dargestellt und wahrgenommen werden können. Doch welches sind die Antriebskräfte hinter den rassistischen Äußerungen von Fußballfans? Der Workshop verfolgt zwei Ziele: Einerseits werden wir Fußballstadien als Orte rassistischer Handlungen, mit den dazugehörigen verschiedenen Akteur*innen und handelnden Personengruppen betrachten. Zum anderen nähern wir uns mit der Darstellung von realen Vorfällen im Stadion verschiedenen Rassismusdefinitionen an. Dabei achten wir darauf, den gesellschaftlichen Ursprung von Rassismus nicht aus den Augen zu verlieren.

Moderation:
Ronald Noack und Florian Schubert Flutlicht e.V., Hamburg

WS 44: Vorurteile und Ausgrenzung von Sinti und Roma als Hürde in der gesellschaftlichen Teilhabe
Viele wissen nichts über dieses Thema, manche kennen vielleicht nicht mal die Worte „Sinti und Roma“. Dabei sind deutsche Sinti und Roma eine anerkannte nationale Minderheit in der Bundesrepublik. Und doch werden sie fast überall ausgrenzt und diskriminiert, teilweise sogar verfolgt. In diesem Workshop wollen wir uns mit Vorurteilen und Diskriminierung gegenüber Sinti und Roma beschäftigen. Dabei lernen wir mehr über die Geschichte und die Gegenwart dieser Ausgrenzung und erfahren etwas darüber, wie Vorurteile funktionieren, was Diskriminierung und Ausgrenzung bedeuten und was das alles mit uns selbst zu tun hat. Wichtig ist dabei, Fragen offen zu stellen und zu diskutieren. Dabei lernen wir gemeinsam, unseren Blickwinkel zu verändern, Vorurteile abzubauen und uns gegen Diskriminierung und Ausgrenzung einzusetzen, unter anderem wie die gesellschaftliche Teilhabe von Sinti und Roma aussieht.

Moderation:
Denisz Petrovity und Merdjan Jakupov, Amaro Drom e.V., Berlin

WS 45: Wie wollen wir leben? – Geschlechterrollen und Islam
Typisch Mädchen, typisch Junge – und im Islam haben die einen weniger Rechte als die anderen.... Aber ist das wirklich so? In diesem Workshop beschäftigt Ihr Euch mit Euren eigenen Vorstellungen von Geschlechterrollen, setzt Euch mit Normkonstruktionen auseinander, diskutiert, was das eigentlich mit dem Islam zu tun hat und wie Ihr zusammen leben wollt.

Moderation:
Aylin Yavas und Ayham Hisnawi, Ufuq, Berlin

WS 46: OpenSpace für Eure Ideen
Zum ersten Mal in diesem Jahr gibt es die Möglichkeit, eigene Vorschläge zur Bearbeitung mit anderen Interessierten einzubringen. In diesem Open Space könnt Ihr Eure Ideen auf einem Flipchart eingetragen und die Gesprächsrunde selbst moderieren. OpenSpace (engl.) bedeutet „offener Raum“ oder „Freiraum“ und beruht auf den Prinzipien der Selbstorganisation und Selbstbestimmung der teilnehmenden Personen und dem Grundsatz einer Abkehr von Kontrolle. Hier ist Eure Chance zur Mitwirkung!

Moderation:
Ideengeber*innen

Außenforen Phase IV
AF n: Anne Frank - hier & heute. Auf den Spuren jüdischen Lebens rund um den Hackeschen Markt 14.30 - 17.30 Uhr

Anne Frank Zentrum
Rosenthaler Str. 39,
10178 Berlin

Treffpunkt 14.00 Uhr: Interner LinkKalkscheune
Das Anne Frank Zentrum befindet sich im Herzen Berlins, in der sogenannten Spandauer Vorstadt im Bezirk Mitte. Hier wird die Ausstellung "Anne Frank. Hier & heute" gezeigt. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen das Tagebuch und die Lebensgeschichte Anne Franks. Über Hörstationen und kurze Filmporträts kommen auch Berliner Jugendliche zu Wort, die sich mit aktuellen Fragen beschäftigen und eine Verbindung von der Geschichte in die Gegenwart herstellen. Nach einer Führung durch die Ausstellung gehen wir auf Entdeckungstour rund um den Hackeschen Markt: Dieses Viertel wurde vor allem durch seine jüdischen Bewohnerinnen und Bewohner geprägt. Der Rundgang führt zu verschiedenen Orten der wechselvollen Geschichte jüdischen Lebens in Berlin. Doch was erinnert heute noch an die Verfolgung und Deportation Berliner Jüdinnen und Juden?

Moderation:
Anne Frank Zentrum



AF p: Jüdisches Leben gestern & heute 14.30 - 17.00 Uhr

Stiftung Neue Synagoge Berlin - Centrum Judaicum
Oranienburger Str 28/30
10117 Berlinn


Treffpunkt 14.15 Uhr: Interner LinkKalkscheune
Was wissen wir über das jüdische Leben in der Geschichte? Und in der Gegenwart? Wie empfinden junge Juden das Leben in Deutschland über 70 Jahre nach dem Holocaust? Umfragen zeigen, dass über gegenwärtiges jüdisches Leben in Deutschland, über Religion und Kultur nur wenig bekannt ist. Begegnungen zwischen Juden und Nicht-Juden sind selten und wenn sie stattfinden, oft von Unsicherheit geprägt. Wir finden, da hilft nur eins: Gespräche und Begegnung. Im Centrum Judaicum, in Berlin-Mitte, erfahrt Ihr in einer Führung viel über die Geschichte des deutschen Judentums und anschließend sprechen wir mit jüdischen Jugendlichen des Projekts Likrat über ihr Leben in Deutschland heute.

Moderation:
Projekt "Likrat - Jugend & Dialog", Zentralrat der Juden in Deutschland, Berlin

AF s: Verbotene Liebe - Homosexuellenverfolgung im Nationalsozialismus 14.30 - 17.30 Uhr

Denkmal für die ermordeten Juden Europas
Cora-Berliner-Straße 1
10117 Berlin

Treffpunkt 13.55 Uhr: Interner LinkKalkscheune
Schwule und Lesben wurden im Nationalsozialismus auf vielfältige Weise diskriminiert, seelisch gequält und verfolgt. Auf der Grundlage des §175 des Reichsstrafgesetzbuches wurden insbesondere schwule Männer in Konzentrationslagern oder Arbeitslagern interniert. Als Kennzeichnung trugen sie einen "rosa Winkel" – vielfach waren sie Opfer gezielter Mordaktionen. Ihr besucht zunächst das Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen. Anschließend lernt Ihr anhand von biografischen und anderen Quellen die Strukturen und Orte der Homosexuellenverfolgung kennen und setzt Euch mit der Perspektive der Verfolgten auseinander.

Moderation:
Stiftung Denkmal der ermordeten Juden Europas


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