08.11.2010

Beispiele mit Vorbildcharakter: Aktiv-Preisträger 2009

Eine exemplarische Auswahl der insgesamt 81 Aktiv-Preisträger 2009

Das Bündnis für Demokratie und Toleranz, das in diesem Jahr sein 10jähriges Bestehen feiert, wurde ins Leben gerufen, um engagierten Bürgerinnen und Bürgern als zentraler Ansprechpartner zur Seite zu stehen und sie bei ihren Aktivitäten zu unterstützen. Der Aktiv-Wettbewerb hat sich hierbei als ausgezeichnetes Medium erwiesen, das breite und vielfältige Engagement in Deutschland für die Öffentlichkeit sichtbar zu machen, finanziell zu fördern und Anerkennung zu geben.

Die folgenden Kurzporträts einiger Preisträger des Aktiv-Wettbewerbs 2009 sollen einen Eindruck der Bandbreite gemeinnütziger Initiativen und Projekte in Deutschland vermitteln.

Maximilian-Kolbe-Werk e.V. / Baden-Württemberg und Sachsen

Das Maximilian-Kolbe-Werk wurde für sein Zeitzeugenprojekt „Fragt uns, wir sind die Letzten..." mit KZ- und Holocaust-Überlebenden aus Polen, Belgien, Ungarn und der Tschechischen Republik ausgezeichnet, das vom 8. bis zum 19. September 2009 stattfand. Die Zeitzeugengespräche wurden von Ehrenamtlichen aus Sachsen organisiert und an 14 Schulen in Ostsachsen durchgeführt. Bemerkenswert war insbesondere die intensive Vor- und Nachbereitung der Schüler auf die Begegnungen mit den Zeitzeugen, durch die ein besonders tiefer Austausch und Verständigung möglich wurde.Interner LinkLink zur Homepage

Deutsches Rotes Kreuz - Kreisverband Kehl e.V. - Baden-Württemberg

Im Schuljahr 2005/2006 hat der DRK Kreisverband Kehl damit begonnen, Jugendliche im Alter von 14-21 Jahren zu KonfliktmanagerInnen auszubilden. Die Besonderheit des Projekts ist, dass die jungen Erwachsenen mit straffälligen Kindern und Jugendlichen arbeiten, um deren Taten gemeinsam mit ihnen zu analysieren und zu hinterfragen. Die „Täter" werden über die Folgen Ihres Handelns aufgeklärt und Möglichkeiten der Wiedergutmachung erdacht und ausgeführt. Im Rahmen des Projekts wurden seit der Entstehung bis zum Jahr 2009 106 Jugendliche betreut, von denen nur neun wieder rückfällig wurden. Interner LinkLink zur Homepage

People's Theater e.V. - Hessen

Seit dem Jahr 2001 veranstaltet das People's Theater Theatershows, bei denen das Publikum zum Schauspieler wird. Konfliktsituationen wie Gewalt, Diskriminierung und Extremismus werden so erfahrbar und partizipativ simuliert. Gleichzeitig werden auf den „spielerischen" Wegen Lösungsansätze für genannte Konfliktsituationen aufgezeigt. Ziel ist es mit diesen theaterpädagogischen Methoden Schüler, Eltern und Lehrer auf die besonderen Formen der im Alltag auftretenden Gewalt aufmerksam zu machen. Thematisch befasst sich das Theater mit Ausgrenzung, Gruppenzwang, Mobbing in der Schule und am Arbeitsplatz, Gewalt, Lästern, Missbrauch von Medien, Zivilcourage, Freundschaft, Ehrlichkeit, Respekt bis hin zu Diskriminierung aufgrund der Herkunft, des Geschlechts oder der Weltanschauung.Interner LinkLink zur Homepage

Belziger Forum e.V. / Infocafé „Der Winkel" - Brandenburg

Das Infocafé „Der Winkel" besteht seit 1998 in Belzig und ist sowohl Anlaufstelle für MigrantInnen als auch Netzwerkpunkt für Initiativen aller Art vor Ort. Ein Schwerpunkt der Arbeit des Infocafès liegt in der Begleitung und Beratung von MigrantInnen bei Behördengängen, Arztbesuchen, Übersetzungsproblemen und vor allem in der menschlichen Anteilnahme und Unterstützung. Darüber hinaus werden viele unterschiedliche Workshops an Schulen veranstaltet. So wurde im Jahr 2009 mit einigen Schulklassen aus der Region Treffen mit AsylbewerberInnen durchgeführt, um Toleranz zu fördern und Berührungsängste abzubauen. Im Jahr 2009 organisierte das Infocafé zudem ein Zeitzeugengespräch mit dem jüngsten und einzigen schwarzen Häftling des KZ-Buchenwald, Gert Schramm. Interner LinkLink zur Homepage

Caritas für das Bistum Magedeburg / Magdeburger Tandem - Sachsen-Anhalt

Seit August 2008 stellt die Caritas des Bistums Magdeburg mit dem "Magdeburger Tandem" ein Programm, das die Integration von jugendlichen MigrantInnen im Alter von 14 bis 27 Jahren fördert. Den MigrantInnen wird nach persönlichen Auswahlkriterien und in enger Abstimmung mit den Eltern ein deutscher Tandempartner zur Seite gestellt. Die Tandempartner treffen sich mindestens ein bis zwei Mal in der Woche. Gemeinsam werden Hausaufgaben oder Behördengänge erledigt. Es besteht zusätzlich die Möglichkeit mit den MigrantInnen und ihren Familien in einer Art „Tausch" für das Engagement der Ehrenamtlichen eine Gegenleitung zu erhalten, wie z. B. das Erlernen von Fremdsprachen. Langfristiges Ziel ist es, dass die MigrantInnen dazu angeregt werden, sich wiederum ehrenamtlich für das Gemeinwohl zu engagieren. Interner LinkLink zur Homepage

Brücke zwischen Alt und Jung - Seniorpartner in School e.V. - Berlin

Im Jahr 2001 gründete sich das Projekt Seniorpartner in School e.V. mit der Idee, Senioren für die Tätigkeit als Mediatoren an Schulen auszubilden. Dazu engagieren sich die Seniorpartners sowohl in Form von Einzelbetreuung als auch in der Leitung von Arbeits- und Neigungsgruppen. Das Engagement der Seniorenpartner reicht dabei über den Schulalltag hinaus - so wird beispielsweise Unterstützung beim Übergang von der Schule in den Beruf angeboten, indem die Senioren den Schüler/innen beispielsweise bei der Erstellung von Bewerbungsunterlagen und bei der Vorbereitung von Vorstellungsgesprächen zur Seite stehen. Durch den generationenübergreifenden Dialog findet ein wechselseitiger Prozess statt, in welchem durch den Austausch von Erfahrungen und Kompetenzen Toleranz, Anerkennung und Respekt vermittelt wird. Interner LinkLink zur Homepage

Fußballvereine gegen Rechts e.V. - Nordrhein-Westfalen

Nach tätlichen Angriffen rechter Jugendlicher auf die D-Fußballmannschaft Düren gründete deren Betreuer und Co-Trainer Jo Ecker im Jahr 2001 die Initiative „Fußballvereine gegen Rechts". Seither engagiert er sich aktiv mit ehrenamtlich durchgeführten Vernetzungs- und Aufklärungsmaßnahmen und zahlreichen symbolischen Aktionen gegen Rechtsradikalismus im regionalen Fußball des Landeskreises. Mit seinen Aktionen wie z.B. „Vier Schrauben für Zivilcourage", einer plakativen Schilderaktion an bis dato über 60 Schulen und Sportplätzen der Region gegen Gewalt und Diskriminierung und seiner intensiven Öffentlichkeitsarbeit setzt Jo Ecker ein Zeichen auch über die Region hinaus und gewinnt stetig neue Jugendliche, Erwachsene und Unternehmer der Region sowie politische und gesellschaftliche Akteure des Landkreises Düren.Interner LinkLink zur Homepage



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