14.05.2013

Dr. Cornelie Sonntag-Wolgast

Foto: Cornelie Sonntag-Wolgast
Parlamentarische Staatssekretärin a.D.

- geboren in Nürnberg, aufgewachsen in Hamburg

- Familienstand: verheiratet

Ausbildung und Beruf



Sie studierte in Erlangen und Hamburg Germanistik, Literatur- und Musikwissenschaft . Nach der Promotion im Februar 1969 sammelte sie erste Berufserfahrungen als Journalistin bei der „Hamburger Morgenpost" und wechselte 1972 zum Norddeutschen Rundfunk, wo sie zunächst für eine Lokalsendung und als Berichterstattung für Landespolitik, später für allgemeine aktuelle Politik- Sendungen als Moderatorin, Reporterin und Kommentatorin tätig war. Sie schrieb außerdem Artikel für „Die Zeit" und Frauenzeitschriften und moderierte eine zeitlang die WDR-Fernsehsendung „Aktuelle Stunde".

Politisches und ehrenamtliches Engagement



Bei der Landtagswahl 1979 in Schleswig-Holstein war sie Mitglied im Schattenkabinett des SPD-Spitzenkandidaten Klaus Matthiesen. 1987 kandidierte sie erstmalig im Wahlkreis Steinburg/Dithmarschen-Süd im Westen Schleswig-Holsteins für den Bundestag und zog 1988, nach dem Wahlsieg Björn Engholms, als „Nachrückerin" für die ins Kieler Kabinett übergewechselte Bundestagsabgeordnete Heide Simonis, ins Bonner Parlament ein. Von 1991 bis 1993 , während der Ära des Parteivorsitzenden Björn Engholm, war sie SPD-Sprecherin - die erste Frau in diesem Amt. Mit Beginn der rotgrünen Koalition 1998 wurde Cornelie Sonntag-Wolgast Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesinnenminister Otto Schily, von 2002 bis zu ihrem Ausscheiden aus dem Bundestag am Ende der verkürzten 15. Legislaturperiode im Herbst 2005 war sie Vorsitzende des Innenausschusses. Ihren Wahlkreis an der Westküste hat sie über den gesamten Zeitraum von fast achtzehn Jahren vertreten, seit 1998 auch direkt gewonnen. Dreimal in Folge wählte die schleswig-holsteinische SPD sie zur Spitzenkandidatin für die Bundestagswahlen.

Seit ihrem Ausscheiden aus dem Parlament hat sie mehrere ehrenamtliche Aufgaben übernommen, so in der "Aktion Gemeinsinn", im Internationalen Bund, bei der Arbeiterwohlfahrt, im Hamburger Hochschulrat und im Kulturforum Hamburg. Sie engagiert sich weiterhin im Beirat des von ihr mitbegründeten "Bündnisses für Demokratie und Toleranz" und ist wieder journalistisch tätig - mit Beiträgen für den NDR und Tageszeitungen. Sie ist seit 1969 verheiratet mit dem Journalisten Thomas Vinsor Wolgast.